Agie Charmilles mit gutem Auftragseingang

17.08.2004

Dank der weltweiten Konjunkturerholung konnte Agie Charmilles den Auftragseingang im 1. Halbjahr 2004 um 20 Prozent auf 500 Mio. CHF steigern. Der Umsatz belief sich auf 466 Mio. CHF, was einem Zuwachs von 15 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert entspricht.

Das im Herbst 2003 eingeleitete Strukturprogramm zur nachhaltigen Reduktion der Kosten zeigte erste positive Auswirkungen. Insgesamt erzielte das Unternehmen ein Betriebsergebnis (EBIT) von 9.5 Mio. CHF (Vorjahr - 7.2 Mio. CHF), wodurch bereits Mitte Jahr ein positives Gruppenergebnis von 3.0 Mio. CHF und damit die Rückkehr in die schwarzen Zahlen erreicht werden konnte.

Deutliche Nachfragebelebung

Nach einem unbefriedigenden Geschäftsgang im Jahr 2003 belebte sich die Nachfrage im Verlauf des ersten Halbjahres 2004 stetig. Der Auftragseingang lag mit 500 Mio. CHF um 20 Prozent über dem vergleichbaren Vorjahreswert. Der Umsatz erhöhte sich um 15 Prozent. In Europa entwickelte sich der Geschäftsgang erfreulich. So lag der Umsatz mit 278 Mio. CHF 14 Prozent über dem Vorjahr. Dabei erholte sich die Konjunktur in Nordeuropa tendenziell stärker als in Südeuropa. In Deutschland, dem für Agie Charmilles traditionell wichtigsten und ertragsstärksten Markt, wurde ein Zuwachs von 13 Prozent erzielt.

In Nordamerika wirkte sich der Wirtschaftsaufschwung positiv auf das Investitionsverhalten der Kunden aus. Hier konnte Agie Charmilles nach mehrjähriger Nachfrageschwäche mit 20 Prozent erstmals wieder ein deutliches Umsatzplus verzeichnen. In Südamerika führten der stagnierende Umsatz und Strukturbereinigungen indes zu einem unbefriedigenden Ergebnis.

In den asiatischen Märkten – allen voran China – konnte das überdurchschnittliche Wachstum mit einem Umsatzplus von 29 Prozent weiter fortgesetzt werden. Aufgrund der tieferen lokalen Marktpreise und der anhaltenden Stärke des Schweizer Frankens mussten allerdings teilweise niedrigere Margen in Kauf genommen werden.

Zur guten Entwicklung des Gesamtumsatzes und des Auftragseingangs leisteten neben den in der Elektroerosion tätigen Marken auch das Hochgeschwindigkeitsfräsen von Mikron und das Automationsgeschäft von System 3R einen wesentlichen Beitrag.

Rasche Umsetzung von EDM-Futura

Im Mai 2004 stellte Agie Charmilles an der Werkzeugmaschinenmesse in Schanghai (China) mit der Charmilles Roboform 23 eine neue Senkerodiermaschine für das untere Preissegment vor. Die Roboform 23 ist die erste Maschine, die auf dem im vergangenen Jahr konzipierten Plattformkonzept EDM-Futura basiert. In den nächsten Monaten sollen drei weitere Elektroerosionsmaschinen dieser neuen Produktgeneration auf dem Markt eingeführt werden. Alle diese Maschinen werden lokal in China produziert.

Ausbau der Produktionskapazitäten in China

Dank der überdurchschnittlich guten Nachfrage im chinesischen Markt läuft das Werk in Beijing derzeit auf Hochtouren. Um ihre Position im grössten Markt für Werkzeugmaschinen mit lokal produzierten Maschinen weiter zu stärken, erhöht Agie Charmilles derzeit die Kapazitäten im Werk in Beijing von 650 auf 1000 Maschinen pro Jahr. Parallel dazu wird das Verkaufsnetz im ganzen Land ausgebaut.

Strukturprogramm bringt erste Erfolge

Neben der positiven Entwicklung der Märkte ist das bessere Ergebnis der ersten sechs Monate vor allem auch auf die unverändert rigorose Kostendisziplin zurückzuführen. Die im letzten Jahr eingeleiteten Strukturmassnahmen zeigen Wirkung. Die Anpassung der Produktionskapazitäten mit der Schliessung der zwei Werke in den USA wurde im 1. Halbjahr abgeschlossen. Die Produktionsstandorte in Europa und Asien waren gut ausgelastet. Die Projekte im Bereich des Einkaufs und der Logistik sowie die weitere Integration der Verkaufsinfrastruktur verliefen plangemäss. Der Free Cashflow war mit 28.6 Mio. CHF u.a. dank der strikten Bewirtschaftung des Umlaufvermögens deutlich positiv. Dadurch konnte die Nettoverschuldung nochmals reduziert werden. Die Finanzierung der Gruppe wurde durch den Abschluss eines neuen Konsortialkredits in Höhe von 160 Mio. CHF sowie eines nachrangigen Darlehens von Georg Fischer in Höhe von 90 Mio. CHF bis Mitte 2007 gesichert.

Ausblick: Deutliche Verbesserung der Resultate

Die Fortschritte im 1. Halbjahr sind ein erster wichtiger Schritt auf dem Weg zur nachhaltigen Ertragssteigerung. Die Marktaussichten für die nächsten Monate sind positiv. Darüber hinaus werden sich die eingeleiteten Massnahmen im 2. Halbjahr verstärkt auswirken. Agie Charmilles erwartet deshalb bis Jahresende eine deutliche Verbesserung der Resultate.

Profil der Agie Charmilles Gruppe

Agie Charmilles – die Unternehmensgruppe Machine Tools des Mehrheitsaktionärs Georg Fischer – ist der weltweit führende Anbieter von Systemlösungen für den Formen und Werkzeugbau. Die Produktpalette reicht von Elektroerosions- und Hochgeschwindigkeitsfräsmaschinen über Spann- und Palettiersysteme und Verbrauchsmaterial bis hin zu Automationslösungen. Elektroerosion und Hochgeschwindigkeitsfräsen sind die zwei Schlüsseltechnologien im Werkzeug- und Formenbau. Sie sind bei der Herstellung von Form- und Stanzwerkzeugen zur Serienproduktion von Kunststoff-, Metall- und Glasteilen sowie zur Bearbeitung komplexer Präzisionskomponenten unerlässlich. Als global tätiges Unternehmen ist Agie Charmilles mit eigener Organisation weltweit an 60 Standorten präsent. Die 3100 Mitarbeitenden erwirtschafteten 2003 einen Umsatz von 878 Mio. CHF.

Für weitere Auskünfte besuchen Sie bitte die Website von Georg Fischer.

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