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16.11.2017

Xylem wünscht zum Welttoilettentag ein Umdenken in der Bevölkerung

Feucht- und Fasertücher machen Pumpen Probleme. (Foto: Xylem

Am 19. November ist Welttoilettentag, der weltweit auf fehlende Sanitär- und Hygieneeinrichtungen aufmerksam machen möchte. Laut Vereinte Nationen leben 2,5 Milliarden Menschen weltweit ohne ausreichend sanitäre Einrichtungen. In Deutschland gibt es zwar genügend Toiletten, aber deren falsche Nutzung wird immer mehr zum Problem für die Abwasserentsorgung über Pumpstationen und Kanalisation.

Das Abwasser hat sich in dem vergangenen Jahrzehnt verändert: Zu viele Feststoffe wie Hausmüll, Hygieneartikel und feuchtes Toilettenpapier, aber auch Speisereste und Lebensmittel finden sich vermehrt im den Rechen der Kläranlagen oder verstopfen bereits vorher Pumpstationen, Rohrleitungen und Kanäle.

„Ein Grund also auch den Welttoilettentag für die Aufklärung zu nutzen“, meint Ralf Kemmesies, Leiter Anwendungs- und Verfahrenstechnik bei Xylem in Deutschland. „In den Industrienationen haben wir mit den Herausforderungen der modernen Abwässer zu kämpfen: Speisereste, Fette, Öle, Hausmüll und vor allem feuchtes Toilettenpapier werden aus Unwissenheit oder gar Gleichgültigkeit in der Toilette entsorgt. Diese Masse an Fest- und Schmierstoffen, die dadurch in die Kanalisation gelangen, sind für Stadtentwässerung und Kläranlagen kaum zu bewältigen.“ Dazu kommen zunehmende klimatische Veränderungen wie Starkregenereignisse, die die Abwassersysteme in den Städten belasten sowie Trockenperioden und der allgemein reduzierte Wasserverbrauch, der zu mehr Ablagerungen in den Kanälen oder gar Verstopfungen führen kann.

Das international tätige Unternehmen Xylem bietet insbesondere für die reibungslose Abwasserförderung intelligente Lösungen und Technologien. Die jüngste Entwicklung aus dem Hause Xylem ist das weltweit erste Abwasser-Pumpsystem mit eingebauter Intelligenz: der Flygt Concertor. Der Concertor fördert nicht nur Abwasser, sondern analysiert automatisch die Umgebung sowie Beschaffenheit des Abwassers. Je nach Bedarf passt das Pumpsystem sein Betriebsverhalten an und antizipiert bereits vorab Verstopfungen, die durch regelmäßige Reinigungszyklen und eine besondere Rücklauffunktion des Laufrads in der Pumpe verhindert werden. Durch Überwachungsmöglichkeiten mit spezieller Software sowie anwendungsbezogenen Produkten sorgt Xylem zusätzlich für die dauerhafte Sicherheit und Steuerung der Pumpstationen. Notfalleinsätze der Stadtentwässerung werden damit deutlich reduziert.

„Wir haben die geeigneten Systeme für störungsfreies Pumpen, trotzdem ist uns als Wasser- und Abwassertechnologie-Unternehmen eine Aufklärung der Gesellschaft im richtigen Umgang mit Toiletten wichtig“, so Ralf Kemmesies. Xylem ist nicht nur durch innovative Marken wie Flygt, Lowara, Godwin, Wedeco oder Jabsco in der Wasser- und Abwasserbranche bekannt, sondern auch durch die eigene Stiftung Watermark. Watermark engagiert sich für Projekte rund um Wasser in der ganzen Welt. So sichern eigens gebaute Wassertürme in Ländern wie Kambodscha oder den Philippinen Tausenden von Menschen den Zugang zu sauberem Wasser. In Deutschland unterstützen Xylem-Mitarbeiter mit Freiwilligenarbeit Umweltorganisationen bei der Renaturierung von Wasserläufen und Flüssen oder sammeln Spendengelder zur Unterstützung der Watermark-Aktivitäten. Das Thema Bildung und Information rund um den Wasserkreislauf stehen bei Xylem Watermark ganz oben. Xylem Deutschland organisiert beispielsweise für Grundschulklassen Kläranlagenbesichtigungen, um bereits die Kleinen dafür zu sensibilisieren, was in die Toilette gehört und was nicht.

Bild: Feucht- und Fasertücher machen Pumpen Probleme. (Foto: Xylem

Quelle: Xylem Water Solutions

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