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28.10.2015

Netzsch Pumpentechnik bewährt sich in Biogasproduktion

Die Biomasse wird über einen großen Einfülltrichter zugeführt. Bei Bedarf stehen hier sehr robuste oder beschichtete Werkstoffe zur Auswahl, um den teils aggressiven Medien standzuhalten (Foto: Netzsch)

Um in der Biogasproduktion die für einen ungestörten Gärvorgang erforderliche, kontinuierliche Zuführung zum Fermenter sicherzustellen, hat Netzsch in der Nemo B.Max-Pumpenserie seine bewährte Exzenterschneckentechnologie eigens an die besonderen Anforderungen angepasst. Das erlaubt eine flexible Einstellung der Pumpe je nach Medium und geforderter Leistung.

Je nach Bauart erreichen Pumpen dieses Typs Fördermengen bis zu 70 m³/h und Drücke bis 48 bar. Dabei arbeiten sie energieeffizient, sind robust und flexibel anpassbar und können durch verschiedenes Zubehör individuell aufgerüstet werden.

Ein Vorteil der Exzenterschneckentechnik ist, dass hierbei kaum Pulsation oder starke Scherkräfte auftreten, was einen schonenden, druckstabilen Transport gewährleistet. Dies ist wichtig, da die Durchmischung des Substrats wesentlichen Einfluss auf die Effizienz des Gärvorgangs hat. Deshalb wurde die B.Max so konzipiert, dass sie die Homogenisierung des Mediums unterstützt und einen einheitlichen Biomasse-Brei fördert. Auf diese Weise können sich Gärbakterien und Prozesswärme gleichmäßig im Substrat verteilen und die Bildung von Schwimmdecken wird reduziert.

Um das zu erreichen, verfügt die Pumpe über einen lageoptimierten Zuführstutzen, der das Rezirkulat entgegen der Förderrichtung in den Mischbereich leitet. Dabei entstehen Verwirbelungen in der Biomasse, die dafür sorgen, dass sich die einzelnen Materialien schon beim Einleiten vermischen. Dieser Vorgang wird zusätzlich durch die Kuppelstange in der Mischkammer unterstützt, die mit einer Förderschnecke ausgestattet ist. Diese sorgt dafür, dass die mitunter sehr zähe Biomasse zuverlässig in den Pumpbereich transportiert wird. Die versetzten Segmente der Mischschnecke und ihre hohe Gewindesteigung sorgen dafür, dass mehr Substrat zur Exzenterschnecke fließt, als diese abtransportieren kann. Die Folge ist ein beabsichtigter, kontrollierter Rückstrom, der zu weiteren Turbulenzen im Materialgemisch und so zu dessen Homogenisierung führt.

Robust und flexibel anpassbar
Die Beschickung der Biomasse-Pumpe erfolgt über einen großen, rechteckigen Einlauftrichter. Die weite Form verhindert Verstopfungen. Aus demselben Grund ist auch der Pumpbereich weitgehend totraumfrei konstruiert, um keine Angriffspunkte für Anhaftungen oder Verzopfungen zu bieten. Für eventuelle Reinigungs- oder Wartungsarbeiten sind in das Gehäuse große Inspektionsöffnungen integriert, die einen bequemen Zugriff zum Innenraum erlauben, ohne die gesamte Pumpe ausbauen zu müssen.

Die B.Max ist generell auf eine hohe Robustheit ausgelegt, die je nach Substrat durch unterschiedliche Anpassungen noch gesteigert werden kann. Falls beispielsweise eine besonders hohe Widerstandskraft gegen aggressive Medien gefordert ist, kann der Trichter auch beschichtet und gehärtet werden. Ebenso stehen für Rotor und Stator verschiedene Stähle beziehungsweise Elastomere in verschiedenen Resistenzklassen zur Auswahl. Dies ermöglicht es, die Pumpe individuell gemäß dem Medium und den Anwendungsanforderungen zu konfigurieren, um so maximale Standzeiten bei minimalem Wartungsaufwand zu erreichen.

Von der Güllefassentleerung bis zur Zerkleinerung alles aus einer Hand
Für einen möglichst effizienten und störungsfreien Betrieb lässt sich die Pumpe noch mit weiterem Zubehör, wie einem Trockenlaufschutz und einer Überdrucksicherung kombinieren. Zusätzlich empfiehlt es sich, je nach Medium, zusätzliche Dosierpumpen für Rezirkulat oder auch Zerkleinerer zu installieren. Netzsch hat hierfür die entsprechenden Geräte im Angebot, wie den M-Ova-Grobstoffzerkleinerer, so dass die Kompatibilität aller Systembestandteile gewährleistet ist. Derartige Zerkleinerer werden dem Förderprozess vorgeschaltet und schleusen zum Beispiel Steine aus, um Schäden an der Pumpentechnik zu vermeiden. Vor allem aber zerschneiden sie langfaserige Stoffe im Substrat und reduzieren dadurch das Risiko für Verstopfungen drastisch.
Wo größere Mengen beschickt oder umgefüllt werden sollen, bietet sich neben der Exzenterschneckenpumpe eine Drehkolbenpumpe an. Netzsch hat für diesen Bereich mit der Tornado-Serie eine äußerst robuste Lösung entwickelt, die dank großer freier Durchgänge vor Verstopfungen sicher ist und zugleich einen hohen Durchsatz erreicht. Damit lassen sich beispielsweise Güllefässer mit bis zu 300 m³/h sehr schnell und bequem entleeren. Die kompakten Kolben und insbesondere der widerstandsfähige Materialmix sowie der unempfindliche Riementrieb der T2-Reihe sorgen für einen nahezu wartungsfreien Betrieb und eine unkomplizierte Instandhaltung.

Bild: Die Biomasse wird über einen großen Einfülltrichter zugeführt. Bei Bedarf stehen hier sehr robuste oder beschichtete Werkstoffe zur Auswahl, um den teils aggressiven Medien standzuhalten (Foto: Netzsch)

Quelle: Netzsch

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