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15.09.2016

Erste „High Flow“ installiert

Pumpenanlage nach der Umrüstung: Die modernen Caprari-Pumpen arbeiten auch mit älteren Motoren (Foto: Caprari)

Caprari hat die ersten Wasserpumpen seiner neuen High Flow-Serie in Deutschland installiert. Der Kunde Oxxynova entschied sich pragmatisch - und kombinierte sie mit 45 Jahre alten Elektromotoren.

Die drei vorhandenen Vertikalpumpen im Kühlwasserkreislauf des deutschen Herstellers von Grundstoffchemie sollten aufgrund von Alter und zur Leistungssteigerung auf den aktuellen Stand der Technik gebracht werden.

Nach Marktsondierung entschied sich der 130 Mitarbeiter zählende Betrieb in Steyerberg bei Hannover für die italienische Pumpenmarke Caprari mit deutschem Sitz in Fürth. Deren Angebot sei in der Gesamtbetrachtung nicht nur das wirtschaftlichste gewesen, teilte Anwendungsberater Klaus Gatzka von Caprari mit. Zudem, ein komplett neuer Aufbau mit trocken aufgestellten Pumpen samt den erforderlichen Zusatzmaßnahmen für die Baumaßnahme und die Kontrolle des Saugvorganges in der Wasserzuführung hätte länger gedauert. Viel Vorarbeit sei in die bedarfsgerechte Vorauswahl und Anpassung der Pumpen an den gewünschten Betriebspunkt geflossen.

4500 Kubikmeter pro Stunde

Den Einbau übernahm der Caprari-Partner Frerk Elektromotoren GmbH aus Liebenau bei Hannover. Dort ist man seit über 50 Jahren auf Motoren und Pumpen spezialisiert. Die 250 kW-Hochspannungsmotoren - alt, aber zuverlässig - wurden überholt. Dabei änderte Frerk unter anderem die Motordrehrichtung und das Kühlluftsystem. Etwa drei Tage je Motor dauerten die Arbeiten in der Zentralwerkstatt des Caprari-Partners. Der eigentliche Einbau der Pumpen gestaltete sich vergleichsweise einfach, da kaum Änderungen an der Kundenanlage erforderlich wurden.

Für die Arbeiten inklusive Inbetriebnahme hatte Caprari maximal ein Tag je Pumpe verschlagt. Ein Spezialist aus dem Herstellerwerk begleitete die Arbeiten zu Beginn, doch die nur wenig Platz beanspruchenden und modular aufgebauten Pumpen ließen sich ohne Schwierigkeiten anpassen.

Pro Pumpe ein Tag

Geliefert wurden das Modell FEL 56/1-171/355 aus Capraris „High Flow-Line“, eine vertikale Wellenpumpe mit Überflur-Druckstutzen. Die „High Flow“ zählt zu den modernsten und leistungsstärksten Baureihen des Herstellers. Je nach Modell bewegen die Pumpen bis zu 18.000 m³/h mit Förderhöhen bis 220 Metern. Oxxynova wählte ein kleineres Modell, ausgelegt auf 1500 cbm je Stunde und 45 m maximaler Förderhöhe, das mit 1480 U/min betrieben wird. Die Pumpe ist 3,30 m lang, mit Motor mißt die Kombination 5,90 m.

Der Hersteller hat die Baureihe zum Einsatz in Brunnen und Becken, in Trockenaufstellung oder in unter Druck stehenden Tanks konzipiert. Das Pumpengehäuse ist dabei stets im Fördermedium eingetaucht, der Elektromotor trocken aufgestellt. Motoren mit höchster Energieeffizienz sind einsetzbar und per Frequenzumrichter leicht an verschiedene Betriebspunkte anpassbar.

Im Werk von Oxxynova werden jährlich 240.000 t flüssiges DMT (Dimethylterephthalat) hergestellt. DMT ist ein Kunststoffvorprodukt, Oxxynova der einzige Hersteller in Deutschland. Durch die sukzessive Montage der Pumpen musste die Produktion nicht abgeschaltet werden. Das Projekt war nach vier Monaten wie geplant reibungslos abgeschlossen.

Bild: Pumpenanlage nach der Umrüstung: Die modernen Caprari-Pumpen arbeiten auch mit älteren Motoren (Foto: Caprari)

Quelle: Caprari

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