KSB Konzern auf Wachstumskurs

30.08.2004

Trotz steigender Energie- und Rohstoffpreise zeigte die Weltkonjunktur im ersten Halbjahr 2004 ein durchweg stabiles Wachstum. Besonders dynamisch entwickelte sich der Markt in China, aber auch Japan und die USA wiesen gute Zuwachsraten auf. Für die Eurozone ...

... haben die Wirtschaftsinstitute die Wachstumsprognosen für das laufende Jahr nach oben korrigiert. Optimistischer wird auch die Konjunktur in Deutschland beurteilt, wenngleich die Binnennachfrage bislang noch schwach geblieben ist.

Mit zeitlicher Verzögerung erreicht die globale Nachfragebelebung auch den Markt für Pumpen, Armaturen und zugehörige Systeme. Die bisherigen konjunkturellen Impulse reichen allerdings noch nicht aus, um die Überkapazitäten der Branche abzubauen und die angespannte Preissituation zu entschärfen.

Entwicklung des Auftragseingangs

Mit einem Zuwachs um 11,8 Prozent hat sich der Auftragseingang des Konzerns im ersten Halbjahr 2004 gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeittraum kräftig erhöht. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass die im letzten Jahr neu akquirierten Gesellschaften DP industries B.V. (Niederlande) und Bombas ITUR, S.A. (Spanien) erstmals voll konsolidiert worden sind. Gute Steigerungsraten zeigten vor allem das Industriegeschäft, die Gebäudetechnik sowie das Wasser- und Abwassergeschäft.

Die deutsche KSB AG hat ihren Auftragseingang im gleichen Zeitraum um 3,4 Prozent erhöht. Wachstumshemmend wirkte sich - neben der schwachen Binnenkonjunktur - das rückläufige Exportgeschäft europäischer Produkte in die Region Amerika aus. Hier spielte der ungünstige Euro-Dollar-Wechselkurs eine wesentliche Rolle. Deutlich besser entwickelten sich die meisten übrigen europäischen Gesellschaften. Von diesen verzeichneten die Vertriebsgesellschaften in Schweden, Dänemark und Österreich besonders hohe Zuwachsraten.

In Übersee haben vor allem die asiatisch-pazifischen Konzerngesellschaften ein überdurchschnittliches Wachstum realisiert, allen voran die Unternehmen in China und Pakistan. Auch die Konzerngesellschaften in den Regionen Amerika und Osteuropa / Naher und Mittlerer Osten / Afrika steigerten ihr Auftragsvolumen.

Umsatzentwicklung

Der Umsatz des KSB Konzerns, einschließlich der beiden neu akquirierten Gesellschaften, ist im ersten Halbjahr 2004 gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum um 10,6 Prozent gestiegen. Die KSB AG erhöhte ihr Umsatzvolumen zeitgleich um 4,5 Prozent.

Besonders stark ist der Umsatz der Konzerngesellschaften in der Region Asien / Pazifik gewachsen, wo die KSB Shanghai Pump Co. Ltd. ihren Umsatz mehr als verdoppelt hat. Auch der Umsatz der europäischen Gesellschaften außerhalb Deutschlands und Frankreichs hat sich insgesamt gut entwickelt. Einen wesentlichen Beitrag dazu lieferte das Geschäft mit Serviceleistungen, in dem KSB europaweit führend ist und seine Position durch die Schaffung neuer Stützpunkte noch verbessern konnte.

Ergebnis im Konzern

Anders als in den beiden Vorjahren hat der KSB Konzern zur Jahresmitte mit 6,1 Mio € ein positives operatives Ergebnis ausgewiesen. Das Gesamtergebnis des Jahres 2004 wird allerdings - wie bereits angekündigt - durch Rückstellungen im Rahmen des Strukturprogramms 2006 stark belastet werden.

Veränderung der Belegschaftszahlen

Die Zahl der Mitarbeiter im KSB Konzern hat sich zum 30. Juni 2004 gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitpunkt um 515 Personen auf 12.461 erhöht. Dieser Anstieg ist im Wesentlichen auf die Konsolidierung der neuen Gesellschaften in den Niederlanden und Spanien zurückzuführen. Infolge des Strukturprogramms 2006 wird sich die Beschäftigtenzahl in Europa allerdings bis Ende kommenden Jahres deutlich verringern.

Strukturprogramm 2006

Mit seinem auf Europa fokussierten Strukturprogramm ist KSB dabei, die Konzernstrukturen den veränderten Wettbewerbsbedingungen anzupassen und die internationale Arbeitsteilung zu verstärken. Ziel ist es, die Wettbewerbsfähigkeit und Profitabilität zu erhöhen.

Wichtige Maßnahmen betreffen unter anderem die Verbesserung von Prozessabläufen, die Straffung des Produktprogramms sowie die Entwicklung eines an den neuen Rahmenbedingungen orientierten Standortkonzepts, das Fertigungsverlagerungen einschließt. Diese Maßnahmen werden die im Vergleich mit anderen Regionen der Welt zurückliegende Umsatzrendite der europäischen Gesellschaften nachhaltig erhöhen. Parallel hierzu zielt eine Wachstums- und Innovationsinitiative auf profitablen Umsatz in einem erweiterten Aufgabenfeld.

Ausblick

Bei einer anhaltenden Belebung der konjunkturellen Situation wird sich die Auftragslage weiter verbessern. Eine Verstärkung des Auftragseingangs ist vor allem in solchen Märkten zu erwarten, in denen durch Neuakquisitionen zusätzliche Vertriebskanäle für Produkte und Dienstleistungen zur Verfügung stehen. Aufgrund der Renditeziele wird KSB neue Projekte und Aufträge verstärkt unter dem Aspekt der Profitabilität bewerten und verfolgen. Dennoch ist aus heutiger Sicht damit zu rechnen, dass der KSB Konzern die Vorjahreszahlen beim Auftragseingang und Umsatz übertreffen wird.

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