impeller.net The Online Pump Magazine

03.03.2010

Vertikale Tauchmotorpumpen mit Spaltrohrmotor

Die Relation des rotierenden Wellenstranges in Abhängigkeit der Bauart und gleicher Eintauchtiefe: (Spaltrohrmotorpumpe – Magnetkupplungspumpe – konventionelle Tauchpumpe. (Foto: Hermetic)

Das gewachsene Umweltbewusstsein hat dazu geführt, dass chemische und petrochemische Anlagen nach strengeren Gesundheits- und Sicherheitsvorschriften beurteilt werden.

Durch die EU-Richtlinie 96/61/EG (so genannte IPPC-Richtlinie), die sich im Bundes-Immissionsschutzgesetz und der TA-Luft niederschlägt, werden als „beste verfügbare Technik“ (BVT) für die Vermeidung und Verminderung flüchtiger Emissionen vermehrt wellendichtungslose Pumpen, und hier vor allem Spaltrohrmotorpumpen, eingesetzt.

Durch die EU-Richtlinie wurde die Emission von Pumpen drastisch begrenzt. Heute werden auf Grund dieser verschärften Umweltschutzbestimmungen für toxische, explosive Flüssigkeiten und verflüssigte Gase in zunehmendem Maße Behälter- und Kesselentleerungen nicht mehr mit seitlichem Auslass oder einem Grundauslass, d. h. im Bodenbereich angebrachten Entleerungsstutzen, ausgestattet. Für solche Anwendungsfälle werden überwiegend vertikale Tauchpumpen eingesetzt. Neben konventionellen Tauchpumpen mit Stopfbuchspackung oder einfach- und doppelwirkenden Gleitringdichtungen, werden heute zunehmend auch hermetische Pumpen eingesetzt, die keine Wellenabdichtung aufweisen und somit vollkommen leckagefrei sind.

Bei konventionellen Chemiepumpen ist die Abdichtung der Wellendurchführung am Pumpengehäuse ein kritischer Punkt, denn diese ist systembedingt nie ganz dicht. Es tritt also immer - wenn auch häufig nicht sichtbar – etwas Flüssigkeit aus. Mit einer doppelten Gleitringdichtung lässt sich dieses Problem allerdings beheben. Je nach Eintauchtiefe der Pumpe sind zudem mehrere mediumsgeschmierte Führungslager notwendig. Als Anhaltswert gilt, dass je nach Pumpengröße in Abständen von 1,2 bis 1,6 m ein Führungslager erforderlich ist.

Vergleichbar im grundsätzlichen, äußerlichen Aufbau der konventionellen Pumpen mit Gleitringdichtung ist die Tauchpumpe mit Magnetkupplungsantrieb. Der Unterschied liegt in der Abdichtung zur Atmosphäre, die der Spalttopf der Magnetkupplung, der direkt am Pumpenteil angebracht sein kann, übernimmt. Durch den Spalttopf arbeitet die Pumpe absolut leckagefrei, wobei der Spalttopf auch außerhalb des Behälters angeordnet sein kann. Dadurch ist die Antriebswelle dieser Bauart nicht flüssigkeitsgeschmiert, sondern arbeitet im trockenen Bereich. Als Lager dienen dauerfettgeschmierte Wälzlager, die in einem Tragrohr trocken untergebracht sind.

Spaltrohrmotorpumpen besitzen keine Wellenabdichtungen und arbeiten somit leckagefrei. Durch die kompakte und integrale Bauweise der Spaltrohrmotorpumpe bilden Pumpen- und Motorwelle eine Einheit und sind im Vergleich zu konventionellen und magnetangetriebenen Pumpen extrem kurz und dies unabhängig von der Eintauchtiefe. Durch die freie Gestaltung von Kabelrohr und Druckleitungsrohr (z. B. durch kurze Segmente mit Flanschverbindungen) ist der Ein- und Ausbau kostengünstiger zu bewerkstelligen. Darüber hinaus arbeiten Spaltrohrmotorpumpen nahezu wartungsfrei und tragen somit zu einer höheren Verfügbarkeit und damit verringerten Lebenszykluskosten bei.

Hermetic bietet mit den Baureihen TCN und TCAM in Verbindung mit verschiedenen Einbausystemen ein optimales Programm an. Die Förderströme gehen bis 1800 m³/h bei Förderhöhen von bis zu 1000 m. Die Bemessungsleistung der Spaltrohrmotoren reicht bis zu 448 kW. Die Pumpen sind bezüglich des Explosionsschutzes nach der EG-Baumusterprüfbescheinigung gemäß Richtlinie 94/9/EG ATEX zertifiziert.

Bild: Die Relation des rotierenden Wellenstranges in Abhängigkeit der Bauart und gleicher Eintauchtiefe: (Spaltrohrmotorpumpe – Magnetkupplungspumpe – konventionelle Tauchpumpe. (Foto: Hermetic)

Quelle: Hermetic-Pumpen

Weitere Artikel über HERMETIC


News zum Thema SPALTROHRMOTORPUMPEN


News zum Thema EMISSIONSSCHUTZ