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17.02.2014

ABB erzielt Rekordumsatz, Ertragssteigerung und höheren freien Cashflow – Dividendenerhöhung vorgeschlagen

ABB hat trotz herausfordernder Marktbedingungen einen Rekord-Jahresumsatz erzielt und das operative EBITDA, den Konzerngewinn und den freien Cashflow gesteigert. Der Verwaltungsrat von ABB hat vorgeschlagen, die Dividende für das Geschäftsjahr 2013 auf CHF 0.70 je Aktie zu erhöhen.

„Dieses solide Ergebnis haben wir in einem uneinheitlichen Geschäftsklima und trotz des Rückschlags in der Division Energietechniksysteme erzielt. Das zeigt die Stärke von ABB und unserem weltweiten Team“, sagte Ulrich Spiesshofer, Vorsitzender der Konzernleitung von ABB.

„Unser erweitertes Produktportfolio und unser breiter geografischer Tätigkeitsbereich haben es uns ermöglicht, die Ertragskraft im Automationsgeschäft zu steigern. Gleichzeitig hat die Division Energietechnikprodukte wieder überdurchschnittliche Renditen erzielt. Wir sind zuversichtlich, dass auch die Division Energietechniksysteme höhere und konstantere Renditen liefern wird, wenn einige ältere Projekte abgeschlossen und Massnahmen zur Verbesserung des Risiko- und Projektmanagements umgesetzt wurden.“

„Wir haben erneut konsequent Kosten eingespart und eine starke Cash-Performance gezeigt. Daher können wir unseren Aktionären im fünften Jahr in Folge eine höhere Dividende auszahlen“, so Spiesshofer weiter.

Die Nachfrage im frühzyklischen Geschäft entwickelte sich im zweiten Halbjahr 2013 weiter positiv. Dem standen jedoch Verzögerungen bei der Vergabe von Grossprojekten gegenüber, was zum Jahresende zu einem niedrigeren Auftragsbestand führte. Der Auftragseingang ging auch aufgrund der selektiveren Projektauswahl in der Division Energietechniksysteme zurück.

„Wir bestätigen unsere Margen- und «Cash Conversion» Ziele, die wichtige Indikatoren für ein Industrieunternehmen darstellen“, sagte Spiesshofer. „Unsere aktuelle Erwartung für das durchschnittliche jährliche Umsatzwachstum über den Planungszyklus spiegelt eine langsamere als ursprünglich erwartete Erholung der Weltwirtschaft und die Neuausrichtung der Division Energietechniksysteme wider. Wir streben eine attraktive Rendite auf das investierte Kapital (CROI) im mittleren Zehnerprozentbereich an und wollen das Wachstum des Gewinns je Aktie über unseren Planungszyklus von 2011-2015 weiter vorantreiben. Wir werden den Markt im September über unsere strategischen Vorhaben und langfristigen Finanzziele informieren.“

„Für 2014 verfolgen wir einen klaren Aktionsplan, dessen Fokus auf organischem Wachstum, weiteren Kostensenkungen, höherer Cashflow-Generierung und konstanteren Renditen in der Division Energietechniksysteme liegt“, so Spiesshofer weiter. „Dank unserer Finanzkraft haben wir ausreichend Spielraum, um diese Ziele zu verwirklichen, auch in unsicheren Zeiten. Wir verfolgen einen systematischen und robusten Ansatz für die Steigerung des Shareholder Value, der auf profitablem Wachstum, bereichsübergreifender Zusammenarbeit und konsequenter Umsetzung basiert.

Zusammengefasstes Ergebnis des vierten Quartals 2013

Wachstum im Überblick

Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen blieben auch im vierten Quartal 2013 weltweit uneinheitlich und entwickelten sich je nach Branche und Region unterschiedlich. Die Nachfrage in der frühzyklischen allgemeinen Industrie zog an, was auf verbesserte makroökonomische Indikatoren in vielen Regionen zurückzuführen ist. Kunden in spätzyklischen Infrastrukturbranchen wie der Versorgungs- und Bergbauindustrie hielten sich mit Investitionen dagegen weiter zurück.

Die Basisaufträge (unter USD 15 Mio.) legten im vierten Quartal bei Zuwächsen in den meisten frühzyklischen Produktgeschäften von ABB um 4 Prozent zu, womit sich der Trend der vorherigen Quartale fortsetzte. Geschäftsbereiche wie Trennschalter, Umschalter, Motoren und Antriebe erzielten ein Auftragsplus. Der Bereich Robotik setzte seine erfolgreiche Durchdringung der allgemeinen Industrie fort.

