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Gestützt auf die große Akquisition eines Geschäfts für Abwasserpumpen und organisches Wachstum stieg der Bestellungseingang von Sulzer im ersten Halbjahr 2012 nominal deutlich um 11 Prozent auf CHF 2.025 Mio.
Bereinigt um Währungseffekte sowie um Akquisitionen und Devestitionen erhöhte sich der Bestellungseingang um 1 Prozent. Akquisitionen trugen CHF 208 Mio. bei. Der starke Schweizer Franken führte zu einem negativen Umrechnungseffekt von CHF 23 Mio. auf das Bestellvolumen.
Der Umsatz stieg im ersten Halbjahr 2012 deutlich auf CHF 1.923 Mio., was einem nominalen Wachstum von 20 Prozent (bereinigt* 9 Prozent) gegenüber der ersten Hälfte des Vorjahres entspricht. Akquisitionen trugen CHF 199 Mio. bei, während der starke Schweizer Franken zu einem negativen Umrechnungseffekt von CHF 24 Mio. führte. Alle Divisionen verzeichneten positive Wachstumsraten auf bereinigter* und nominaler Basis.
Das Betriebsergebnis stieg auf CHF 193 Millionen und die Rentabilität blieb auf einem soliden zweistelligen Niveau trotz akquisitionsbedingten Belastungen und einem höheren Umsatzanteil von Neuanlagen vor allem bei Sulzer Pumps. In den Umsatzrenditen der Divisionen ist ein Anstieg der Konzernabgaben auf dem Umsatz um 50 Basispunkte enthalten. Der den Aktionären von Sulzer zustehende Nettogewinn stieg auf CHF 132 Millionen. Der Gewinn je Aktie (EPS) erhöhte sich um 4,9 Prozent auf CHF 3.87. Der Free Cash Flow verbesserte sich deutlich auf CHF 116 Millionen im ersten Halbjahr 2012.
Der Öl- und Gasmarkt blieb stabil auf hohem Niveau und die starke Nachfrage im Transportmarkt und in der allgemeinen Industrie hielt weiter an. Im Energiemarkt waren erste Anzeichen einer Erholung auszumachen. Asien-Pazifik und Nordamerika waren die wichtigsten Wachstumstreiber.
Mit der Refinanzierung einer bestehenden Kreditlinie über CHF 500 Millionen unterstrich Sulzer das starke Kreditprofil des Unternehmens.
Ausblick für 2012 Die anhaltenden Unsicherheiten an den Finanzmärkten und deren mögliche negativen Auswirkungen auf die Weltwirtschaft lassen sich nicht vollständig beurteilen und beinhalten ein gewisses Abwärtsrisiko. Basierend auf dem heutigen Wissensstand wird im Gesamtjahr ein hohes einstelliges Wachstum von Bestellungseingang und Umsatz erwartet, vor allem durch die große Akquisition und durch organisches Wachstum. Die Rentabilität dürfte im zweistelligen Bereich bleiben. Die Aktivitäten in den Märkten Öl und Gas, Energie sowie Wasser bleiben voraussichtlich auf hohem Niveau stabil. Im Transportmarkt und in der allgemeinen Industrie wird mit weiterhin hohen Aktivitäten gerechnet. Asien-Pazifik und Nordamerika dürften die Wachstumstreiber für das Unternehmen bleiben.
Im Detail: Sulzer Pumps Die Division steigerte den Bestellungseingang im ersten Halbjahr deutlich, vor allem durch die große Akquisition. Der Wassermarkt wuchs weiter, insbesondere das Abwassersegment. Der Öl- und Gasmarkt blieb auf hohem Niveau stabil, während im Energiemarkt erste Anzeichen einer Erholung auszumachen waren. Rege Aktivitäten wurden vor allem in Nordamerika, Asien-Pazifik und in Russland verzeichnet.
Der Umsatz wuchs noch stärker als der Bestellungseingang, angetrieben durch die große Akquisition und durch organisches Wachstum. Die Rentabilität wurde durch akquisitionsbedingte Amortisation, den veränderten Business-Mix mit einem höheren Umsatzanteil von Neuanlagen sowie durch um 50 Basispunkte höhere Konzernabgaben auf dem Umsatz belastet.
