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09.11.2016

Pamas: Mikroskop für die automatische Membranfilteranalyse

Das neue Bildanalysesystem eignet sich für die Partikelanalyse von dunklen und stark verschmutzten Flüssigkeiten. (Foto: PAMAS Partikelmess- und Analysesysteme GmbH)<br>

Pamas stellt ein Bildanalysesystem vor, das sich für Flüssigkeiten wie Emulsionen und dunkle Flüssigkeiten eignet, die bei der Analyse mit automatischen Partikelzählern Probleme bereiten. Das Mikroskop Pamas FastPatch 2 Go analysiert die gesamte Filtrationsfläche eines Membranfilters gemäß ISO 4407.

Mittels optischer Partikelzählung kann festgestellt werden, ob eine Flüssigkeit verschmutzt ist und wie viele Partikel welcher Größe in der Flüssigkeit enthalten sind. Einige Flüssigkeiten können jedoch nicht mit einem optischen Partikelzähler analysiert werden. Hierzu zählen Zwei-Phasen-Flüssigkeiten, stark verschmutzte Flüssigkeiten oder Emulsionen, in denen die nicht mischbaren Flüssigkeitströpfchen sich nicht von Feststoffpartikeln, dem eigentlichen Interesse der Partikelzählung, unterscheiden lassen. Um auch Anwender solcher Probenflüssigkeiten bei der Partikelanalyse unterstützen zu können, bietet das Unternehmen ein automatisches Bildanalysesystem an.

Das Mikroskop Pamas FastPatch 2 Go analysiert Partikel auf Filteroberflächen und liefert Angaben zur Länge und zur Breite jedes einzelnen Partikels. Der Anwender kann Bilder von jedem relevanten Partikel und von der gesamten Fläche des Membranfilters aufzeichnen und diese zusammen mit den Größenangaben jedes angezeigten Partikels dem Analysebericht hinzufügen. Der Analysebericht enthält auch eine Übersicht über die gesamte analysierte Filtrationsfläche. Auf der Übersicht sind die ausgewählten Partikel dargestellt und ihr jeweiliger Standort auf dem Membranfilter. Die Messergebnisse werden in Konformität zu den Reinheitsklassenstandards SAE AS 4059 F, NAS 1638, ISO 4406 und ISO 16232 ausgegeben. Kundenspezifische Standards können ebenfalls erfüllt werden.

Wie Anwender bestätigen, zeichnet sich das Mikroskop im Vergleich zu herkömmlichen Mikroskopen vor allem durch folgende Vorzüge aus: Erstens sind Probenmessungen wiederholbar und unabhängig von der Ausrichtung des Membranfilters sind die Ergebnisse stets dieselben. Bei herkömmlichen Mikroskopen kann der Membranfilter nur in einer Ausrichtung eingelegt werden. Für die Messung wird der Membranfilter in einem Diarahmen fixiert und isoliert. Durch die Rahmung liegt der Filter plan auf der Ebene auf und muss nur ein einziges Mal fokussiert werden. Eine Korrektur der Fokussierung erübrigt sich dadurch. Zudem ist der eingerahmte Filter vor nachträglicher Verunreinigung geschützt und kann zu jeder Zeit erneut und mehrmals hintereinander analysiert werden.

Außerdem zeichnet sich das neue Mikroskop durch seine Messgeschwindigkeit aus. Die Analyse eines Membranfilters mit einem Durchmesser von 25 Millimetern dauert weniger als 5 Minuten. Schließlich können mithilfe des integrierten schwenkbaren Polarisationsfilters weitere Partikeleigenschaften analysiert werden. Reflektierende Partikel werden als metallisch kategorisiert und als solche in der Tabelle der Messergebnisse hervorgehoben. Auf diese Weise können metallische von nicht-metallischen Partikeln differenziert werden. Diese Produkteigenschaft erwies sich für einige Kunden als außerordentlich wertvoll. Durch die Polarisation konnte ein bevorstehender Ausfall von internen Komponenten frühzeitig festgestellt werden. Ohne den Polarisationsfilter wäre der Schaden nicht rechtzeitig entdeckt worden.

Der integrierte Polarisationsfilter macht es zudem möglich, transparente Probenbestandteile wie beispielsweise gallertartige Partikel zu detektieren. Die Detektion solcher Partikel wird durch ihren Brechindex erschwert, der dem der umgebenden Luft ähnelt. Der Polarisationsfilter absorbiert bestimmte Anteile des Lichts und kann somit transparente Partikel sichtbar machen.

Im Lieferumfang des Mikroskops ist ein Laptop mit vorinstallierter Auswertesoftware für die Bildanalyse enthalten. Das Softwareprogramm ist für die Membrananalyse konzipiert und misst eine Reihe von Parametern, wie beispielsweise die Länge und Breite eines Partikels sowie die Partikelumgebung. Der Analysebericht kann vollständig an die Anforderungen des Kunden angepasst werden. Auch das Logo und der Markenname können ausgetauscht werden. Auf der Internetseite des Unternehmens steht ein kurzes Video in englischer Sprache zur Verfügung, das in die Bedienung der Auswertesoftware einführt.

Pamas stellt das Mikroskop auf der Hannover Messe im nächsten Jahr vor, welche vom 24. bis 28. April 2017 in Hannover stattfindet.

Bild: Das neue Bildanalysesystem eignet sich für die Partikelanalyse von dunklen und stark verschmutzten Flüssigkeiten. (Foto: PAMAS Partikelmess- und Analysesysteme GmbH)

Quelle: Pamas

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