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16.10.2014

Tauchpumpen mit leistungsstarkem Schneidwerk sichern Abwasser-Entsorgung auch in schwierigsten Fällen

Nicht nur Fäkalien, auch Abfälle wie Windeln oder Feuchttücher, die eigentlich gar nicht ins Abwasser gehören, finden sich häufig in Pumpstationen und können die dort eingebauten Pumpen verstopfen. Abhilfe schaffen hier die effizienten Schneidwerkpumpen von HOMA, die über ein leistungsstarkes Schneidwerk verfügen, welches mitgeführte Feststoffe selbst in extremsten Einsatzbereichen in Sekundenbruchteilen zerkleinert.

Die besonders robuste und betriebssichere Baureihe Barracuda GRP ermöglicht daher nicht nur eine Abwasserentsorgung mit Druckrohren ab DN 32, sondern eignet sich auch für die Druckentwässerung in topographisch schwierigen Gebieten oder wenn große Förderhöhen bei relativ geringen Fördermengen erreicht werden müssen. So lassen sich die Kosten für den Materialaufwand und die Verlegung von Rohrsystemen erheblich reduzieren. Dank eines Kupplungsadapter-Programms können alle GRP-Modelle an Fremdsysteme angepasst werden. Für noch problematischere Fördermedien wie langfaserige oder zopfbildende Feststoffe sowie sonstige Verunreinigungen, zum Beispiel durch Kunststoffe oder Hygieneartikel, gibt es zudem HOMA-Abwasser-Tauchmotorpumpen mit dem vorgeschalteten ASC-Schneidsystem.

„Oft führen Schmutz- oder Abwässer Feststoffe mit, die Pumpen verstopfen oder blockieren können“, so Alfred Kleu, Leiter Produktmanagement bei HOMA. Die Baureihe Barracuda GRP verfügt daher über ein leistungsstarkes Schneidwerk, das vom Fördermedium mittransportierte Feststoffe zuverlässig zerkleinert. „Es besteht aus einem Schneidring mit zwei Scher- beziehungsweise Schneidkanten. Dazwischen liegt das Schneidmesser, auch Schneidkopf genannt, das mit 2.900 Umdrehungen am Schneidring vorbeigeführt wird“, erläutert Kleu. Dabei berühren sich die Kanten und zerkleinern das Medium in einer besonders langen Schneidphase, so dass sie auch mit sehr schwierigen Stoffen zurechtkommen. Der Saugdeckel, an dem das Schneidwerk befestigt ist, ist verstellbar, so dass bei Bedarf der optimale Abstand zwischen Schneidring und -messer nachjustiert werden kann. Durch die besondere Form des Schneidwerks kann die Abschaltung zu jeder Zeit erfolgen: „Die Pumpe lässt sich trotzdem beim nächsten Mal problemlos wieder starten, da das hohe Drehmoment des Motors ein Blockieren des Schneidwerks verhindert“, so Kleu.

Abwasserpumpentechnik für Höhenunterschiede bis zu 70 m

Bei der Baureihe Barracuda GRP wird das Schneidwerk aus massivem, gehärtetem Edelstahl 1.4122 hergestellt. Zusammen mit der ebenso robusten Konstruktion der übrigen Komponenten wie Motor und Hydraulik, können diese Tauchmotorpumpen eine besonders hohe Betriebssicherheit gewährleisten und Schmutzwasser sowie mit Fest- und Faserstoffen belastetes Abwasser fördern. Sie eignen sich daher besonders gut für die Druckentwässerung in topographisch sehr anspruchsvollen Gebieten, etwa für Situationen, in denen Druckrohrleitungen über mehrere Kilometer führen oder große Höhenunterschiede überwunden werden sollen. Die maximale Förderhöhe liegt beispielsweise bei circa 70 m. „Da die Feststoffe zuverlässig zerkleinert werden, können die Pumpen auch zur Abwasserentsorgung mit besonders geringen Rohrleitungsquerschnitten eingesetzt werden. Bei den Modellen der GRP-Baureihe reichen schon Kunststoffrohre mit Querschnitten ab DN 32 aus“, erklärt der Produktmanager. So lassen sich die Kosten für den Materialaufwand und die Verlegung von Rohrsystemen deutlich reduzieren.

Barracuda GRP-Pumpen der Modelle 16 bis 50 bestehen aus einer einstufigen Kreiselpumpe mit dem horizontalen Druckanschluss R 2“ AG, einem offenen Mehrschaufelrad, dem die Schneideinrichtung vorgeschaltet ist, und einem voll überflutbaren, druckwasserdichten Elektromotor in Einphasen- oder Dreiphasenausführung. Mit einem Förderdruck bis zu 7 bar sind die Modelle GRP 56 bis 111 die leistungsstärksten in der Barracuda-Baureihe und können auch in größeren Entsorgungsprojekten verwendet werden. Die eingesetzte Kreiselpumpe verfügt hier über einen horizontalen Abgang und einen DN 50-Druckanschluss, der Motor über einen getrennten Kabelanschlussraum. Er ist zudem ab GRP 56 mit einem Motorkühlmantel für die Trockenaufstellung erhältlich.

Kupplungsadapter ermöglichen Anpassung an Fremdsysteme

Die Baureihe besitzt die Isolationsklasse H sowie die Schutzart IP 68. Konformität und Bauart sind nach DIN EN 12050-1 geprüft und werden von der LGA überwacht. Alle Modelle sind in explosionsgeschützter Ausführung nach EX II 2 G EEx d [ib] IIBT4 lieferbar. Zudem ist eine Schachtinstallation mit einem automatischen Kupplungssystem möglich: „Die Pumpe wird für die Wartung ohne Begehen des Schachtes einfach an der soliden Zweirohr-Führung heraufgezogen. Wird sie wieder abgelassen, kuppelt sie selbsttätig an die Druckleitung an“, erläutert Kleu. Diese Aufstellung ist für Einzel- und Doppel-Pumpenstationen möglich, benötigt nur wenig Platz und ist besonders servicefreundlich und wirtschaftlich. Zusätzlich ermöglicht ein Kupplungsadapter-Programm die Anpassung der Pumpen an Fremdsysteme. Insgesamt sind mittlerweile 10.000 Schneidwerkpumpen von HOMA im Einsatz.

Vorschalt-Schneideinrichtung für problematischere Fördermedien und hohe Fördermengen

Für die Entsorgung von Schmutz- und Abwasser mit beispielsweise langfaserigen, zopfbildenden Feststoffen oder Plastikteilen kann zudem das Schneidsystem Additional Solids Cutting (ASC) eingesetzt werden, das HOMA-Pumpen der Baureihen MX und K vorgeschaltet werden kann. Dank einer hohen Förderleistung mit Druckanschlüssen bis DN 150 ist es besonders für große Fördermengen geeignet. Die eingesetzten Pumpen verfügen über ein geschlossenes Kanal-Laufrad und einen freien Durchgang von bis zu 100 mm. Die einstellbare Schneideinrichtung besteht aus zwei rotierenden und einem feststehenden Messer aus Hartmetall. Sie zerteilt besonders grobe Feststoffe und bietet damit doppelte Sicherheit gegen Verstopfungen von Pumpen, Armaturen und Druckleitungen. HOMA-Abwasserpumpen mit den Druckabgängen DN 80, DN 100 und DN 150, die mit Ein- und Zweikanal-Laufrädern ausgestattet sind, können auch mit dem ASC-System nachgerüstet werden.

Quelle: Homa

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