Mit neuen Produkten trieb Sulzer Pumps die Innovation weiter voran, insbesondere durch eine neue Mehrphasen-Unterwasserpumpe und zusätzliche Lösungen in den Bereichen Entsalzung und solarthermische Kraftwerke. Die Division baute die Präsenz in den aufstrebenden Märkten mit zusätzlichen Servicezentren in China und Russland sowie einer Anlage für Packungen in Südkorea weiter aus. Die Integration der akquirierten Wasser- und Abwassergeschäfte ist auf gutem Weg.
Für das Gesamtjahr erwartet die Division ein zweistelliges Wachstum von Bestellungseingang und Umsatz. Die Rentabilität dürfte das Niveau von 2011 erreichen. Die Aktivitäten in den Märkten Öl und Gas, Energie sowie Wasser bleiben voraussichtlich auf hohem Niveau stabil. Nordamerika, Asien-Pazifik und Russland dürften weiterhin das Wachstum der Division antreiben.
Im Detail: Sulzer Metco In einem weiterhin positiven Umfeld in den Schlüsselmärkten steigerte die Division ihren Bestellungseingang im Vergleich zur ersten Hälfte des Vorjahres weiter. Besonders hoch war die Nachfrage nach den innovativen Beschichtungslösungen der Division im Energiemarkt und in der Luftfahrt. Die Aktivitäten in der Automobilindustrie blieben auf dem aktuell hohen Niveau. Die Nachfrage war in Nordamerika und Asien-Pazifik besonders ausgeprägt, während sie in Europa stabil blieb.
Der Umsatz nahm entsprechend dem Bestellungseingang zu. Die Rentabilität blieb zweistellig, trotz des Anstiegs der Konzernabgaben auf dem Umsatz um 50 Basispunkte. Aufgrund der kontinuierlich hohen Nachfrage nach den innovativen Beschichtungslösungen der Division wurden die Produktionskapazitäten für Keramikpulver in Deutschland ausgebaut, in China und Indien sind Erweiterungen geplant.
Die Division baute ihre führende Position durch neue innovative Lösungen im Portfolio weiter aus. Zum Beispiel wurden ein neuer Plasmabrenner für thermisches Spritzen mit erhöhter Produktivität und eine neue kratzfeste Beschichtung für die Kunststoffindustrie am Markt eingeführt. Mit der Kaltgasspritztechnologie und dem Laser-Auftragsschweißen enthält das Oberflächenportfolio der Division neue Kompetenzen mit hohem Wert für die Kunden. Die globale Präsenz wurde durch ein zusätzliches Verkaufsbüro in Brasilien erweitert. In China wurde ein neues Shop-in-Shop-Beschichtungszentrum eröffnet. Die Division trat außerdem dem Commonwealth Center for Advanced Manufacturing (CCAM) bei. Diese Forschungseinrichtung fördert die Zusammenarbeit von hervorragenden US-Universitäten mit führenden globalen Industrieunternehmen.
Die Division rechnet für das Gesamtjahr mit einem moderaten Anstieg von Bestellungseingang und Umsatz. Die Rentabilität dürfte leicht steigen. Die Aktivitäten in den Märkten Automobil und Luftfahrt sowie in der allgemeinen Industrie werden sich voraussichtlich weiterhin auf dem aktuell hohen Niveau bewegen, unterstützt durch die aufstrebenden Märkte und Nordamerika.
Im Detail: Sulzer Chemtech Der Bestellungseingang der Division sank leicht gegenüber der sehr starken ersten Vorjahreshälfte. Der Markt für die Weiterverarbeitung von Öl und Gas (Downstream) entwickelte sich positiv, sowohl für die Mass-Transfer-Technologie als auch im Bereich Tower Field Services. Dagegen verzögerten sich einige Projekte für den Bereich Prozesstechnologie. Die Nachfrage nach Zweikomponentenmischsystemen in den Märkten Dental, Industrie und Bauwesen blieb auf dem Niveau der ersten Hälfte des Vorjahres. In Asien sowie in Nord- und Südamerika war die Nachfrage besonders hoch, während die Kunden in Europa mit Investitionen relativ zurückhaltend waren.
