KSB erwartet sehr gutes Konzernergebnis für 2009

01.02.2010

Die Auswirkungen der globalen Finanzkrise auf die Realwirtschaft haben 2009 auch den Absatz von Pumpen, Armaturen und zugehörigen Systemen erschwert. Insbesondere im kurzzyklischen Geschäft mit Standardprodukten ging die Nachfrage stark zurück.

Dem hingegen war das längerfristige Geschäft mit auftragsbezogen konstruierten Produkten von dieser Entwicklung noch weniger beeinträchtigt. Dies galt besonders für die Aufträge der Energiewirtschaft zur Ausrüstung von Kraftwerken mit Hochdruckpumpen und Armaturen.

Auftragseingang um 11,2 Prozent niedriger

Der Auftragseingang im Konzern blieb um 244,1 Mio. € hinter dem des Jahres 2008 zurück. Mit 1.934,9 Mio. € erreichte er das Gesamtvolumen der im Geschäftsjahr 2007 erhaltenen Aufträge.

Die Auftragseingänge der europäischen Gesellschaften haben sich dabei insgesamt leicht unterdurchschnittlich entwickelt; die KSB AG verzeichnete ein Minus von 12,4 Prozent. Dabei fiel die Nachfrageschwäche der industriellen Anlagenbauer und der Kunden aus der Prozesstechnik besonders ins Gewicht. Eine insgesamt positive Auftragsentwicklung erzielten allein die europäischen Servicegesellschaften.

In der Region Asien / Pazifik sanken die Auftragseingänge der dortigen Gesellschaften nur leicht unter das hohe Niveau des Vorjahres. Dort konnten die Zuwächse mehrerer kleinerer Unternehmen wie in Australien, Singapur und Pakistan die Rückgänge der großen Produktionsgesellschaften teilweise ausgleichen. Auch in der Region Amerika waren die Auftragsrückgänge, verglichen mit denen in Europa, moderat. Die Unternehmen in der Region Mittlerer Osten / Afrika verzeichneten insgesamt einen stärkeren Auftragsrückgang.

Konzernumsatz um 5,1 Prozent gesunken

Infolge der schwächeren Nachfrage nach Standardpumpen und -armaturen hat sich der Umsatz im Konzern um 100,7 Mio. € auf 1.891,0 Mio. € und damit um 5,1 Prozent verringert. Die gegenüber dem Auftragseingang bessere Umsatzentwicklung steht im Zusammenhang mit dem sehr hohen Bestand an Aufträgen aus den Vorjahren.

Der Umsatzrückgang des Konzerns ist zu drei Vierteln auf den Geschäftsverlauf der Gesellschaften in Europa zurückzuführen. Auch die KSB AG verzeichnete ein deutliches Umsatzminus von 6,2 Prozent.

Die Unternehmen in den Regionen Amerika und Asien / Pazifik blieben im Umsatz ebenfalls unter den Vorjahreswerten. Dem hingegen verbuchten die Gesellschaften in der Region Mittlerer Osten / Afrika in Summe ein prozentual zweistelliges Umsatzwachstum, dank eines deutlich gestiegenen Volumens in Südafrika.

Erfreuliche Ergebnisentwicklung

Das Konzernergebnis vor Steuern (EBT) wird hinter dem des Rekordjahres 2008 (200,1 Mio. €) zurückbleiben, aber voraussichtlich besser ausfallen als noch im Herbst angenommen. Diese erfreuliche Entwicklung ist auf Maßnahmen zur Ergebnisstabilisierung zurückzuführen, die sich stärker als erwartet ausgewirkt haben.

Auch das Ergebnis (EBT) der KSB Aktiengesellschaft wird deutlich positiv sein, allerdings ebenfalls unter dem des Vorjahres liegen.

Konzernbelegschaft annähernd auf Vorjahresniveau

Die Unternehmen in Europa und Amerika führten ihren Personalbestand im vergangenen Jahr leicht zurück, während die Gesellschaften in Asien / Pazifik ihre Mitarbeiterzahl in Summe etwas erhöhten. Insbesondere erforderte in Indien die anhaltende Trockenheit eine Ausweitung der Produktion von Wasserpumpen mit zeitweise höherem Personalbedarf. In der Region Mittlerer Osten / Afrika gab es im abgelaufenen Geschäftsjahr keine nennenswerten Veränderungen. Die Gesamtbelegschaft des Konzerns hatte Ende 2009 mit 14.249 Personen (− 0,7%) annähernd den Umfang des Vorjahres.

Ausblick

Der Markt für Pumpen, Armaturen und zugehörige Systeme wird sich 2010 und voraussichtlich auch in den Folgejahren noch schwierig gestalten. Abhängig von der erwarteten Konjunkturbelebung kann sich das Geschäft mit Standardpumpen und -armaturen bessern, wird aber das Volumen von 2008 voraussichtlich zunächst nicht wieder erreichen. Zugleich ist damit zu rechnen, dass sich der Wettbewerb bei der Vergabe von Großaufträgen weiter verschärft. Dies wird auch bei auftragsbezogen konstruierten Produkten die Gewinnmargen schmälern.

Für das laufende Jahr strebt KSB im Konzern einen Auftragseingang und einen Umsatz in der Höhe von 2009 an. Je nach der Geschwindigkeit der Markterholung ist auch ein moderates Wachstum des Auftragseingangs möglich. Das Konzernergebnis 2010 wird durch höhere Abschreibungen infolge der in den Vorjahren getätigten Investitionen belastet werden. Hinzu kommen die Effekte eines wachsenden Preisdrucks, der aufgrund der im Markt vorhandenen Überkapazitäten zu erwarten ist.

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