impeller.net The Online Pump Magazine

24.08.2016

Georg Fischer: Deutliche Steigerung des Ergebnisses

GF hat im ersten Halbjahr 2016 sein positives Momentum aufrechterhalten. Der Umsatz erreichte CHF 1 863 Mio., 3 Prozent mehr als in den ersten sechs Monaten 2015. Bereinigt um Währungseffekte und Akquisitionen betrug das Wachstum 2 Prozent. Das Betriebsergebnis (EBIT) wurde um 20 Prozent auf CHF 153 Mio. erhöht.


Die EBIT-Marge (ROS) erreichte 8,2 Prozent gegenüber 7,1 Prozent im Vorjahr, die Rendite auf dem eingesetzten Kapital (ROIC) 18,2 Prozent (1. Halbjahr 2015: 15,2 Prozent). Beide Kennzahlen liegen damit innerhalb der Zielbereiche von 8 Prozent bis 9 Prozent (ROS) bzw. 18 Prozent bis 22 Prozent (ROIC), die im Rahmen der Strategie 2020 festgelegt worden sind. Zur Steigerung dieser Profitabilität trugen alle drei Divisionen bei, insbesondere aber GF Piping Systems.

Das Konzernergebnis stieg gegenüber dem Vorjahr deutlich um 36 Prozent und erreichte CHF 109 Mio. Dies ist, neben der Steigerung des Betriebsergebnisses, auf die beträchtliche Reduktion der Finanzierungskosten zurückzuführen.

Der Freie Cashflow vor Akquisitionen liegt bei CHF 25 Mio. und damit CHF 55 Mio. über jenem des ersten Halbjahres 2015.

Die Zahl der Mitarbeitenden stieg auf 14 549 verglichen mit 14 053 im Juni 2015. Die Zunahme beruht im Wesentlichen auf dem starken Wachstum bei GF Hakan, Türkei, sowie auf den beiden Akquisitionen in Indonesien und in den USA, die seit Mai 2016 konsolidiert werden.

Gesteigerte Profitabilität in allen drei Divisionen

GF Piping Systems profitierte in den meisten Sektoren von einer positiven Dynamik. Die Division erzielte einen um 7 Prozent höheren Umsatz von CHF 750 Mio. Währungs- und akquisitionsbereinigt stieg der Umsatz um 6 Prozent.

Der Bereich industrielle Anwendungen profitierte weltweit von einer lebhaften Nachfrage. Die Bereiche Versorgung und Haustechnik verzeichneten in den meisten geografischen Märkten ein stabiles Wachstum.

Das Betriebsergebnis wuchs markant um 32 Prozent auf CHF 83 Mio., was einer starken Margen-verbesserung von 2 Prozentpunkten auf 11 Prozent entspricht. Die meisten Produktionsstätten, auch jene in der Schweiz, waren gut ausgelastet. Sowohl die 2015 getroffenen Massnahmen als auch die Stabilisierung des Schweizer Frankens haben dazu beigetragen.

Die Division akquirierte im Mai PT Eurapipe Solutions, eine führende Produzentin von Polyethylen-Rohren und Fittings in Indonesien. Die Übernahme bildet die Grundlage zu einer deutlichen Umsatzsteigerung in einem der am schnellsten wachsenden Märkte der Welt.

GF Automotive verbesserte ihr Ergebnis trotz einer unterschiedlich starken Nachfrage. Der Umsatz stieg um 2 Prozent auf CHF 685 Mio. In lokalen Währungen lag der Umsatz auf Vorjahresniveau. Tiefere Rohmaterialpreise wurden an die Kunden weitergegeben, was den Umsatz mit 4 Prozent negativ belastete. Der Lkw-Bereich verzeichnete über das gesamte erste Halbjahr einen starken Umsatz. Der Pkw-Bereich entwickelte sich solide, mit uneinheitlicher Entwicklung der Nachfrage je nach Autohersteller.

Das Betriebsergebnis belief sich auf CHF 54 Mio. (+8 Prozent). Die Auslastung der Leichtmetallwerke war sehr hoch, da die Verwendung von Aluminium weiter zunimmt und auch die Aufträge für Elektrofahrzeug-Komponenten an Fahrt gewinnen. Auf der anderen Seite blieb die Auslastung der Eisengiessereien auf einem Level von rund 80 Prozent.