Die Grossaufträge (über USD 15 Mio.) gingen um 36 Prozent zurück. Ursächlich hierfür ist der Aufschub kundenseitiger Investitionen in grosse Infrastrukturprojekte wie auch die selektivere Projektauswahl von ABB zur Ausrichtung auf Aufträge mit höherer Wertschöpfung. Die Grossaufträge machten im Berichtsquartal 14 Prozent des gesamten Auftragseingangs aus, verglichen mit 20 Prozent in der Vorjahresperiode.

Die Serviceaufträge stiegen im vierten Quartal um 15 Prozent und steuerten 17 Prozent zum gesamten Auftragseingang bei, gegenüber 15 Prozent im vierten Quartal 2012. Ohne Thomas & Betts und Baldor machten die Serviceaufträge 19 Prozent der Gesamtaufträge aus.

Alle Divisionen erwirtschafteten im Berichtsquartal stabile bis verbesserte Umsätze. Der Serviceumsatz erhöhte sich entsprechend dem Gesamtumsatz und steuerte ebenso wie im Vorjahresquartal 16 Prozent zum gesamten Umsatz bei.

Der Auftragsbestand belief sich Ende Dezember auf USD 26 Mrd. Damit verringerte sich der Bestand gegenüber dem Ende der Vorjahresperiode in Lokalwährungen um 10 Prozent und lag 5 Prozent niedriger als zum Ende des dritten Quartals 2013. Dieser Rückgang spiegelt den rückläufigen Eingang von Grossaufträgen im Jahr 2013 wider.

In Europa konnte das starke Auftragswachstum in Deutschland, das durch Investitionen im Automobil- und Stromübertragungssektor gestützt wurde, den Auftragsrückgang in Nord- und Osteuropa teilweise kompensieren.

Auf dem amerikanischen Kontinent erzielte das Automationsgeschäft ein kräftiges Auftragsplus, das sich in einem zweistelligen prozentualen Anstieg bei den US-Basisaufträgen zeigte. Dagegen nahmen Grossaufträge ab, hauptsächlich in den USA, Kanada und Brasilien.

In Asien legte der Auftragseingang bei höherer Nachfrage in Indien, Südkorea und Australien um 5 Prozent zu. In China ging der Auftragseingang insgesamt zurück, was vor allem auf die geringeren Grossaufträge zurückzuführen ist.

Im Nahen Osten und in Afrika zog der Auftragseingang an. Ursächlich hierfür war die Nachfrage nach Produkten und Systemen für den vorgelagerten Öl- und Gassektor und nach Energieausrüstung zur Verstärkung der Stromnetze.

Division Industrieautomation und Antriebe: Der Auftragseingang erhöhte sich in allen Geschäftsbereichen und den meisten Regionen, angetrieben durch die Nachfrage nach frühzyklischen Produkten zur Verbesserung der industriellen Produktivität sowie nach Robotiklösungen in der allgemeinen Industrie und im Automobilsektor. Der Umsatz wuchs aufgrund der Abwicklung von Aufträgen aus dem Auftragsbestand, vor allem im Bereich Robotik. Auch die im dritten Quartal abgeschlossene Übernahme von Power-One trug zum Auftrags- und Umsatzplus bei.

Division Niederspannungsprodukte: Der Auftragseingang für frühzyklische Produkte wie Leistungsschalter, Steuergeräte und Kabelzubehör erhöhte sich im Berichtsquartal in den meisten Regionen im Einklang mit dem allgemeinen Wirtschaftswachstum. Dem standen jedoch rückläufige Aufträge in spätzyklischen Produkt- und Systemgeschäften der Bergbau- und Versorgungsindustrie gegenüber. Der Umsatz legte zu, gestützt durch starke Zuwächse im Servicegeschäft.

Division Prozessautomation: Das Auftragsplus seitens Öl- und Gaskunden wurde durch rückläufige Aufträge in den meisten anderen Sektoren im Vergleich zur Vorjahresperiode mehr als aufgehoben. Die Vergabe von Grossaufträgen wurde weiter hinausgezögert oder verschoben, insbesondere in der Bergbauindustrie. Auch die Produktaufträge gaben leicht nach, trotz eines moderaten Anstiegs im Turboladergeschäft. Geografisch betrachtet legte der Auftragseingang in Asien zu, während er in Europa und auf dem amerikanischen Kontinent zurückging. Der Umsatz wuchs aufgrund der erfolgreichen Abwicklung von Aufträgen aus dem Auftragsbestand, vor allem im Marine- und Bergbaugeschäft. Der Serviceumsatz blieb gegenüber der Vorjahresperiode stabil.

