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07.03.2014

Mit Abel Pumpen der Wellpappe auf den Leim gegangen

Elektromechanische Membranpumpe, Typ EM-040Z0300-SG zur Leimumwälzung (Foto: Abel)

Verpackungen aus Wellpappe sind heutzutage jedem bekannt. Aber kaum jemand weiß, wie komplex der Herstellprozess ist und wie unterschiedlich Wellpappe in Aufbau und Struktur sein kann. Dabei gibt es diesen Stoff schon seit weit mehr als 100 Jahren.

Die Klingele Papierwerke produzieren seit über 50 Jahren an zwei verschiedenen Standorten, in Frankreich und in Deutschland, Wellpappenrohpapiere aus 100 Prozent Altpapier. Diese Wellpappenrohpapiere sind die Basis für die Herstellung von Verpackungen und Erzeugnissen aus Wellpappe.

Im Wellpappenwerk Werne stellt die Firma Klingele aus diesen Papieren Wellkisten, Stanzverpackungen sowie Faltschachteln in unterschiedlichsten Formen und Größen her.

Wellpappe ist leicht und dabei gleichzeitig stabil. Sein Geheimnis – der Name sagt es – ist die Wellenform, die dazu führt, dass die Pappe über eine sehr hohe Stabilität verfügt. Gleichzeitig sorgen die durch die Wellenform entstehenden, mit Luft gefüllten Kammern für eine einzigartige Polsterfunktion der Wellpappe.

Bei der Herstellung von Wellpappe werden verschiedene Papierbahnen mittels Stärkeleim miteinander verbunden. Es gibt so genannte Wellen- und Deckenpapiere, die in mehreren Lagen miteinander verklebt werden, so dass am Ende ein-, zwei- oder dreiwellige Wellpappe entsteht. Herzstück der Wellpappenherstellung ist die so genannte Wellpappenanlage (WPA). Hierbei handelt es sich um eine sehr lange Maschine, die aus verschiedenen einzelnen Aggregaten besteht die wiederum einzeln und voneinander unabhängig geregelt werden.

In der Wellpappenanlage werden die einzelnen Lagen Papier vor der Verklebung erhitzt und befeuchtet, nach der Verklebung getrocknet. Danach erfolgt der Zuschnitt des gewünschten Formates.Eine wichtige Komponente bei der Wellpappenherstellung ist der verwendete Klebstoff. Die Firma Klingele verwendet hier auf Naturstärke basierenden Stärkeleim. Für den Transport des 35-40 °C warmen Klebers zu und von der Wellpappenanlage sowie für das kontinuierliche Umwälzen werden elektromechanische Membranpumpen aus dem Hause Abel eingesetzt. Hierbei handelt es sich um elektrisch angetriebene, doppelt wirkende Membranpumpen, bei denen die Membranauslenkung mechanisch erfolgt. Sie arbeiten im Gegensatz zu den vorher eingesetzten Druckluftmembranpumpen weitaus leiser, das störende Geräusch des Entlüftens beim Umschalten des Steuerventils entfällt. Auch die Energiebilanz kann sich sehen lassen. Elektrisch angetriebene Pumpen, speziell mit dem für Verdrängerpumpen bekanntermaßen hohen Wirkungsgrad, verbrauchen weit weniger Energie als druckluftbetriebene Pumpen, was sich insbesondere im Dauerbetrieb bemerkbar macht. Die Energieersparnis war letztendlich auch einer der Gründe, warum man sich bei Klingele für den Einsatz dieser Pumpen entschieden hat. Alle eingesetzten Pumpen werden frequenzgeregelt. Als echte Verdrängerpumpen sind die elektromechanischen Membranpumpen sehr unempfindlich gegen wechselnde Viskositäten des zu pumpenden Klebers und lassen sich daher über Frequenzumformer hervorragend in ihrer Fördermenge regeln, unabhängig vom Gegendruck.

Die erste ABEL Elektromechanische Membranpumpe wurde im Sommer 2011 geliefert und in Betrieb genommen. Bis heute sind 7 weitere, baugleiche Pumpen hinzugekommen, so dass die Leimpumpen im Wellpappenwerk Werne damit vollständig von Druckluftantrieb auf Elektroantrieb umgestellt sind.

Bild: Elektromechanische Membranpumpe, Typ EM-040Z0300-SG zur Leimumwälzung (Foto: Abel)

Quelle: Abel

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