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08.09.2016

1. Wilo Wassertage in Freiburg

Am 17. November 2016 finden die 1. Wilo Wassertage in Freiburg statt. Mit dieser Veranstaltung möchte Wilo die Seminarreihe, die schon in anderen Regionen, wie Regensburg und Augsburg erfolgreich läuft auch in Baden-Württemberg anbieten.

Wilo hat das Fachsymposium unter das Motto „Veränderungen in der Wasserwirtschaft“ gestellt und konzentriert sich auf die ständig wechselnden Bedingungen in der Wasserversorgung. Es geht darum, dass die gesteigerten Anforderungen an die Qualität des Wassers beachtet werden und gleichzeitig die Kosten in den Versorgungsunternehmen gespart und die Wasserpreise für den Endverbraucher gesenkt werden.

Am 17. November läd Wilo somit Planer und Betreiber nach Freiburg ein, um mit ihnen dieses Thema zu diskutieren, sich Vorträge von Spitzenreferenten aus der Praxis anzuhören und die gesammelten Erfahrungen miteinander auszutauschen. Eröffnet wird die Tagung um 08:30 Uhr vom Vertriebsleiter Water Management Herrn Marcus Neppl. Im Anschluss folgen fünf ca. 60-minütige Vorträge von Referenten aus der Praxis sowie ein Ausblick auf Wasser 4.0.

Beginnen wird Frau Dr.-Ing. Ilka Teermann mit dem Thema „Industrie 4.0 – Was machen wir damit in der Praxis der Wasserversorgung“. Ihre Schwerpunkte liegen in den Hintergründen und Zielen von Industrie 4.0, bei den grundsätzlichen Anwendungsfeldern und den Voraussetzungen für die Installation von Industrie 4.0 – Systemen. Weiterhin wird Sie über Anwendungsfelder in den Anlagen der Wasserversorgung, Grundsätzen der Automatisierung und den Nutzen von Industrie 4.0 in der Wasserwerksautomatisierung sprechen. Auch geht sie auf die Konsequenzen für bestehende Systeme (und Organisationen) sowie den Nutzen über die Produktions-optimierung hinaus ein.

Anschließend wird Herr Eckhart Stetter (dreher+stetter Ingenieurgesellschaft mbH) mit seinem Vortrag „Beispielhafte Modernisierung eines Wasserwerkes entsprechend den Regeln der Technik unter Berücksichtigung der Energieeffizienz?“ die Teilnehmer zu folgenden Inhalten aufklären. [Zitat von Eckhart Stetter:] „Bei einer Vielzahl der bestehenden Wasseraufbereitungsanlagen stehen Sanierungen an, um den Regeln der Technik zu entsprechen und die Vorgaben der Trinkwasserverordnung zu erfüllen. Gleichzeitig steigt der Komfortbedarf, sodass der Wunsch nach weichem Wasser in vielen „härtegeplagten“ Gebieten immer stärker wird. Daher wird bei der Modernisierung der Wasseraufbereitungsanlagen häufig auf die Membrantechnik zurückgegriffen, Zweischichtfiltration wird durch Ultrafiltration ersetzt, für die zentrale Enthärtung kommen Nanofiltrations- bzw. Niederdruckumkehr-osmoseanlagen zum Einsatz. Durch diese gestiegenen Anforderungen steigt auch der Energiebedarf in den Wasserwerken an. Daher ist es sinnvoll und auch wichtig, auf die Energieeffizienz der eingesetzten Aggregate zu achten. In manchen Anlagen ist es auch sinnvoll, über Energierückgewinnungsturbinen oder Fotovoltaikanlagen einen Teil des Eigenenergiebedarfes zu decken. An einem Beispiel wollen aufzeigen, welche Möglichkeiten hier bestehen.“

Dipl.-Ing. Bernd Husemann, Geschäftsführer der AIRVALVE Control GmbH spricht über das Thema „Schutz hydraulischer Systeme vor Luftansammlungen, Unterdruck und Druckstoß“. In seinem Vortrag geht es darum, dass ein effizienter Betrieb von Druckleitungen Vollfüllung voraus setzt. So gilt es, Luftansammlungen durch fachgerechte Planung zu vermeiden, weil diese den Strömungswiderstand erhöhen und zugleich eine Verkeimungsgefahr für Trinkwasserleitungen darstellen. Das produkt-neutrale Referat von AIRVALVE verdeutlicht im Weiteren die Ursache und Wirkung dynamischer Druckänderungen,sowie die Gefahren von Unterdruck und Druckstoß an diversen Praxisbeispielen mit Darstellung der physikalischen Hintergründe.

