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13.07.2015

Achema 2015: Highlights

Die diesjährige Achema fand mit 166.400 Teilnehmer und 3800 Ausstellern auf dem Frankfurter Messegelände erfolgreich statt. Zahlreiche Neuigkeiten und Premieren aus der Chemie, - Pharma- und Lebensmittelindustrie waren zu sehen. Einige davon möchten wir Ihnen hier vorstellen.


Zuwa stellte eine selbstansaugende Kunststoff-Impellerpumpe aus PTFE (Teflon) vor. Die Pumpe ist zur Förderung von Flüssigkeiten höherer Viskosität sowie Säuren, Laugen, Lösungsmitteln und anderer Prozessmedien geeignet. Sie kann bis zu 3 Meter trocken ansaugen und hat eine Förderhöhe von maximal 30 Meter. Es stehen Motortypen für 230 bis 400 Volt mit 50 oder 60 Hz zur Verfügung, welche mit einer Drehzahl von 1.400 bis 2.800 U/min arbeiten. Das Fördern von Medien mit Feststoffanteilen und korrosiver Medien ist auch möglich. Ein Trockenlaufen der Pumpe wird durch den Einsatz eines Trockenlaufschutzes verhindert.

Die mehrstufige selbstansaugende Kreiselpumpe KSP von Schmalenberger deckt jetzt auch den oberen hydraulischen Leistungsbereich bis 10 bar Förderdruck und kleinere Förderströme von 20 - 160 l/min ab. Schmalenberger erreicht dies durch die Kombination verschiedener Pumpenhydrauliken und durch die mehrstufige Bauweise innerhalb eines Aggregats. Die Pumpe ist auch für den Einsatz in der Beschickung von Filteranlagen und der Kühlmittelförderung geeignet. Hinzu kommt ein neues Docking-Modul, mit welchem Normmotoren alle internationalen Hersteller installiert werden können.


Busch präsentierte die trockenen Cobra Schrauben-Vakuumpumpen und die Dolphin Flüssigkeitsring-Vakuumpumpen. Die Cobra NC 2000 B ist mit bis zu 2600 Kubikmeter Saugvermögen pro Stunde die weltweit größte Schrauben-Vakuumpumpe. In Kombination mit den Panda Wälzkolben-Vakuumpumpen ermöglicht die Cobra absolut trocken arbeitende Vakuumsysteme. Bei der Dolphin LM/LT kann durch den modularen Aufbau, mit direkt angeflanschtem IE3-Standardmotor, auf einen Grundrahmen verzichtet werden. Es sind insgesamt 19 äußerst kompakte Baugrößen in ein- und zweistufiger Ausführung entstanden, die Enddrücke von 130 mbar beziehungsweise 33 mbar erreichen und an jeden Prozess und jedes Fördermedium angepasst werden.


HNP zeigte ein Modulares Dosiersystem (MoDoS), das individuell im Baukastenprinzip bestückt werden kann. Herzstück des Systems ist eine Mikrozahnringpumpe. Je nach Kundenanforderung werden Pumpen der hermetisch inerten Baureihe oder der Hochleistungsbaureihe eingesetzt. Weitere Bausteine sind u.a. Filter, Sensoren und Durchflussmesser. Die schnelle Massestromregelung garantiert eine hohe Prozessstabilität und konstante Volumenströme von 1 µl/h bis 1152 ml/min.


Die neue Druckluft-Membranpumpe Mercury von Argal ist aus Fiberglas (GFK). In den Größen von 3"und 4" ist sie in der Lage Leistungen von 1100 bis 1300 l / min zu liefern. Maximaler chemischer und mechanischer Widerstand ist durch das aus Vinylesterharzen mit RTM-Technik geformt und durch Glasfasern verstärkte Verbundsmaterial möglich. Die Pumpe ist beständig gegen hohe und niedrige Drücke von -30 ° C bis + 110 ° C.

