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04.01.2018

Das Wasserwerk Starzhausen setzt bei der Pumpentechnik auf die Kompetenz des WILO EMU Anlagenbaus

WILO SE / WILO EMU Anlagenbau GmbH

der Zweckverband Ilmtalgruppe hat das Wasserwerk Starzhausen modernisiert und präsentierte das Ergebnis stolz auf dem Nachbarschaftstag im Dezember.

40 Jahre hatten die Anlagenteile zum Teil schon auf dem Buckel, als im August 2015 die Arbeiten begannen. Der Zweckverband investierte 2,9 Millionen Euro in die Sanierung, damit die Versorgung von rund 14800 Einwohnern mit sauberen und hochwertigen Trinkwasser gewährleistet bleibt. Die Schlüsselübergabe und Segnung der Betriebserweiterung der Wasserversorgung Ilmtalgruppe fand am 2. Juli 2017 statt.

Um dieses Projekt auch in der Wasserweksnachbarschaft publik zu machen, fand am 07. Dezember 2017 in Wolnzach der 31. Nachbarschaftstag der WWN Neuburg- Schrobenhausen/Pfaffenhofen statt. Nach der Begrüßung von Günther Böhm, Vorsitzender des Zweckverbands der Wasserversorgung Ilmtalgruppe, hieß auch Frau Yvonne Einsle, Leiterin der Wasserwerksnachbarschaft und Mitarbeiterin des Wasserwirtschaftsamtes Ingolstadt, die 55 Teilnehmer herzlich willkommen. Auf der Agenda standen Vorträge von Herrn Gerhard Maushammer vom Gesundheitsamt Pfaffenhofen, der von den aktuellsten Themen berichtete, von Herrn Hans-Ulrich Dirscherl, AquaForum GmbH und verantwortliches Ingenieur Büro für die neue Wasseraufbereitung und von Herrn Mario Hübner der WILO SE, der über Energieeffizienz in der Wasserwirtschaft mit Ausblick 4.0 sprach.

Nach dem theoretischen Teil lud Herrn Stefan Michl, Zweckverband Wasserversorgung Ilmtalgruppe, zu einem Rundgang in der Wasseraufbereitungsanlage Starzhausen ein. Neben ihm standen auch Herr Günther Bitzenbauer und Herr Rainer Bey der WILO EMU Anlagenbau GmbH für Fragen zur Verfügung.

Bis auf die Elektroarbeiten hat die WILO EMU Anlagenbau die komplette Wasseraufbereitungsanlage ausgearbeitet und installiert. Alle Pumpen, Rohrleitungen, Armaturen, Frequenzumformer und die ganze Wasseraufbereitung wurden an den Zweckverband zur Ilmtalgruppe geliefert und schlüsselfertig eingebaut.

Die Anlage besteht aus zwei Filterstraßen und einer Hauptförderung.

2 Filterstraßen bestehend aus:

  • 2 Oxidator (ø = 1500 mm, Hzyl = 2,600 mm) 6,0 bar
  • 4 Filterbehälter (ø = 2300 mm, Hzyl = 3.000 mm) 6,0 bar,
  • 2 Wasserkammern 1 und 2 (Vnutz = 50 + 50 = 100 m3
  • 2 Oxidationsluftaufbereitungsanlagen (ölfrei) (Q = 10-47 m3/h , max. 1,2 bar(ü), 3,0 kW), Volumenstromgeregelt
  • 1 Spülluftgebläse (Q = max. 374 m3/h, 600 mbar(ü), 11 kW) bauseits frequenzgeregelt
  • 1 Spülwasserpumpe , Fabrikat: WILO, Typ: NL 65/125 -5,5-2-24 (Q = 104 m3/h , H = 9 m, P = kW) bauseits frequenzgeregelt
Hauptförderung bestehend aus:
  • 1 Druckstoßausgleichsbehälter (ø = 1300 mm, Hzyl = 1.700 mm, 10 bar)
  • 1 Druckluftkompressor für Druckstoßausgleichsbehälter, (ölfrei) (Q = 4,2 m3/h, 10 bar(ü), 1,1 kW)
  • 2 Hauptförderpumpen, Fabrikat: WILO, Typ: Helix V 5204/2-4/16/E/KS/50-2 (Q = je max. 15,0 l/s, H = 60 m, P = 15,0 kW) bauseits frequenzgeregelt
  • 2 Hauptförderpumpen, Fabrikat: WILO, Typ: Helix V 9503/1-3/25/E/3-400-50-2 (Q = je max. 30,0 l/s, H = 60 m, P = 30,0 kW) bauseits frequenzgeregelt
Verfahrenskurzbeschreibung für die Aufbereitung
Der automatische Aufbereitungsbetrieb wird durch den Wasserstand im Saugbehälter ausgelöst. Die Aufbereitungsanlage besteht aus zwei Straßen mit jeweils 1 Oxidator und 2 Einschichtfiltern mit einem Auslegungsvolumenstrom von 35 l/s (= 126 m³/h) pro Straße und einem Gesamtvolumenstrom von 252 m³/h. Dem Rohwasser wird zur Belüftung und Eisen-Oxidation Druckluft im Oxidator zugeführt.

