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07.06.2017

Karusselldrehmaschine Dörries Contumat: Einsatz in der KSB-Pumpenproduktion

In einer Aufspannung: Zufrieden sind Produktionstechniker Fritz Suttner und Maschinenbediener Matthias Bauer besonders mit der Komplettbearbeitung der vielen typischen Pumpenbauteile (Gehäuse). (Foto: Starrag/Ralf Baumgarten)

Von sehr knappen Lieferzeiten geprägt ist der Alltag des KSB-Werks in Pegnitz: Ihn erleichtert eine hochproduktive Karusselldrehmaschine der Schweizer Gruppe Starrag, die in einer Aufspannung bis zu 3 t schwere Pumpengehäuse aus schwer zerspanbaren Werkstoffen sehr schnell, hoch präzise und produktiv herstellt.

Die Aufgabenstellung nennt Fritz Suttner, Mitarbeiter der Produktionstechnik bei der KSB Aktiengesellschaft in Pegnitz (bei Nürnberg): „Wir legen Wert auf straffe Produktionsstrukturen, dank denen wir die Bearbeitung sehr schnell mit sehr geringen Liegezeiten durchführen können.“ Es handelt sich um bis zu 3 t schwere, große Pumpengehäuse z. B. für Kraftwerke und die chemische Industrie, die in Losgröße 1 bis 2 maßgeschneidert u. a. aus korrosions- und säurebeständigem Edelstahl und warmfesten Spezialeisenlegierungen entstehen. Pegnitz spielt hier innerhalb des KSB-Konzerns eine Sonderrolle, denn das Werk besitzt eine eigene Gießerei zur Herstellung von Speziallegierungen. So sind maßgeschneiderte Werkstoffe z. B. nötig bei Einsätzen von Pumpen in der Rauchgasentschwefelung, bei denen den Werkstoffen vor allem Korrosion, aggressive Medien und Abrasion zu schaffen machen.

Die Oberfranken hatten bisher erst die Vorder- und dann die Rückseite in zwei Aufspannungen gedreht, im Anschluss folgte die Bohrbearbeitung auf einer weiteren Maschine. Suttner: „Das führte natürlich zu langen Durchlaufzeiten mit vielen Unterbrechungen und Liegezeiten.“ Nun läuft alles in Komplettbearbeitung auf einer kompakten Einständer-Vertikal-Drehmaschine Dörries Contumat VCE 2800/220 MC (Umlaufdurchmesser: 2800 mm) der Starrag ab, die in einer Aufspannung dreht, bohrt und fräst.

Wichtig war KSB auch der Einstieg in die Programmierung an der Maschine. Bisher schreibt ein Programmierbüro in Exapt pro Jahr rund 4.000 Programme, die nach der Umwandlung per Post-Processing über DNC direkt in die Maschinen eingespeist werden. Bearbeitet werden auch Gussrohteile mit sehr stark unterschiedlichen Aufmaßkonturen. KSB lässt die NC-Programme wegen den unterschiedlichsten Gussrohkonturen direkt vor Ort erstellen. Das nötige Wissen erhielten die Maschinenbediener bei einem individuellen Erweiterungskurs für Programmierung „P2“ bei der Starrag am Standort Mönchengladbach.

Nicht nur deswegen bezeichnet der Produktionsexperte die Dörries Contumat als ein multifunktionelles Maschinenkonzept, mit dem sich dank der steifen Gussbauweise und den hydrostatischen Führungen auch besonders schwer zerspanbare, große Bauteile schwingungsarm bearbeiten lassen. Alles in allem entspricht die Maschine auch dem Starrag Claim „Engineering precisely what you value“. Der Kunde KSB hat also genau das bekommen, was er braucht und was ihm wichtig ist. „Wir haben in der Investitionsplanung eine deutliche Steigerung der Produktivität festgelegt“, sagt der Produktionstechniker. „Es zeichnet sich ab, dass diese Vorgabe erfüllt wird.“ Dabei hat die neue Karusselldrehmaschine auch gleich eine weitere Anforderung des Lastenheftes erfüllt: Sie kommt mit einem kleineren Footprint aus, weil sie zwei bis drei konventionelle Maschinen ersetzt.


Unternehmensprofil Starrag
Starrag ist ein technologisch weltweit führender Hersteller von Präzisions-Werkzeugmaschinen zum Fräsen, Drehen, Bohren und Schleifen von Werkstücken aus Metall, Verbundwerkstoffen und Keramik. Zu den Kunden zählen vor allem international tätige Unternehmen in den Abnehmerindustrien Aerospace, Energy, Transportation und Industrial. Das Portfolio an Werkzeugmaschinen wird ergänzt um Technologie- und Servicedienstleistungen und ermöglicht den Kunden substantielle Produktivitätsfortschritte.

Die Produkte werden unter der Marke Starrag vertrieben. Die Firmengruppe mit Hauptsitz in Rorschach/Schweiz betreibt Produktionsstandorte in der Schweiz, Deutschland, Frankreich, Grossbritannien und Indien sowie Vertriebs- und Servicegesellschaften in zahlreichen weiteren Ländern.

Die Starrag Group Holding AG ist an der SIX Swiss Exchange kotiert.

Bild: In einer Aufspannung: Zufrieden sind Produktionstechniker Fritz Suttner und Maschinenbediener Matthias Bauer besonders mit der Komplettbearbeitung der vielen typischen Pumpenbauteile (Gehäuse). (Foto: Starrag/Ralf Baumgarten)

Quelle: Starrag

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