Die Visco.pump von Beinlich ist für präzises Dosieren von Flüssigkeiten und Pasten konzipiert worden und ist insbesondere für eine drehzahlproportionale Dosierung bzw. Förderung geeignet. Die Genauigkeit sowie die Wiederholgenauigkeit beträgt ± 1%. Die Technologie der neu entwickelten Visco.pump basiert auf dem volumetrischen Konzept einer endlosen (infiniten) Kolbenentleerung, wobei die Kernkomponenten Rotor und Stator eine optimal dichtende Dosierkammer bilden.
Die exzentrische Bewegung des Rotors ermöglicht einen scherarmen Transport des Mediums von der einen Kammer zu der darauf folgenden Kammer, ohne das Medium zu quetschen. Die Dosierkammer ist optimal konstruiert, um auch Flüssigkeiten und Pasten mit Füllstoffen zu fördern.


Oerlikon sorgt für Prozesssicherung mit Remote Monitoring. Zunehmender Verschleiß an der Pumpe wird ebenso detektiert wie Prozesseinflüsse, so z.B. Belagsbildung oder Partikeleintrag. Die Laufzeiten werden maximiert und das Instandhaltungspersonal effizienter eingesetzt. Die zustandsorientierte Instandhaltung leitet Wartungsmaßnahmen nur noch in Abhängigkeit vom tatsächlichen Verschleiß ein. Die Monitoring Lösung ermöglicht neben der Darstellung von Trendverläufen und Anzeigen kritischer Zustände auch das Abspeichern historischer Daten sowie die Berechnung von kumulierten Verbrauchswerten. Notwendige Wartungen werden auf einer Wartungsplantafel angezeigt und eine zugehörige Wartungsanleitung mit dem benötigten Werkzeugen und Ersatzteilen angeboten.


Prominent entwickelte eine neue Dosierpumpe zur Dosierung von 2 bis 45 l/h bei einem Gegendruck von 25 bis 2 bar. Das Besondere ist ein präziser, verschleißarmer Magnetantrieb, eine vorausschauende Regeltechnik und ein intuitives Bedienkonzept. Die Pumpe erkennt variierende Druckverhältnisse und passt ihr Dosierverhalten vollautomatisch und präzise an die aktuell vorliegenden Bedingungen an. Sollten ausgasende Medien die Dosierung durch Gasblasen stören, so optimiert eine automatische Entlüftung das Dosierergebnis. Die intelligente Regeltechnologie der Pumpe sorgt vollkommen selbständig für einen störungsfreien Dosierprozess.


Richter stellte drei Neuheiten vor, unter anderem die PFA-ausgekleideten Magnetkupplungspumpen der Reihen RMI und RMA. Die neue RMA 6x4x10" liegt nach ASME / ANSI nun im Leistungsbereich bis zu 300 m³/h mit Förderhöhen bis zu 33 m. Anwender von ISO-Pumpen profitieren von der neuen Pumpengröße RMI 80-65-160, die den am häufig benötigten Bereich bis 95 m³/h und 35 m Förderhöhe abdeckt.
Das Pumpenüberwachungssystem Saferun ist ein innovatives System für die kontinuierliche Überwachung von Magnetkupplungspumpen. Kritische Daten werden von hochentwickelten Sensoren, welche sich zwischen dem CFK-Spalttopf und dem PTFE/PFA-Spalttopf-Einsatz befinden, erfasst und analysiert. Die Sensoren haben keinerlei Kontakt mit dem Prozessmedium, wodurch Wechselwirkungen mitwährend des Prozesses ausgeschlossen sind.
Die ebenfalls neue Safeseal-Sekundärdichtung hat eine dynamische „Lippendichtung“ aus modifiziertem PTFE. Diese chemisch extrem widerstandsfähige Radialdichtung ist in den Pumpen der MNK-Reihe integriert und für alle Größen ab 25-25-125 verfügbar.


Ham-Let stellte Ventile und Armaturen vor. Die H-99 Severe Service-Nadelventile für Hochdruck-Anforderungen haben eine hohe Temperaturbeständigkeit und eignen sich für eine Vielzahl von Anwendungsgebieten, wie beispielsweise Raffinerien. Diese völlig neuen Ventile sind eine Kombination aus 8 verschiedenen Ventilserien mit all deren Vorteilen. Standartvarianten sind: Schalttafeleinbau, Schaftdichtungen darunter Spindelgewinde, Stamm Diffusion Oberflächen und Verpackungsbolzen. Die Doppelklemmringverschraubungen sind Silber, damit Probleme zwischen den Muttern und dem Schlauch, im Fluid- und Gasliefersysteme, vermieden werden.


