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26.09.2016

Züricher Klärwerk erfüllt mit Hilfe der Xylem-Ozontechnik die neuesten Bestimmungen zum Gewässerschutz

Xylem Wedeco SMO Abbildungsbeispiel (Foto: Xylem)

Xylem, ein Wassertechnologieunternehmen, liefert im Rahmen eines Modernisierungsprojekts, das 50 Millionen Schweizer Franken (51,17 Mio. USD) umfasst, insgesamt acht Ozonanlagen des Typs Wedeco SMOevo an das Klärwerk Werdhölzli.

Nach der Inbetriebnahme kann die Anlage 153 Kilogramm Ozon pro Stunde (kgO3/h) produzieren und so pro Sekunde (l/s) 6.500 Liter Abwasser aufbereiten. Sie wird damit zur weltweit größten Ozonanlage für die Elimination von Mikroverunreinigungen.

Xylem widmet sich nach eigener Aussage der Lösung der weltweit größten Wasserprobleme. Das Unternehmen hat vom Klärwerk Werdhölzli in Zürich, der größten Abwasseraufbereitungsanlage in der Schweiz, die das Abwasser von 434.000 Menschen reinigt, den Zuschlag zur Bereitstellung hochmoderner Aufbereitungstechnologie erhalten. Mithilfe der Ozontechnik von Xylem kann die Anlage die neuen Schweizer Bestimmungen für den Gewässerschutz, insbesondere was die Elimination von Mikroverunreinigungen angeht, erfüllen.

Mikroverunreinigungen werden von Alltagsprodukten wie Industriechemikalien, Medikamenten und Körperpflegeprodukten sowie Pestiziden und Hormonen freigesetzt und lassen sich mit konventioneller Abwasseraufbereitungstechnologie nicht beseitigen. Die daraus wachsende Sorge veranlasst zahlreiche Länder, strengere Auflagen für die Wasseraufbereitung in Erwägung zu ziehen. Die Europäische Union (EU) hat eine Liste mit Stoffen veröffentlicht, die eine Bedrohung für das Grund- und Oberflächenwasser darstellen. Um die Umweltstandards der EU einzuhalten, müssen die Mitgliedsstaaten das Vorkommen dieser gelisteten Stoffe regelmäßig kontrollieren*.

In der Schweiz sollen innerhalb der nächsten 20 Jahre die wichtigsten Abwasseraufbereitungsanlagen modernisiert werden. Ziel ist es, die Schadstoffen, die derzeit im aufbereiteten Wasser verbleiben und so in die Seen und Flüsse der Umgebung gelangen, gemäß der Schweizer Auflagen zu entfernen. Im Zuge dessen ist am 1. Januar 2016 ein neues Gesetz in Kraft getreten, wonach Wasseraufbereitungsanlagen einen zusätzlichen Aufbereitungsprozess insbesondere für die Eliminierung von Mikroverunreinigungen implementieren müssen.

Peter Wiederkehr, Chief Operating Officer (COO), Entsorgung + Recycling Zürich, erläutert: „Abwasseraufbereitungsanlagen für 5.000 Menschen oder mehr müssen jetzt mit einem neuen Aufbereitungsschritt ausgestattet werden der sicherstellt, dass bis zu 80 Prozent der definierten Mikroverunreinigungen beseitigt werden. Umfangreiche Untersuchungen haben bestätigt, dass Ozon bei diesem Schritt zu bevorzugen ist**. Mit den Wedeco SMOevo-Ozonanlagen von Xylem werden wir die neuen Vorschriften zur Wasseraufbereitung dank einer zuverlässigen, umweltfreundlichen und kosteneffizienten Lösung erfüllen können.“

Florian Milz, Key Account Manager bei Xylem in Deutschland, fügt hinzu: „Die Elimination von Mikroverunreinigungen aus dem Abwasser ist eine Herausforderung, der sich immer mehr Anlagen stellen müssen. Während diese bei konventionellen Aufbereitungsverfahren nicht vollständig beseitigt werden, erweist sich die Oxidation mit Ozon als eine der effizientesten Methoden, um diese Schadstoffe zu reduzieren. Verunreinigungen, Farbstoffe, Gerüche und Mikroorganismen werden unmittelbar durch den Oxidationsprozess zerstört, und zwar ohne die Entstehung gefährlicher, chlorierter Nebenprodukte oder signifikanter Rückstände. Wir freuen uns, dieses ambitionierte Projekt zusammen mit der Carl Heusser AG, dem offiziellen Vertriebspartner von Xylem in der Schweiz, und unseren Wedeco SMOevo-Ozonanlagen zu unterstützen, die für maximale Flexibilität und zuverlässigen Betrieb bei unterschiedliche Kapazitäten stehen.“

Die Modernisierungsarbeiten am Klärwerk Werdhölzli haben 2016 begonnen. Die Inbetriebnahme ist bis 2018 geplant.

Bild: Xylem Wedeco SMO Abbildungsbeispiel (Foto: Xylem)

Quelle: Xylem

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