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03.05.2016

Praktikerkonferenz Graz feierte 20-jähriges Jubiläum

Foto: Praktikerkonferenz Graz

127 Pumpenexperten diskutierten Bau, Einsatz und troubleshooting

„Es hat sich gezeigt, dass der Energieverbrauch von Pumpen für die Betriebe bei weitem nicht die hohe Bedeutung hat, die man ihm in der Regel zuschreibt. Die drei wichtigsten Kriterien sind Zuverlässigkeit, Zuverlässigkeit und Zuverlässigkeit“, resümiert Helmut Jaberg, seit 1996 Veranstalter und Leiter des Instituts für Hydraulische Strömungsmaschinen, TU Graz, seine Jubiliäumskonferenz „Pumpen in der Verfahrens-, Abwasser- und Kraftwerkstechnik“ und ist erfreut über die zweithöchste TeilnehmerInnenzahl in zwanzig Jahren.

Erfahrungen, innovative Lösungen und zukunftsweisende Entwicklungen

In Europa – und hier besonders in dessen Mitte mit dem deutschsprachigen Raum – spielt die Verfahrens-, Energie- und Abwassertechnik die führende Rolle weltweit. Die renommierte Praktikerkonferenz Graz hat einen festen Platz im Kontext von Erfahrungsaustausch und Trends in der Pumpenbranche eingenommen, sowohl bei den Bertreibern als auch bei den Herstellern. An dieser Schnittstelle von technologischer Führerschaft, Anwendungsorientierung, Austausch und Zusammenarbeit ist Helmut Jabergs Praktikerkonferenz Graz in den letzten Jahren zur bedeutendsten Konferenz dieser Art in der Branche herangewachsen.

Crème de la Crème der Pumpenbranche

An allen drei Tagen berichteten Top-Referenten unter dem Motto „von Praktikern für Praktiker“ über Ihre Erfahrungen zu den Schwerpunkten: Chemische Verfahrenstechnik, Abwassertechnik, Energietechnik, Verschleißschutz, Ex-Schutz und Verdrängerpumpen. Die beiden Eröffnungsvorträge bestritten Soenke Brodersen, Executive Officer Technology bei KSB über Meilensteine der Energieeffizienz in Pumpensystemen und Stefan Munsch, Geschäftsführung Munsch Chemie-Pumpen, zu den Einsatzgrenzen von Kunststoffpumpen. Paul-Uwe Thamsen, Vizepräsident TU Berlin, fragte in seinem Referat zur Zulaufrichtung von Abwasserpumpschächten: „Was haben das Einschenken von Bier und der Zulauf von Abwasserpumpschächten gemeinsam?“ Jürgen Konrads Vortrag über aktuelle Designentwicklungen bei magnetgekuppelten Kreiselpumpen, er ist Technischer Leiter bei Dickow Pumpen, erhielt die zweitbeste Resonanz bei den befragten TeilnehmerInnen.

Roland Schuhmann, zuständig für Maschinendiagnose für die gesamte BASF, stellte in seiner Präsentation die Frage in den Raum, was Industrie 4.0 für die Prozess Industrie bedeute. Zahlreiche weitere herausragende Vorträge erfreuten das Auditorium, so die Darlegung von Michael Rix zum Betrieb von Abwasserpumpstationen bei Hamburgwasser und der Vortrag „Das IECEx System und der nichtelektrische Explosionsschutz“ von Thorsten Arnhold, Vice President Strategie u. Technologie, R. STAHL AG und Chairman des IECEx Systems. Rudolf Gänsl, Geschäftsführer Feluwa, sprach über die Weiterentwicklung der oszillierenden Mulitsafe Verdrängerpumpe.

In Graz wird Kultur und Genuss gelebt

Dass die Liebe durch den Magen geht, weiß auch Graz und glänzt deshalb mit dem Titel GenussHauptstadt. Prunkvolle Empfänge bei Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer im Barockpalais Attems und im neugotischen Grazer Rathaus bei Bürgermeister Siegfried Nagel, Laborführungen, romantische Altstadtrundgänge und eine interessante Führung im Landeszeughaus ließen die anspruchsvollen Konferenztage - wie in Österreich gewohnt -gemütlich ausklingen.

Erfolgreich auf allen Ebenen

Die TeilnehmerInnen waren beeindruckt von der Qualität der Veranstaltung. Die technisch in die Tiefe gehenden Inhalte der Vorträge wurden von 97 Prozent als sehr interessant bewertet. Für alle befragten TeilnehmerInnen hat alles gut funktioniert und 100 Prozent aller Befragten sprachen sich für eine Weiterempfehlung aus. An dieser Stelle bedanken wir uns herzlich bei unseren Referent/Innen, die mit Fug und Recht als die TopexpertInnen Ihres Faches bezeichnet werden, unseren langjährigen Freundinnen und Freunden, Teilnehmerinnen und Teilnehmern und Kolleginnen und Kollegen, die erstmalig die Konferenz besucht haben.

Interesse der Industrie

„Es wäre natürlich das Falscheste vom Falschen, sich auf diesen Erfolgen auszuruhen“, betont Helmut Jaberg und sagt: “Wir wollen uns auch weiterhin bemühen, eine Plattform für den Erfahrungsaustausch mit den Referenten und TeilnehmerInnen zu bieten, die das Interesse der Industrie finden.“ Die 21. Praktikerkonferenz „Pumpen in der Verfahrens-, Abwasser- und Kraftwerkstechnik“ findet traditionell eine Woche nach Ostern von 24. – 26. April 2017 wieder an der Technischen Universität Graz statt. Helmut Jaberg dazu:“Schauen wir mal, was uns im dritten Jahrzehnt so einfällt…“

Bild: Foto: Praktikerkonferenz Graz

Quelle: Praktikerkonferenz

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