Verderflex entwickelte mehrere neue Produkte, eines von ihnen ist die neue Vantage 5000 verrohrte Schlauchpumpe. Sie wurde entworfen, um Dosiergenauigkeit bei hohen Förderdrücken von mehr als 7 bar (100 psi) zu erreichen. Hauptmerkmale dieser Dosierpumpe sind ein 4000: 1 Regelbereich, Touchscreen, Wi-Fi-Verbindung, Ethernet, PROFINET, Profibus, Modbus Fernsignalisierung sowie Überwachungs- und Kontrollfunktions-Optionen. Die neue Steptronic Schlauchradpumpe wird für den Betrieb entweder als Platte montiert oder als "stand alone" OEM Einheit angeboten. Die Steptronic verfügt über einen präzisen, hochauflösenden, integrierten Schrittantrieb, der für den Dauerbetrieb und kritische "multi-Zyklus" OEM-Anwendungen geeignet ist. Eine weitere Neuentwicklung stellt die Dura 55 dar. Hauptmerkmal der Pumpe ist der verzögerte Rotorschutz und eine patentierte einfache Änderung des Schlauchanschlusses. Die Hi-Clean Membranpumpenserie besteht aus lebensmittelverträglichen und lebensmittfreundlichen polierten Membranpumpen, gemäß EG 1935/2004 & FDA und 3A.

Flowserve stellte den SIHI Flüssigkeitsring-Kompressor KPHX für Drücke von bis zu 12 bar vor. KPHX hat einen niedrigen Geräuschpegel und reduziert Vibrationen wenn in Benutzung. Das Anordnen der Lager und Gleitringdichtungen außerhalb der Pumpe ermöglicht der Pumpe mit einer höheren Zuverlässigkeit zu arbeiten während der Wartungsbedarf verringert wird. Die KPHX verfügt über zwei Laufräder und nutzt dreistufige Kompressoren. Das erste Laufrad ist in zwei Einzelströmungskammern geteilt und ermöglicht dem Laufradzellvolumen sich an das gewünschte Kompressionsverhältnis anzupassen. Die Flügel sind für eine optimale Energieübertragung gebogen und wurden mit einem größeren Nabendurchmesser entworfen. Jede axiale Last wird durch ölgeschmierte Lager absorbiert. Flowserve hat auch seine Linie Durco Mark 3, ISO-Chemienormpumpen, um eine Reihe von Hochdruckvarianten erweitert. Durch die Verwendung von 3-D-Modellierung und durch Finite-Elemente-Analyse wird der Nenndruck der Pumpe bis zu 25 Zirkon bar erhöht, abhängig von Material und Temperatur kann es zu einer minimalen Gewichtszunahme kommen. Zusätzlich zu dem Gehäuse sind alle Teile auch bis zu 25 bar ausgelegt. Die Pumpen sind in einem breiten Spektrum von Materialien erhältlich, einschließlich Kohlenstoffstahl, Edelstahl und in reaktiven Legierungen wie Titan.

Grundfos präsentierte die High-end-Dosierpumpe Grundfos DDA, welche mit den industriell relevanten Feldbus-Systemen kommunizieren kann. Diese Spezialpumpen dosieren ausgasende Medien ebenso wie Kleinstmengen bis minimal 2,5 ml/h. Der Pumpenbetrieb kann mit dem ebenfalls vorgestellten intelligenten Monitoring gesichert werden, welches Echzeitdaten per SCADA-Technologie erfassen und analysieren kann. Zur Überwachung dient das CIM (Communication Interface Module) Diese Steckkarten werden direkt im Antrieb der Pumpe eingesteckt - und als CIU (Communication Interface Unit) in einer externen Box mit integriertem 24-240 Volt AC/DC-Netzteil. Weiterhin vorgestellt wurden die neuen Direct Sensors. Die 2-in-1 Sensoren erfassen den Durchfluss, den Druck oder den Differenzdruck und generieren zugleich ein Temperatursignal. Durch die zeitgleiche Messung der Temperatur kann deren Einfluss auf die Druckmessung unmittelbar korrigiert werden. Mit Hilfe eines Mikroprozessors werden die Messsignale kalibriert und weiterverarbeitet; sie stehen dann als analoges oder auch digitales Signal für eine Regelung oder eine SPS zur Verfügung.

Achema 2015

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