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07.04.2016

Deutsche ABB mit positiver Geschäftsentwicklung

In einem weiterhin anspruchsvollen Marktumfeld verzeichnete die deutsche ABB im Geschäftsjahr 2015 eine positive Geschäftsentwicklung. Auftragseingang, Umsatz und operatives EBITA stiegen, während der Cashflow rückläufig war.

ABB Deutschland erzielte einen Auftragseingang von 3,37 Mrd. Euro, das sind 14 Prozent mehr als im Vorjahr mit 2,94 Mrd. Euro (alle Zahlenangaben nach US-GAAP). Während das Inlandsgeschäft etwa auf Vorjahresniveau blieb, zog das Auslandsgeschäft deutlich an. Grund hierfür waren vor allem einige größere Projekte. In Summe legten die Großaufträge (über 15 Mio. US-Dollar) deutlich zu, während die Basisaufträge (unter 15 Mio. US-Dollar) in etwa konstant blieben.

Einer der größten Aufträge, den ABB 2015 verbuchen konnte, war das Projekt NordLink mit einem Gesamtvolumen von rund 900 Millionen US-Dollar. Daran partizipiert auch ABB Deutschland. NordLink wird das norwegische und deutsche Stromnetz unter Einsatz der Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung (HGÜ) verbinden. Mit einer Trassenlänge von 623 Kilometern wird die Leitung die erste HGÜ-Verbindung zwischen Norwegen und Deutschland sein und 2020 in Betrieb gehen. Ein Konsortium bestehend aus dem Energieversorgungsunternehmen Statnett, dem Übertragungsnetzbetreiber TenneT und der Förderbank KfW beauftragte ABB mit der Lieferung der beiden HGÜ-Konverterstationen und des Kabelsystems für den deutschen Sektor.

Der Umsatz erhöhte sich um sechs Prozent von 3,22 Mrd. Euro auf 3,40 Mrd. Euro. Das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Amortisationen (Operatives EBITA) betrug 234 Mio. Euro und lag damit um zwölf Prozent über dem Vorjahr (210 Mio. Euro). Der Operating Cash Flow ist um zehn Prozent auf 231 Mio. Euro gefallen. Die Zahl der Mitarbeiter war leicht rückläufig und belief sich auf 10.770.

Wir blicken auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurück“, sagte Hans-Georg Krabbe, Vorstandsvorsitzender der ABB AG. „Auch wenn wir uns nach wie vor in einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld bewegen, konnten wir in allen Divisionen Wachstum verzeichnen. Dass wir solch gute Zahlen vermelden können, verdanken wir nicht zuletzt der Next-Level-Strategie, die wir auch 2015 kontinuierlich umgesetzt haben.“

Alle Geschäftseinheiten konnten den Auftragseingang steigern; die Energietechnik-Systeme sogar um 44 Prozent, was vor allem auf Großaufträge zurückzuführen ist. Die Umsatzentwicklung verlief in den Divisionen unterschiedlich. Hier heben sich – neben der Niederspannung – die Energietechnik-Bereiche positiv hervor.

Die Division Industrieautomation und Antriebe verzeichnete gegenüber dem Vorjahr einen um fünf Prozent höheren Auftragseingang. Er betrug 477 Mio. Euro gegenüber 453 Mio. Euro im Jahr 2014. Bedingt durch den geringeren Auftragsbestand am Jahresanfang lag der Umsatz unter dem Wert von 2014, er belief sich auf 484 Mio. Euro (2014: 504 Mio. Euro).

Bei der Prozessautomatisierung lag der Auftragseingang mit 475 Mio. Euro um 20 Prozent über dem Vorjahr (396 Mio. Euro). Vor allem „Metals and Mining“ entwickelte sich gut und auch der Bereich Marine zog wieder an. Fehlende Auftragseingänge aus dem Jahr 2014 ließen den Umsatz um fünf Prozent von 431 Mio. Euro auf 410 Mio. Euro zurückgehen.

Positiv entwickelt hat sich die Division Niederspannungsprodukte. Sowohl Auftragseingang als auch Umsatz verzeichneten ein Plus von drei Prozent. Der Auftragseingang belief sich auf 935 Mio. Euro (2014: 905 Mio. Euro), der Umsatz auf 936 Mio. Euro (2014: 908 Mio. Euro). Unter anderem durch die implementierten Initiativen im Maschinen- und Schaltanlagenbau sowie dem Gebäudesegment konnte das Wachstum weiter ausgebaut werden.

Die Energietechnik-Produkte verzeichneten einen Auftragseingang von 848 Mio. Euro; gegenüber 766 Mio. Euro im Vorjahr ein Plus von elf Prozent. Der Umsatz stieg um acht Prozent und belief sich auf 801 Mio. Euro gegenüber 740 Mio. Euro im Vorjahr.

Ihre Technologie-Führerschaft belegte ABB im vergangenen Jahr nicht nur mit erfolgreichen Projekten, sondern auch mit der globalen Produkteinführungvon YuMi, dem ersten kollaborativen Zweiarmroboter, auf der Hannover Messe. Auf derselben Messe präsentierte ABB auch erstmals in Deutschland ein kunststoffisoliertes-Gleichstromkabelsystem für Spannungen bis 525 Kilovolt, mit dem die Stromautobahnen von Nord nach Süd realisiert werden können. Erst im Dezember 2015 wurde ein Gesetz verabschiedet, das einen Vorrang für die unterirdische Stromübertragung festschreibt. Bislang werden Hochspannungstrassen nur über Freileitungen geführt.

Die deutsche ABB investierte 2015 gut 60 Mio. Euro in Sachanlagen. Zudem erhöhte das Unternehmen den Anteil an Striebel & John von 51 auf 100 Prozent und stärkte damit die Position am Standort Deutschland. Innovationen bilden weiterhin die Eckpfeiler der Wettbewerbsfähigkeit von ABB. Dafür wendet das Unternehmen jedes Jahr rund 1,5 Mrd. US-Dollar für Forschung und Entwicklung auf. Im Jahr 2015 hat ABB Deutschland 204 Mio. Euro in die Entwicklung neuer Produkte, Lösungen und Dienstleistungen investiert.

Innovationen stützen auch das Internet der Dinge, Dienstleistungen und Menschen – einem der strategischen Kernthemen von ABB. Es bezeichnet die Strategie von ABB, ihren Kunden die Chancen der Digitalisierung zu eröffnen. Dabei geht es darum, die stark zunehmende Zahl vernetzter Komponenten zu nutzen, fortschrittliche Dienstleistungen zu entwickeln und damit den industriellen Betrieb zu optimieren und am Ende den wirtschaftlichen Erfolg zu erhöhen.

ABB in Deutschland erzielte im Jahr 2015 einen Umsatz von 3,40 Milliarden Euro und beschäftigt 10.770 Mitarbeiter. ABB ist weltweit führend in der Energie- und Automatisierungstechnik. Das Unternehmen ermöglicht seinen Kunden in den Bereichen Energieversorgung, Industrie und Transport & Infrastruktur ihre Leistung zu verbessern und gleichzeitig die Umweltbelastung zu reduzieren. Die Unternehmen der ABB-Gruppe sind in rund 100 Ländern tätig und beschäftigen weltweit etwa 135.000 Mitarbeiter.

Quelle: ABB

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