Division Energietechnikprodukte: Die Nachfrage von Kunden aus der Industrie und dem Stromverteilungssektor eröffnete der Division erneut Absatzmöglichkeiten, während weiterhin nur verhalten in Stromübertragungsprojekte investiert wurde. Der Serviceumsatz wuchs weiter. Insgesamt zeigte sich der Umsatz stabil, was vor allem auf die Generierung von Umsatzerlösen aus dem Auftragsbestand zurückzuführen ist.

Division Energietechniksysteme: Die Basisaufträge blieben im Berichtsquartal auf dem Niveau der Vorjahresperiode. Die Grossaufträge gingen weiter zurück. Gründe hierfür sind aufgeschobene Projektvergaben und die selektivere Projektauswahl von ABB im Rahmen der strategischen Neupositionierung der Division. Trotz dieses Rückgangs erhöhte sich der Gesamtumsatz der Division.

Ertragslage im Überblick

Operatives EBITDA

Das operative EBITDA erreichte im vierten Quartal 2013 USD 1,4 Mrd. und lag damit 3 Prozent über dem Wert der Vorjahresperiode – trotz der vorab bekannt gegebenen Aufwendungen von rund USD 260 Mio. im Zusammenhang mit Projektverzögerungen und operativen Problemen in der Division Energietechniksysteme. Das operative EBITDA stieg gegenüber der Vorjahresperiode in allen Divisionen einschliesslich der Division Energietechniksysteme, die auch im Vorjahresquartal Aufwendungen zur Verbesserung der operativen Performance berichtet hatte. Die operative EBITDA-Marge erhöhte sich in der Division Energietechnikprodukte, der Division Niederspannungsprodukte und der Division Prozessautomation, während sie in der Division Industrieautomation und Antriebe nachgab. Hier spiegelt sich der Verwässerungseffekt der im dritten Quartal 2013 abgeschlossenen Übernahme von Power-One wider.

Kostensenkungen von etwa USD 350 Mio. im Berichtsquartal und fortgesetzte Produktivitätssteigerungen konnten den Preisdruck mehr als ausgleichen. Im Gesamtjahr 2013 beliefen sich die Kosteneinsparungen auf rund USD 1,2 Mrd.

Konzerngewinn

Der Konzerngewinn verringerte sich in der Berichtsperiode um 13 Prozent auf USD 525 Mio. Hierin enthalten waren Abschreibungen und Amortisation von rund USD 350 Mio., davon USD 104 Mio. im Zusammenhang mit Übernahmen.

Die Restrukturierungskosten betrugen etwa USD 160 Mio., einschliesslich der im vierten Quartal 2013 bereits bekannt gegebenen zusätzlichen Aufwendungen in Höhe von USD 50 Mio. in der Division Energietechniksysteme. Akquisitionsbedingte Aufwendungen und bestimmte nicht-operative Belastungen beliefen sich auf rund USD 90 Mio. und hingen hauptsächlich mit Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten, Aufwendungen im Zusammenhang mit der Übernahme von Power-One und Verlusten beim Verkauf einiger nicht zum Kerngeschäft gehörender Unternehmensteile zusammen.

Der Nettofinanzaufwand stieg von USD 37 Mio. im Vorjahresquartal auf USD 72 Mio. Der Grund hierfür waren positive Effekte aus der Klärung bestimmter steuerbezogener Eventualverbindlichkeiten im Jahr 2012, die sich 2013 nicht wiederholten. Die Steuerrückstellungen beliefen sich im vierten Quartal 2013 auf USD 178 Mio. und im Gesamtjahr auf USD 1,1 Mrd. Das führte 2013 zu einem Jahressteuersatz von rund 28 Prozent. Ein Verlust in Höhe von USD 22 Mio. aus nicht weitergeführten Aktivitäten hing mit Aufwendungen in Bezug auf zuvor veräusserte Unternehmensteile zusammen.

Der unverwässerte Gewinn je Aktie betrug im vierten Quartal 2013 USD 0.23 und im Gesamtjahr USD 1.21.

Division Industrieautomation und Antriebe: Das operative EBITDA stieg aufgrund der höheren Umsätze. Die operative EBITDA-Marge gab dagegen leicht nach, was mit dem Verwässerungseffekt der Übernahme von Power-One zu erklären ist.

Division Niederspannungsprodukte: Das operative EBITDA und die operative EBITDA-Marge erhöhten sich aufgrund der Umsatzzuwächse und des fortgesetzten erfolgreichen Kostenmanagements. Auch die starken Serviceumsätze stützten die Ertragskraft.

