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05.12.2016

Deprag Schulz: Mehr Leistung bei gleicher Baugröße

Leicht und klein soll der Motor sein, aber mit hohem Drehmoment! Bei den Power Line Druckluftmotoren ist der Name Programm. Die kraftvollen Luftmotoren trumpfen mit einem unerreicht niedrigen Leistungsgewicht auf. Dabei erreichen sie sofort nach dem Start das gewünschte hohe Drehmoment.

Ein Motor, der nicht nur in punkto Wirtschaftlichkeit glänzt: Neben attraktiven Preisen und schnellen Lieferzeiten ist der Power Line Motor bei gleicher Baugröße nun leistungsstärker erhältlich. Die Fuß- und Flanschmotoren mit robustem Graugussgehäuse gibt es in einem Leistungsbereich von 1,6 bis 18 kW.

Das Produktspektrum umfasst bereits eine Vielzahl von Standardmotoren. Jetzt wird das Power Line Programm erweitert und durch ATEX-zertifizierte Motoren ergänzt: die Baugrößen von 1,6 bis 6 kW sind gemäß Richtlinie 2014/34/EU vom 26. Februar 2014 für die Verwendung nach EX II 2 GD c IIC T3 (200°C) zugelassen.

Geräte der Kategorie 2 sind gemäß 2014/34/EU zur Verwendung in Bereichen bestimmt, in denen damit zu rechnen ist, dass eine explosionsfähige Atmosphäre aus Gasen, Dämpfen, Nebeln oder Staub/Luft-Gemischen gelegentlich auftritt. Die apparativen Explosionsschutzmaßnahmen dieser Kategorie gewährleisten selbst bei häufigen Gerätestörungen oder Fehlerzuständen das erforderliche Maß an Sicherheit.

Dabei sind Druckluftmotoren schon auf Grund ihrer Konstruktion ideal für diesen Einsatz. Das Funktionsprinzip eines Druckluftlamellenmotors ist einfach: Die durch den Kompressor erzeugte Druckluft versetzt den Motor in Rotation. Der in einem exzentrischen Zylinder umlaufende Rotor wird in Bewegung gesetzt. In seinen Schlitzen stecken Lamellen, die durch die Zentrifugalkraft nach außen gegen die Zylinderwand gedrückt werden. Es bilden sich Arbeitskammern für die sich ausdehnende Druckluft. Über diese Expansion der komprimierten Luft wandelt sich die Druckenergie in kinetische Energie – die Drehbewegung entsteht. Die expandierte Luft kühlt ab, es wird richtiggehend kalt um den Motor. Das Risiko, dass sich Gase bei zu hoher Temperatur entzünden, wird durch die Verwendung eines Druckluftmotors erheblich reduziert.

Alle neuen ATEX konformen Motoren erkennt man bereits am Typschlüssel: Die Konformität des 68X-001F09/IEC71 wird durch das X in der Typbezeichnung verdeutlicht.

Neben der ATEX-Zertifizierung haben die DEPRAG Ingenieure den bisherigen POWER LINE Motor weiter optimiert, das heißt: bei gleichen Abmessungen sind die Motoren nun effizienter! Die bisherige Leistung sämtlicher Motoren erhöht sich von 2,6 kW auf 3,2 kW bzw. von 3,6 kW auf 5,0 kW und 6,0 kW.

Durch die hohen Drehzahlen von Lamellenmotoren werden häufig Getriebe zur Drehzahlanpassung benötigt. Die aufwändige Konstruktionsarbeit und Schnittstellenanpassung zwischen Getriebe und Motor bleibt dem Anlagenbauer bei der Deprag erspart. Die Antriebe werden mit einer standardisierten IEC-Flanschanbindung ausgestattet, wie sie auch für Elektromotoren und handelsübliche Getriebe verwendet werden. Durch den IEC-Flansch lassen sich nun unterschiedliche ATEX-konforme Standardgetriebe anbinden. Das können sowohl Planetengetriebe, Stirnradgetriebe, Schneckengetriebe, Kegelradgetriebe oder andere Getriebearten sein.

Alle Antriebe aus dem Katalog sind zudem umsteuerbar, d. h. die Motoren arbeiten in beiden Drehrichtungen. Dabei lassen sich die Luftmotoren mit einem externen Wegeventil ansteuern. Alternativ finden sich im Programm auch Druckluftmotoren, die mit einem Handhebel manuell gesteuert werden können.

Power Line Lamellenmotoren mit einer Leistung von 1,6 bis 5 kW sind auch mit einer integrierten Bremseinrichtung erhältlich. Die Haltebremse wird über eine separate Steuerleitung angesteuert. Fällt der Druck in der Bremsleitung ab, wir die Haltebremse automatisch aktiviert. Ist der Betriebsdruck in am Steuerluftanschluss für die Motorbremse größer als 5 bar, kann sich die Motorspindel frei drehen.

Wichtig ist den Ingenieuren der Deprag, dass die Motoren energieeffizient eingesetzt werden. Druckluftmotoren charakterisieren sich dadurch, dass sich die Drehzahl bei Lastveränderung automatisch anpasst. Bei völliger Entlastung arbeitet der Druckluftmotor im Leerlauf. Wenn eine geringe Last entgegensteht, also ein geringes Drehmoment an der Motorspindel ansteht, liegt seine Arbeitsdrehzahl nahe der Leerlaufdrehzahl. Die Arbeitsdrehzahl verringert sich, sobald das Drehmoment ansteigt. Bei 50 Prozent der Leerlaufdrehzahl erreicht der Druckluftmotor seine maximale Leistung. "Dies ist auch der optimale Arbeitsbereich des Druckluftmotors. Im Bereich von 40-50% der Leerlaufdrehzahl arbeitet der Druckluftmotor besonders energieeffizient. Ein Kriterium auf das wir bei der Motorenauslegung besonderes achten", erläutert Deprag Produktmanagerin für Druckluftmotoren Dagmar Dübbelde.

Zudem ist es wichtig, den Druckluftmotor bereits bei der Planung richtig zu dimensionieren. Für alle Deprag Druckluftmotoren stehen theoretische Kennlinien zur Verfügung. Bei der Auslegung des richtigen Druckluftmotors für den individuellen Anwendungsfall stehen die DEPRAG Fachberater dem Kunden unterstützend zur Seite.

Produktmanagerin Dagmar Dübbelde freut sich über die Neupositionierung der Produktgruppe: „Die Deprag Schulz befindet sich in einem fortlaufenden Innovationsprozess zur Weiterentwicklung und Anpassung des Produktspektrums an die Bedürfnisse und Anwendungen unserer Kunden. Dieses Ziel haben wir mit der Weiterentwicklung erreicht.“

Die Deprag Schulz mit Firmensitz in Amberg ist mit ca. 600 Mitarbeitern in über 50 Ländern weltweit vertreten. Deprag zählt zu den marktführenden Herstellern von Druckluftmotoren. Das inhabergeführte Familienunternehmen bietet mit seinem Standardprogramm eine Vielzahl von Varianten, aus denen nach dem Baukastenprinzip individuelle Antriebslösungen für die nachgefragte Anwendung zu einem attraktiven Preis-Leistungsverhältnis entwickelt und gefertigt werden können.


Quelle: DEPRAG Schulz

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