Stabiler Umsatz und hohe Rentabilität im 1. Halbjahr

28.08.2009

Im ersten Halbjahr 2009 blieb der Umsatz von Sulzer aufgrund eines hohen Auftragsbestands auf hohem Niveau stabil. Die Umsatzrendite vor Restrukturierung erreichte 14,5% und die Umsatzrendite einschließlich dieser Kosten betrug 12,4%.

Der Nettogewinn blieb stabil, der Mittelzufluss wurde verbessert und die Nettoliquidität weiter gestärkt. Vor dem Hintergrund rückläufiger Marktaktivitäten startete Sulzer ein weltweites Kostensenkungsprogramm. Mit starken Marktstellungen, einer soliden Bilanz und dem Kostensenkungsprogramm ist Sulzer weiterhin gut positioniert für künftigen Erfolg.

Der Auftragsbestand stellte im ersten Halbjahr 2009 an vielen Standorten eine hohe Auslastung der Kapazitäten sicher. Der Umsatz blieb mit nominal CHF 1.725 Millionen in etwa auf dem Vorjahresniveau (+0,4% bereinigt1), was vor allem auf die starke Leistung von Sulzer Pumps zurückzuführen ist. Weil die Kunden infolge der geringeren Nachfrage der Endverbraucher mit ihren Investitionsentscheidungen zurückhaltend waren, ging der Bestellungseingang deutlich zurück. Alle Regionen waren von der sich verschlechternden Wirtschaftslage betroffen, wobei sich China und Brasilien im Vergleich etwas besser behaupteten.

Das Betriebsergebnis und die Rentabilität wurden in der ersten Jahreshälfte erheblich durch zwei Einmaleffekte beeinflusst. Da keine rasche Erholung der Marktaktivitäten zu erwarten ist, lancierte Sulzer im Juni ein globales Kostensenkungsprogramm, um die Kapazitäten und Kostenstrukturen in allen Divisionen anzupassen. Im Zusammenhang mit dem Kostensenkungsprogramm wurde im ersten Halbjahr 2009 ein Aufwand in Höhe von CHF 36 Millionen verbucht. Zweitens erzielte Sulzer Immobilien einen außerordentlich hohen Immobiliengewinn von CHF 46 Millionen durch umfangreiche Veräußerungen von nicht betriebsnotwendigen Liegenschaften.

Unterstützt durch das Ergebnis von Sulzer Immobilien stieg das Betriebsergebnis vor Restrukturierungskosten (EBITR) um 9% auf CHF 251 Millionen, was zu einer hohen Umsatzrendite vor Restrukturierungskosten (ROSR) von 14,5% führte. Einschließlich dieser Einmaleffekte ging das Betriebsergebnis (EBIT) um 6% auf CHF 214 Millionen zurück, und die Umsatzrendite (ROS) erreichte 12,4%.

Der Nettogewinn blieb mit CHF 156 Millionen stabil, was einem Gewinn je Aktie von CHF 4.64 entspricht. Mit CHF 175 Millionen wurde ein wesentlich höherer Mittelfluss aus Geschäfts- und Investitionstätigkeit erzeugt als in der ersten Jahreshälfte 2008. Die Nettoliquidität stieg auf CHF 358 Millionen.

Sulzer Pumps: Umsatz und Betriebsergebnis gesteigert

Der Auftragsbestand von Sulzer Pumps sicherte eine hohe Kapazitätsauslastung an vielen Standorten, sodass der Umsatz deutlich stieg. Der Bestellungseingang nahm spürbar ab. Das Betriebsergebnis wurde ebenfalls merklich gesteigert, auch nach Restrukturierungskosten. Die Rentabilität vor Restrukturierungskosten erhöhte sich auf 13,0%. Die Division behauptete ihre starke Marktposition trotz herausfordernden Bedingungen. Für das Gesamtjahr rechnet die Division mit einem deutlich tieferen Bestellungseingang und einem Rückgang von Umsatz und Betriebsergebnis gegenüber 2008.