Der Produktionsstart im neuen Leichtmetall-Druckgusswerk in den USA, dessen Bau begonnen hat, ist für Ende 2017 geplant.

GF Machining Solutions‘ erfolgreiche Ausrichtung auf Sektoren wie Luftfahrt und Elektronik führte zu einem um 4 Prozent höheren Auftragseingang von CHF 449 Mio. – dies in einem insgesamt stagnierenden Gesamtmarkt für Werkzeugmaschinen. Der Umsatz erreichte mit CHF 428 Mio. Vorjahresniveau. In Lokalwährungen und bereinigt um Akquisitionen ging der Umsatz im Vorjahresvergleich um 2 Prozent zurück. Dank weiter erhöhten Margen aufgrund neuer Produkte sowie einem deutlichen Anstieg der Projekte im Bereich Automatisierung stieg das Betriebsergebnis um 14 Prozent auf CHF 24 Mio. Mit der im Mai in den USA getätigten Übernahme von Microlution Inc., einer vielversprechenden Spezialistin für Mikrobearbeitung, erweitert die Division ihr Technologie-Portfolio in den attraktiven Marktsektoren Medizinaltechnik und Luftfahrt.

Umsetzung der Strategie gut auf Kurs

Das Umsatzwachstum von GF im ersten Halbjahr 2016 entspricht der in der Strategie 2020 genannten jährlichen Zielgrösse von 3 Prozent bis 5 Prozent. Dazu beigetragen haben bedeutende Umsatzsteigerungen in den Wachstumsmärkten und in attraktiven Bereichen wie Luftfahrt, Elektromobilität sowie Transport von Chemikalien.

Während des ersten Halbjahres wurden zwei Akquisitionen abgeschlossen. Diese widerspiegeln die Strategie von GF, in Wachstumsmärkten und vielversprechenden Sektoren weiter zu expandieren.

Die konzernweite Initiative zur Beschleunigung der Innovationsgeschwindigkeit ist in vollem Gange. Unterstützt wird sie durch die Kooperation mit IDEO, dem kalifornischen Spezialisten für Industriedesign und Innovationen.

Nachfolge auf Führungsebene läuft plangemäss

Nach 28 Jahren bei GF, hiervon acht sehr erfolgreiche Jahre als Leiter von GF Piping Systems, während denen die Division die grösste von GF geworden ist, hat sich Pietro Lori für einen frühzeitigen Ruhestand entschieden. Wie schon früher mitgeteilt, übernimmt Joost Geginat per August 2016 die Nachfolge. Er hat seine Tätigkeit bereits im Mai aufgenommen.

Auch Roland Abt, Finanzchef des Konzerns, geht in den vorzeitigen Ruhestand. Er wirkte 20 Jahre lang bei GF, hiervon 13 Jahre als CFO des Konzerns. Er trug in dieser Zeit mit seiner Kompetenz wesentlich zur erfolgreichen Entwicklung von GF bei. Seine Position übernimmt ab Januar 2017 Andreas Müller, derzeit CFO bei GF Automotive.

Ausblick

GF Piping Systems profitiert von einer starken Dynamik in den bedeutendsten Märkten. Die Endmärkte von GF Automotive bleiben stabil, und GF Machining Solutions ist nun in Wachstumsmärkten wie Luftfahrt und Elektronik gut positioniert.

Die Märkte bleiben jedoch – je nach Land und Sektor – volatil und uneinheitlich. Das Brexit-Votum in Grossbritannien sorgt zudem für weitere Verunsicherung.

Unter der Annahme, dass die makroökonomischen Unsicherheiten keinen signifikanten Einfluss auf die Nachfrage der Kunden haben werden, erwarten wir im zweiten Halbjahr ein vergleichbares Resultat wie in den ersten sechs Monaten und damit ein Jahresergebnis 2016, das mit den Zielen unserer Strategie 2020 übereinstimmt.

Quelle: Georg Fischer

Weitere Artikel über GEORG FISCHER


News zum Thema ERGEBNISSE


News zum Thema ENGINEERING