Pumpen und Armaturen für erstes Strohheizkraftwerk Deutschlands

22.04.2013

Für das erste Biomassekraftwerk Deutschlands, das ausschließlich mit Stroh befeuert wird, lieferte KSB zahlreiche Pumpen und Armaturen. Die Anlage in Emlichheim befindet sich am Standort eines Unternehmens, das seine Prozesswärme in Zukunft mit dem Energieträger Stroh erzeugen wird.

Pumpen und Armaturen für erstes Strohheizkraftwerk Deutschlands

KSB-Hochdruckpumpen, wie diese vom Typ HGC, arbeiten im Strohheizkraftwerk in Emlichheim. (Foto: KSB)

Neben zahlreichen Hoch- und Niederdruckarmaturen, die an diversen Stellen im Dampfkreislauf zum Einsatz kommen, lieferte der Frankenthaler Hersteller auch zwei Kesselspeisepumpen.

Dabei handelt es sich um 16-stufige Hochdruckpumpen mit einer Fördermenge von rund 80 Kubikmetern pro Stunde und einer Förderhöhe von 1.706 Metern. Die Antriebsleistung beträgt je 630 kW. Die Hochdruckarmaturen, wie die Frischdampfschieber, haben einen Durchmesser von 200 mm und sind für einen Betriebsdruck von 250 bar ausgelegt. Ihre Gehäuse sind aus warmfestem Stahl und sie sind teilweise mit elektrischen Stellantrieben ausgerüstet.

Mit einer Feuerungswärmeleistung von 49,8 Megawatt und einer Bruttostromleistung von 13 Megawatt wird dort erstmals in großem Umfang Stroh zur Bereitstellung von Strom und Wärmeenergie genutzt. Der jährliche Strohbedarf beträgt rund 75.000 Tonnen. Stroh gilt als CO2-neutraler Brennstoff, da das Getreide während des Wachstums dieselbe Menge CO2 aus der Atmosphäre aufgenommen hat, wie bei der Verbrennung wieder freigesetzt wird. Aufgrund des Wärmenutzungskonzepts erreicht das neue Kraftwerk einen Energienutzungsgrad von bis zu 90 Prozent.

Während der erzeugte Strom in das öffentliche Versorgungsnetz eingespeist werden soll, dient die entstehende Wärme als hochwertiger Prozessdampf zur Versorgung der energieintensiven Produktionsprozesse in einer Stärkefabrik. Über eine Trassenlänge von etwa acht Kilometern sollen auch öffentliche Einrichtungen und private Haushalte an das Wärmenetz angebunden werden. Das Kraftwerk geht im Mai 2013 ans Netz.

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