Sulzer Metco: Vom Wirtschaftabschwung betroffen

Der wirtschaftliche Abschwung belastete die Schlüsselmärkte von Sulzer Metco. Alle Geschäftseinheiten der Division verzeichneten einen deutlich geringeren Umsatz, und das Betriebsergebnis sank noch stärker. Die Umsatzrendite vor Restrukturierungskosten ging auf 5,8% zurück. Angesichts des herausfordernden Marktumfelds setzte Sulzer Metco verschiedene Maßnahmen zur Kostensenkung um. Dazu gehörten eine selektive Verringerung des Personalbestands, Kurzarbeit und die Schließung einzelner Standorte. Die innovativen Lösungen von Sulzer Metco werden von den Kunden gut aufgenommen und bestätigen die starke Marktposition der Division. Für das Gesamtjahr erwartet Sulzer Metco, dass Bestellungseingang, Umsatz und Rentabilität klar unter dem Vorjahresniveau bleiben werden.

Sulzer Chemtech: Rückgang beim Umsatz geringer als beim Bestellungseingang

Auf der Basis eines starken Auftragsbestands ging der Umsatz von Sulzer Chemtech langsamer zurück als der Bestellungseingang. Dieser fiel merklich tiefer aus, weil die Kunden mit Investitionen zögerten und die Nachfrage nach neuen Anlagen erheblich sank. Das Betriebergebnis verringerte sich, und die Rentabilität vor Restrukturierungskosten lag bei 13,7%. Sulzer Chemtech hat mit der Umsetzung von Maßnahmen begonnen, um die Produktionskapazität und die Kostenstruktur an die veränderten Marktbedingungen anzupassen. Die Division behauptete ihre starke Marktposition mit innovativen Lösungen, verstärkten Service-leistungen und ihrer umfassenden globalen Präsenz. Für das Gesamtjahr erwartet Sulzer Chemtech einen deutlich tieferen Bestellungseingang als 2008. Es ist folglich mit einem Rückgang von Umsatz, Betriebsergebnis und Rentabilität zu rechnen.

Sulzer Turbo Services: Höhere Rentabilität vor Restrukturierung

Der Wirtschaftsabschwung belastete das Servicegeschäft in den Schlüsselmärkten von Sulzer Turbo Services, was zu einem tieferen Bestellungseingang führte. Trotz geringeren Volumen stieg die Rentabilität vor Restrukturierungskosten auf 10,3%. Die Division leitete Maßnahmen zur Kostensenkung und zur weiteren Verbesserung von Prozessen ein, um das Geschäft an das geänderte Marktumfeld

– insbesondere in Europa – anzupassen. Für das Gesamtjahr erwartet Sulzer Turbo Services, dass Bestellungseingang, Umsatz und Betriebsergebnis unter dem Vorjahresniveau bleiben werden.

Ausblick für 2009

Die langfristigen Aussichten für die betriebskritischen Lösungen von Sulzer bleiben positiv; kurzfristig erwartet der Konzern aber keine Erholung der Schlüsselmärkte. Die Aktivitäten in den Märkten Öl und Gas sowie Kohlenwasserstoffverarbeitung dürften sich gegenüber dem Vorjahr deutlich abschwächen. Auch die Projektaktivitäten im Energieerzeugungsmarkt werden wahrscheinlich nachgeben. Die Papier- und Zellstoffindustrie wird auf einem niedrigen Niveau bleiben, und die Schwäche in der Automobilindustrie dürfte weiter anhalten. Das Luftfahrtsegment, das bisher relativ stabil war, wird im weiteren Jahresverlauf wahrscheinlich nachlassen, da die geflogenen Passagier- und Frachtkilometer zurückgehen. Alle Regionen werden weiterhin vom Wirtschaftsabschwung betroffen sein; allerdings dürften die Aktivitäten in einigen aufstrebenden Märkten in Asien und Lateinamerika vergleichsweise stärker bleiben.

Für das Gesamtjahr erwartet Sulzer einen deutlich tieferen Bestellungseingang sowie einen Rückgang von Umsatz, Betriebsergebnis und Umsatzrendite gegenüber dem außerordentlich hohen Niveau im Jahr 2008. Mit den starken Marktstellungen, dem Auftragsbestand, einer soliden Bilanz und dem Kostensenkungsprogramm ist Sulzer weiterhin gut positioniert, um die Herausforderungen in einem schwierigen Wirtschaftsumfeld zu bewältigen.

1 Bereinigt um Währungseffekte sowie um Akquisitionen und Veräußerungen

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