Nach diesem spannenden Thema geht es um „Die Energieeffiziente Wasserförderung Mit nass- und Trocken aufgestellten Pumpaggregaten“. Dieses Referat hält Herr Mario Hübner von Wilo. Sein Ausblick zum Vortrag: Eine der zukünftigen Herausforderungen der Wasserwirtschaft, global sowie in D-A-CH, wird es sein, Versorgungs- und Entsorgungsprozesse energetisch zu optimieren oder neue energieeffiziente Systeme aufzubauen. Der Einsatz von Frequenzumformern, der Austausch von Pumpen und Motoren (teilweise mit höheren Energieeffizienzklassen, in Anlehnung der IEC 60034-30-1 / (-2) Klasse IE 3 bis IE 5 und der Einsatz ganz neuer und optimal ausgelegter Pumpensysteme mit Sonderbeschichtungssystemen werden daher in Zukunft unumgänglich. Neben der neuen Baureihe, „Wilo-ZETOS K8“, in der Werkstoffausführung 1.4408 und 1.4517 – mit wahlweise angebauten Permanentmagnetmotoren und hohen Aggregatswirkungsgraden, werden im Vortrag von Herrn Hübner auch trocken aufgestellte Pumpen mit Normmotoren vorgestellt. Sie werden sehen, dass Unterwassermotorpumpen mit hohen Wirkungsgraden – eingebaut im Druckmantel für Trockenaufstellung, wieder energieeffizienter und interessanter werden. Im Vortrag werden mehrere praktisch umgesetzte Beispiele aufgezeigt. Über ein Wirtschaftlichkeitsprogramm werden die Möglichkeiten der Einsparung von Kosten und die Amortistationszeit neuer Aggregate für den Kunden sichtbar.

Für den letzten aber sicher nicht minderen Vortrag hat Wilo Herrn Prof. Dr.-Ing. habil. Ulrich Beims vom GIP Dresden eingeladen, der ein Referat über „Brunnenoptimierung am Beispiel von Hochwasserentlastungsbrunnen“ halten wird. „Vertikalfilterbrunnen sind anspruchsvolle hydrotechnische Bauwerke, mit denen langfristig und stabil Grundwasser in der geplanten Menge gefördert werden soll.“, sagt Beims. „Die Erreichung dieses Zieles setzt eine ganzheitliche Betrachtung der Elemente, Planung, Herstellung, Ausrüstung, Bewirtschaftung, Wartung und Regenerierung mit allen seinen Wechselwirkungen voraus. So sind eine korrekte geohydraulische Brunnenberechnung und eine optimale Auswahl der Brunnenausbauelemente Voraussetzung für die Gewährleistung einer stabilen Fördermenge und die Minimierung der Brunnenalterung. Ein besonderer Schwerpunkt liegt in der Praxis bei der Herstellung der Brunnen einschließlich einer effektiven Bauüberwachung, da Defizite beim Bau der Brunnen im Nachhinein häufig schwer aufzuklären sind.“, führt er weiter aus. Sein Beitrag reflektiert die genannten Anforderungen zur Brunnenoptimierung am Beispiel von Hochleistungsbrunnen für die Sicherung von historischen Dresdner Bauwerken wie Frauenkirche, Semperoper, Zwinger, Ständehaus und Coselpalais gegen Grundhochwasser.

Zum Schluss wird Herr Mario Hübner noch ein paar Worte zum Thema „Wasser 4.0“ sagen und eine Webbasierte Überwachung eines Brunnens zeigen.

Sie können sich also auf einen spannenden Tag zum Thema „Veränderungen in der Wasserwirtschaft“ freuen. Wilo hofft auf rege Teilnahme, damit die Veranstaltung auch in der Region Freiburg zum Erfolg wird.

Infos zur Anmeldung und auch den Flyer erhalten Sie auf der Wilo-Website unter News und Infos bei Terminen.

Quelle: Wilo

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