Division Prozessautomation: Höhere Umsätze, eine strenge Kostenkontrolle und die verbesserte Projektabwicklung trugen zur Steigerung des operativen EBITDA und der operativen EBITDA-Marge bei.

Division Energietechnikprodukte: Das operative EBITDA und die operative EBITDA-Marge konnten bei stabilen Umsätzen und anhaltender Kostendisziplin auf dem Niveau des Vorjahres gehalten werden.

Division Energietechniksysteme: Die in den meisten Geschäftsbereichen verbesserte Ertragskraft, die mit erfolgreichem Kostenmanagement und der effektiveren Auftragsabwicklung in einem Grossteil des Projektportfolios erzielt wurde, wurde durch vorab bekannt gegebene Aufwendungen von rund USD 260 Mio. mehr als aufgehoben. Diese Aufwendungen hingen mit Belastungen im Offshore-Windkraftgeschäft und mit Massnahmen zur Fertigstellung verschiedener älterer Projekte aus dem Auftragsbestand zusammen.

Bilanz und Cashflow

Die Gesamtverschuldung belief sich auf USD 8 Mrd., gegenüber USD 10 Mrd. Ende 2012. Hier spiegeln sich die Rückzahlung einer Anleihe und geringere kurzfristige Finanzschulden wider.

ABB wies im vierten Quartal 2013 einen Cashflow aus Geschäftstätigkeit von USD 2,1 Mrd. aus. Der erhebliche Cashflow-Zuwachs in der Division Energietechnikprodukte konnte die Rückgänge in den anderen Divisionen kompensieren, die gegenüber den Rekord-Cashflows im Vorjahresquartal verzeichnet wurden. Das Nettoumlaufvermögen in Prozent des Umsatzes3 belief sich auf 15 Prozent, gegenüber 14 Prozent in der Vorjahresperiode.

Die Nettoverschuldung3 ging von USD 1,6 Mrd. per Jahresende 2012 auf USD 1,5 Mrd. zum Ende des vierten Quartals 2013 zurück.

Der freie Cashflow3 erreichte im Geschäftsjahr 2013 USD 2,6 Mrd., was einer «Conversion Rate»3 von 94 Prozent des Konzerngewinns entspricht. Dieser Wert liegt im Einklang mit der Zielvorgabe des Unternehmens, im Zeitraum 2011 bis 2015 eine durchschnittliche «Free Cashflow Conversion Rate» von über 90 Prozent zu erzielen. Im freien Cashflow enthalten sind Netto-Investitionsausgaben von rund USD 1 Mrd. – ein Rückgang um 18 Prozent gegenüber 2012.

Die Cashflow-Rendite auf das investierte Kapital (Cash Return on Invested Capital, CROI)3 belief sich für das Geschäftsjahr 2013 auf 11,6 Prozent, verglichen mit 12,1 Prozent im Vorjahr. Ursächlich für den Rückgang war vor allem die geringere Cashflow-Rendite in der Division Energietechniksysteme.

Dividende

Der Verwaltungsrat von ABB hat vorgeschlagen, die Dividende für das Geschäftsjahr 2013 auf CHF 0.70 je Aktie zu erhöhen, gegenüber CHF 0.68 je Aktie im Jahr 2012. Der Vorschlag entspricht der Dividendenpolitik von ABB, über den Zeitverlauf eine stetig steigende und nachhaltige Dividende zu zahlen. Wie schon in früheren Jahren schlägt der Verwaltungsrat vor, die Dividende aus den Reserven des Eigenkapitals von ABB Ltd auszuschütten. Diese Zahlung würde nicht der Schweizer Quellensteuer unterliegen. Falls die Dividende auf der Generalversammlung des Unternehmens am 30. April 2014 von den Aktionären genehmigt wird, fällt das Ex-Dividende-Datum auf den 5. Mai 2014. Die entsprechenden Ausschüttungstermine wären der 8. Mai 2014 für an der SIX Swiss Exchange gehandelte Aktien, der 12. Mai für die an der NASDAQ OMX in Schweden gehandelten Aktien und der 15. Mai für American Depositary Shares, die an der New York Stock Exchange in den USA gehandelt werden.