Die Division steigerte den Umsatz und das Betriebsergebnis deutlich. Die Rentabilität blieb zweistellig, trotz der um 50 Basispunkte gestiegenen Konzernabgaben auf dem Umsatz.
Die Division unternahm weitere Schritte, um ihre Position in den schnell wachsenden Märkten Asiens zu stärken. Die Geschäftseinheit Mass Transfer Technology wird ab Anfang 2013 von Singapur aus geleitet. Außerdem bauen die Geschäftseinheiten Prozesstechnologie und Mixpac Systems ihre Aktivitäten in China aus. Mit der Inbetriebnahme der Pilotanlage für innovative Biokunststoffe in der Schweiz stärkte die Division ihre führende Position in diesem vielversprechenden Markt. Die Anlage verfügt über eine Produktionskapazität von bis zu 1.000 Tonnen Biopolymeren pro Jahr und unterstützt die weitere Entwicklung für Geschäftsmöglichkeiten in enger Zusammenarbeit mit Kunden.
Für das Gesamtjahr erwartet die Division ein moderates Wachstum des Bestellungseingangs und einen höheren Umsatz. Die Rentabilität dürfte zweistellig bleiben. Die Aktivitäten im Markt für die Weiterverarbeitung von Öl und Gas (Downstream) sollten sich weiterhin auf dem aktuellen Niveau bewegen. Bei der Prozesstechnologie wird mit einer höheren Nachfrage gerechnet. Die Nachfrage in den Märkten Dental, Industrie und Bauwesen dürfte auf dem aktuellen Niveau bleiben. Asien sowie Nord- und Südamerika werden voraussichtlich weiterhin das Wachstum antreiben.
Im Detail: Sulzer Turbo Services Die Division steigerte den Halbjahres-Bestellungseingang auf ein Rekordhoch, unterstützt durch große Serviceprojekte in Nord- und Südamerika, Beiträge aus neuen Märkten in Asien-Pazifik sowie Synergien durch das integrierte Geschäft. Das positive Umfeld in den Industrien Öl und Gas sowie Transport unterstützten das Wachstum. Im Energiemarkt und in der allgemeinen Industrie blieben die Aktivitäten stabil.
Der Umsatz nahm entsprechend dem hohen Bestellungswachstum zu. Das Betriebsergebnis und die Rentabilität legten zu, trotz des Anstiegs der Konzernabgaben auf dem Umsatz um 50 Basispunkte.
Um weiteres nachhaltiges Wachstum zu sichern, startete die Division zielgerichtete Initiativen: Die Synergien zwischen dem Bereich für rotierende Maschinen und dem elektromechanischen Geschäft wurden weiter entwickelt. Die Division stieß in neue Märkte wie Bergbau, Eisenbahn und Schifffahrt vor. Zusätzliche regionale Teams wurden eingesetzt, um die langfristigen Serviceverträge zu entwickeln, die über längere Zeiträume stabilere Erträge generieren. Die Division baute ihre globale Präsenz mit neuen Verkaufsbüros in Schanghai und Singapur aus. Kapazitäten und Kompetenzen im neuen Büro in Russland wurden weiter gestärkt.
Die Division erwartet für das Gesamtjahr einen moderaten Anstieg des Bestellungseingangs. Der Umsatz wird sich voraussichtlich stabilisieren, hauptsächlich wegen der Terminierung großer und langfristiger Projekte. Die Rentabilität dürfte zweistellig sein. Die Nachfrage nach den Services der Division in den Märkten Öl und Gas sowie Energie und in der allgemeinen Industrie wird voraussichtlich auf dem aktuellen Niveau bleiben. Nord- und Südamerika sowie Asien-Pazifik dürften in diesem Jahr weiterhin das Wachstum antreiben.
* Bereinigt um Währungseffekte sowie um Akquisitionen und Devestitionen
Quelle: Sulzer
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