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14.05.2004

BWT erzielt Wachstum im 1. Quartal

Nach dem im Geschäftsjahr 2003 verzeichneten Rückgang bei Umsatz und Gewinn konnte die BWT – Best Water Technology-Unternehmensgruppe – bereits im 1. Quartal 2004 wieder ein sehr erfreuliches Wachstum erzielen.

Auch dem zuletzt durch die schwache Auftragslage in der Halbleiterindustrie geprägten Aqua Systems Technology-Segment gelang es, sich durch eine wesentliche Verbesserung im Auftragseingang dem Break-Even-Punkt zu nähern. Darauf aufbauend rechnet der Vorstand für das Gesamtjahr 2004 mit einer deutlichen Umsatz- und Ergebnisverbesserung.

Konzernumsatz +15,7%
Im 1. Quartal 2004 steigerte der BWT-Konzern den konsolidierten Gruppenumsatz um 15,7% auf 113,3 Mio. €. Überdurchschnittlich zu diesem Wachstum beigetragen hat das Service- und Ersatzteilgeschäft, das im 1. Quartal 2004 für 17,3% des Gesamtumsatzes der Gruppe stand (VJ: 14,7%). Der Umsatz im Geschäftsbereich Aqua Ecolife Technologies stieg um 17,7% auf 74,7 Mio. € und im Geschäftsbereich Aqua Systems Technologies um 10% auf 37,8 Mio. €. Im Bereich Fuel Cell Membrane Technologies wurden 0,8 Mio. € umgesetzt.

Die Umsatzsteigerung im AET-Segment resultierte im Wesentlichen aus der erstmaligen Einbeziehung der Mitte des Vorjahres akquirierten HOH, von der weiterhin positiven Entwicklung in Frankreich sowie einem starken 1. Quartal in Deutschland. Das AET-Segment erreichte neben der HOH-Akquisition ein fast 5%iges organisches Wachstum. In Deutschland basierte die Umsatzsteigerung vor allem auf den klassischen Haustechnikprodukten und einem neu entwickelten Verfahren für die Mineralwasserbehandlung.

Erstmals seit drei Jahren ist das Aqua Systems Technologies-Geschäft (AST) mit industriellen und kommunalen Trink-, Prozess- und Abwasseraufbereitungsanlagen wieder gewachsen. Das 10%ige Umsatzplus stammte zum Großteil von der Christ, wo insbesondere der zuletzt schwache Halbleiterbereich von bedeutenden Auftragseingängen profitierte. Auch die im industriellen Prozess- und Abwassergeschäft engagierte Goema AG verzeichnete eine Verdoppelung der Betriebsleistung.

Auftragseingang per 31.03.2004 +30,8%
Der Auftragsbestand der BWT Gruppe zum 31. 3. 2004 lag bei 128,0 Mio. €, was gegenüber dem Vergleichszeitpunkt des Vorjahres einer Steigerung um 2,3% entspricht. Sehr erfreulich entwickelte sich der Auftragseingang im 1. Quartal, der mit insgesamt 136,5 Mio. € um 30,8% über dem Vorjahr (104,4 Mio. €) lag. Im AET-Bereich nahm der Auftragseingang um 22% auf 83,3 Mio. € zu, im AST-Segment sogar um 44,9% auf 52,3 Mio. €. Diese Entwicklung war geprägt von maßgeblichen Aufträgen aus der Halbleiterindustrie und der Pharmaindustrie, wo Zuwächse von 150% resp. 90% erzielt wurden.

Konzern-EBIT +38,0%, Konzernergebnis +31,3%
Die deutliche Verbesserung des Betriebsergebnisses im AST-Segment führte dazu, dass sich das EBIT (Ergebnis aus der betrieblichen Tätigkeit) der BWT-Gruppe von 4,7 Mio. € um 38,0% auf 6,7 Mio. € verbesserte. Der AET-Bereich stieg aufgrund eines noch leicht negativen EBIT der HOH geringfügig um 1,5% auf 7,3 Mio. €, die Reduktion des negativen Betriebsergebnisses im AST-Segment stammt vom Turnaround der Christ, die im 1. Quartal bereits ein Break-Even erreichte. Der Verlust im FCMT-Segment konnte durch gesteigerte Umsätze weiter reduziert werden.

Im Finanzergebnis wurde eine Verbesserung um 13,6% auf -0,6 Mio. € erzielt, somit lag das Ergebnis vor Steuern bei
6,1 Mio. €, um 46,7% über dem Vorjahr. Der Gewinn nach Steuern betrug 3,8 Mio. € und lag damit um 28,6% über dem Vorjahreswertes von 2,9 Mio. €. Das Konzernergebnis nach Minderheiten stieg um 31,3% auf 3,8 Mio. €, das Ergebnis je Aktie betrug 0,21 € (VJ: 0,16 €).