Das Wasser wird in dem von unten nach oben durchströmten Füllkörper-Oxidator intensiv unter Druck mit Luftsauerstoff vermischt. Die benötigte Luft wird von insgesamt zwei ölfreien Oxidationsluftaufbereitungen erzeugt. Jede Oxidationsluftaufbereitung ist einer Filterstraße zugeordnet. Die beiden Oxidationsluftaufbereitungen verfügen über eine eigene Steuerung, zur Regelung des Luftvolumenstroms bezogen auf die Durchsatzleistung der jeweiligen Filterstraße. Der Luftvolumenstrom wird dann in Abhängigkeit der Durchsatzmenge geregelt.

Anschließend wird das belüftete Rohwasser in den Einschichtfiltern filtriert. Dabei werden vor allem die ungelösten Wasserinhaltsstoffe wie Eisen- und Mangan sowie Sand und Trübstoffe zurückgehalten. Die gleichmäßige Verteilung des Wasservolumenstromes auf die beiden Filterstraßen und hier auf die beiden Filter jeder Straße im Parallelbetrieb erfolgt jeweils im Ablauf über eine Absperrklappe mit pneumatischen Stellungsregler in Verbindung mit einer magnetisch induktiven Durchflussmessung (Filtergleichlaufregelung).Das Reinwasser aus den beiden Filtern wird in einer zentralen Leitung zusammengefasst und den beiden Reinwasserkammern zugeführt.

Fazit: Unser Trinkwasser in Deutschland, Bayern und in diesem Beispiel in der Ilmtalgruppe hat eine exzellente Qualität. Voraussetzungen dafür sind in erster Linie unbelastete Ressourcen, die keine aufwändige Aufbereitung erfordern. Die hohe Güte dieses Naturprodukts wird garantiert durch strenge Anforderungen in der Trinkwasserverordnung und dem Bestreben der Wasserversorgungsunternehmen, gemäß dem Minimierungsgebot, die Grenzwerte für Schadstoffe soweit wie möglich nachhaltig zu unterschreiten. Dies gewährleisten die Unternehmen dadurch, dass Planung, Bau und Betrieb sowie die Wartung ihrer Gewinnungsanlagen und des Leitungsnetzes nach höchsten technischen und hygienischen Standards fachgerecht gemäß DVGW-Regelwerk durchgeführt werden. So kommt bei uns im wörtlichen Sinne – Trinkwasser aus der Leitung, das überwiegend naturbelassen ist.

Vorausdenken und Vorsorge zahlen sich aus. Die enge Zusammenarbeit von Wasserwirtschaft und Behörden beim vorausschauenden Grundwasserschutz und das detaillierte Erstellen neuer Anlagen, wie es hier in der Ilmtalgruppe durchgeführt wurde, verbunden mit einem guten Wartungs-, Prüf- und Überwachungssystem in der Wasserversorgung garantieren auch in Zukunft die hohe Trinkwasserqualität.

Bild: WILO SE / WILO EMU Anlagenbau GmbH

Quelle: WILO EMU

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