Management

Im November 2013 gab ABB mit Wirkung zum 1. Dezember die Ernennung von Claudio Facchin zum Leiter der Division Energietechniksysteme bekannt. Ebenfalls im vierten Quartal, zum 15. November, wurde Jean-Christophe Deslarzes als Personalchef in die Konzernleitung berufen, wie vorab bereits bekannt gegeben worden war. Darüber hinaus trat Greg Scheu in der Konzernleitung seine neue Position als Leiter der Region Nordamerika und der globalen Eingliederung von akquirierten Unternehmen an.

Text

Der langfristige Ausblick für die Nachfrage nach unseren Geschäften bleibt eindeutig positiv. Der Bedarf an einer effizienten und zuverlässigen Stromübertragung und -verteilung wird weiter steigen, angetrieben durch Faktoren wie die zunehmende Urbanisierung in den Schwellenländern, Massnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels, den rasch wachsenden Energiebedarf aufgrund der fortschreitenden Digitalisierung und die Modernisierung alternder Stromnetze. Gleichzeitig wird sich die Nachfrage nach industriellen Automationslösungen erhöhen, da Kunden eine Steigerung von Produktivität, Effizienz, Produktqualität und Sicherheit anstreben. ABB ist mit einer starken Marktpräsenz, der geografisch ausbalancierten Geschäftstätigkeit, dem breiten Portfolio, der Technologieführerschaft und der Finanzkraft gut aufgestellt, um diese Chancen für langfristiges profitables Wachstum zu nutzen.

Kurzfristig betrachtet gibt es einige positive frühzyklische makroökonomische Signale wie das stärkere Wachstum in den USA und das ermutigende Wachstum in vielen Teilen Europas. Es bestehen jedoch auch Unsicherheiten im Hinblick auf die Effekte der quantitativen Lockerung und auf die Dynamik und Stärke der Wirtschaftsentwicklung in den Schwellenländern, vor allem in China.

Vor diesem Hintergrund zielt das Managementteam von ABB darauf ab, das profitable organische Wachstum systematisch voranzutreiben. Zu diesem Zweck will das Unternehmen die Marktdurchdringung erhöhen, mehr Umsatz mit innovativen neuen Produkten erwirtschaften und in neue attraktive Marktsegmente expandieren. Ausserdem strebt das Management eine Intensivierung der bereichsübergreifenden Zusammenarbeit an. Das betrifft unter anderem den weiteren Ausbau des Servicegeschäfts, die erfolgreiche Integration akquirierter Unternehmen und die Steigerung der Produktivität von ABB durch die konsequente Ausrichtung interner Supportaktivitäten auf Kundenbedürfnisse. Eine dritte Priorität liegt auf einer konsequenten Umsetzung, insbesondere mit Blick auf Kosteneinsparungen, die Cashflow-Generierung und die Wiederherstellung sowie die Stabilisierung und Steigerung der Profitabilität auf einem höheren und konsistenteren Niveau in der Division Energietechniksysteme.

Zielvorgaben 2011 - 2015

ABB bestätigt die Konzernziele betreffend die operative EBITDA-Marge und die «Free Cash Flow Conversion» für den Zeitraum 2011 bis 2015. Das Unternehmen geht derzeit davon aus, eine Cashflow-Rendite auf das investierte Kapital im mittleren Zehnerprozentbereich zu erzielen. Da das BIP-Wachstum und die kundenseitigen Investitionsausgaben 2013 unter den Erwartungen lagen und da die Division Energietechniksysteme nun einen selektiveren Ansatz bei der Projektauswahl verfolgt, rechnet das Unternehmen für den genannten Zeitraum jetzt mit einem durchschnittlichen jährlichen Umsatzwachstum von 4 bis 5 Prozent. (Dies ist vergleichbar mit dem zuvor kommunizierten Ziel für das durchschnittliche jährliche Umsatzwachstum von 5,5 bis 8,5 Prozent auf Basis des Umsatzes 2010 und ohne nach 2011 vollzogene Akquisitionen mit einem Umsatz von über USD 50 Mio. sowie ohne Baldor, Ventyx und Mincom. Wie vorab mitgeteilt, lag die entsprechende Zielvorgabe für das durchschnittliche jährliche Umsatzwachstum mit Baldor, Ventyx und Mincom bei 7 bis 10 Prozent). ABB geht davon aus, dass 2014 mit Blick auf das Umsatzwachstum ein herausforderndes Jahr wird. Das Unternehmen rechnet jedoch damit, 2015 auf den vor 2013 verzeichneten Wachstumskurs zurückzukehren. ABB wird sich dafür einsetzen, dass das durchschnittliche jährliche Wachstum des Gewinns je Aktie das untere Ende des Zielkorridors von 10 bis 15 Prozent erreicht.

Quelle: ABB

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