Gearing auf dem niedrigsten Wert seit 2000
Dank des gestiegenen Konzerngewinnes erhöhte sich der Cash flow aus dem Ergebnis bei fast gleich gebliebenen Abschreibungen von 6,4 Mio. € um 12% auf 7,2 Mio. €. Das durch die höhere Betriebsleistung gestiegene Working Capital führte dazu, dass der Cash flow aus der Geschäftstätigkeit von 3,8 Mio. € auf 1,1 Mio. € zurückging. Die Nettoverschuldung reduzierte sich gegenüber dem Vergleichszeitpunkt des Vorjahres von 88,4 Mio. € um 10% auf 79,6 Mio. €. Das Gearing betrug 62,1% und verbesserte sich damit auf den niedrigsten Wert seit Ende des Jahres 2000.

In den ersten drei Monaten 2004 hat die BWT-Gruppe insgesamt 1,7 Mio. € in das Anlagevermögen investiert, das entspricht gegenüber dem Vorjahr einer Zunahme um etwa 21%.

Der Personalstand im BWT-Konzern stieg zum Ende des 1. Quartals auf insgesamt 2.717 Personen an, die Zunahme gegenüber dem Vorjahr betrifft die HOH.

Ausblick
Im 1. Quartal des laufenden Geschäftsjahres wurden die Erwartungen des Vorstandes im Wesentlichen bestätigt. Die Mitte 2003 akquirierte HOH, das Aufkeimen von Konjunkturhoffnungen in Deutschland sowie eine weiterhin gute Entwicklung auf dem französischen Markt geben dem AET-Segment zusätzlichen Antrieb. Produktentwicklungen wie ein umfassendes Programm zum Legionellenschutz in Trink- und Brauchwassersystemen sowie neuartige Methoden für die Mineralwasserbehandlung werden die führende Rolle der BWT als Innovator auf dem Zukunftsmarkt Wasseraufbereitung weiter stärken.

Der Turnaround im AST-Bereich stellt ein wichtiges Ziel des BWT-Managements im Jahr 2004 dar. Im Halbleitergeschäft, wo bereits mit den Auftragseingängen des 1. Quartals die Kapazitätsauslastung für den Großteil des Jahres 2004 gesichert ist, kann damit mit großer Wahrscheinlichkeit eine ähnlich negative Ergebnisauswirkung wie im Vorjahr vermieden werden. Zusätzlich ist im AST-Segment die starke Fokussierung auf die Pharmaindustrie bereits positiv erkennbar. Mit der kurz nach Quartalsende realisierten Akquisition von 74% der irischen Waterman Purification Ltd - nunmehr Christ Waterman – konnte sich die BWT eine hervorragende Position auf dem wichtigen Pharmamarkt in Irland und UK sichern. Mit weiteren erfolgversprechenden Minderheitsbeteiligungen in USA und China, die eine für diese Märkte notwendige lokale Wertschöpfung ermöglichen, wird die weitere Internationalisierung der BWT/Christ im Industriegeschäft vorangetrieben.

Insgesamt rechnet die BWT für das laufende Geschäftsjahr im Vergleich zum Vorjahr mit einer deutlichen Umsatzsteigerung, welche zu einem überproportionalen Ergebnisanstieg führen wird.

Weitere Informationen finden Sie auf der Web site von BWT.

Über BWT
Die Best Water Technology-Unternehmensgruppe ist heute mit ihren 65 Konzerngesellschaften und über 2.700 Mitarbeitern das führende europäische Wassertechnologieunternehmen. BWT übernimmt die Verantwortung für den gesamten Wasserkreislauf – „von der Quelle bis zum Sickerwasser“ – und bietet mit den beiden Geschäftsbereichen Aqua Ecolife Technologies und Aqua Systems Technologies Produkte und kundenspezifische Lösungen für Trinkwasser, Schwimmbadwasser, Prozesswasser, Reinstwasser und Abwasser für Privathaushalte, Hotels, Industrie und Kommunen an. Mit ihrem dritten Geschäftsbereich Fuel Cell Membrane Technologies positioniert sich die BWT als Lieferant innovativer Membranen für Brennstoffzellen.

Alle Grundtechnologien für die Wasseraufbereitung, Filter, Enthärter, Dosierer, Desinfektionstechniken wie UV- und Ozonanlagen gehören ebenso zum Produktionsprogramm der BWT-Gruppe wie ionenselektive Membranen, elektrische Entsalzungsanlagen, Ionenaustauscher, Membrananlagen – Umkehrosmose, Nanofiltration, Mikrofiltration, Ultrafiltration – sowie die revolutionäre AQA total-Technologie – die erste Technik weltweit, die in der Trinkwasseraufbereitung alternativen Kalkschutz ohne Salz ermöglicht.

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