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25.07.2012

150 Jahre Hilge: Edelstahlpumpen im Hygienic Design

Standort Bodenheim (Quelle: Grundfos)

Nach der Firmengründung im Jahr 1862 hat sich Hilge schon nach kurzer Zeit in der Getränke- und Lebensmittel-Industrie, später auch bei Pharmazeuten und Biochemikern einen hervorragenden Ruf erworben.

Zu Beginn fertigt der Messinggießer Peter Hilge noch spezielle Hähne, Armaturen und Gewindestutzen für Winzer. 1865 konstruiert er die erste Getränkepumpe der Welt, eine Weinpumpe (‚Rheinische Circularpumpe’). 1875 folgt ein Bierdruckregler und 1924 ersetzt das schon gut bekannte Unternehmen die stoßweise arbeitende Verdrängerpumpe durch eine weitgehend pulsationsfrei arbeitende Kreiselpumpe.

Vor allem im sensiblen Feld der pharmazeutischen Industrie und Biochemie spielt neben dem konstruktiven Element die produktberührte, hochkorrosionsfeste und vor allem porenfreie Oberfläche des verwendeten Edelstahles die alles entscheidende Rolle. Deshalb setzen Hygiene-Pumpen der Hygia-Baureihe aus tiefgezogenem CrNiMo-Walzstahl im Jahr 1962 einen wichtigen Meilenstein. Diese Material-Philosophie findet sich bei Pumpen der Marke ‚Hilge‘ bis in die Gegenwart - perfektioniert durch den Einsatz von starkwandigem Walzmaterial und Roboterschweißungen.

Heute sind die aus Schmiede- bzw. Walzstahl gefertigten Pumpen der Marke ‚Hilge‘ ein wichtiges Segment im Angebot des weltweit präsenten Grundfos-Konzerns, der 2004 das Unternehmen Hilge mit Sitz in Bodenheim übernimmt und so seinen Markteintritt in die Bereiche Food, Beverage und Pharma beschleunigt. Hygiene- und Sterilpumpen werden über 50 Vertriebsgesellschaften der Grundfos-Gruppe weltweit angeboten. Mit großem Erfolg: Die Wachstumsraten außerhalb der traditionell ohnehin starken Hilge-Märkte (Deutschland, Westeuropa) liegen im hohen zweistelligen Prozentbereich.

Der Standort Bodenheim ist zudem für den Grundfos-Konzern das Kompetenzzentrum für Hygienetechnik. Hier produzieren die Mitarbeiter Edelstahlpumpen (Kreisel- und Verdrängerpumpen) nach den spezifischen Anforderungen des Qualified Hygienic Designs (QHD) und zertifiziert nach der EHEDG-Cleanability-Methode für die Getränketechnik, Lebensmitteltechnik, Pharmazie und Biochemie. Darüber hinaus entwickeln die hier tätigen Spezialisten kundenspezifische Problemlösungen in der allgemeinen Industrie, der Umwelt- und Oberflächentechnik.

Der Standort ist für die Fertigung aller Hygienic-Pumpen verantwortlich – auch für Einrichtung und Zulassung lokaler Montagewerke und der Fertigung vor Ort. Hinzu kommt die Verantwortung für Produktentwicklung, Produktmanagement, Schulung und Weiterbildung der Mitarbeiter, Verwaltung regionaler und lokaler Kompetenzzentren, den Technischen Support für Vertriebsorganisationen sowie den Großkunden-Support (Key Account Support).

Im April dieses Jubiläumsjahres hat Stephan Göttsche, Geschäftsführer der Grundfos Pumpenfabrik GmbH, Wahlstedt, in Personalunion auch die Geschäftsführung der Fabrik in Bodenheim übernommen.

Bis auf wenige Ausnahmen entsprechen alle Pumpen der Marke ‚Hilge‘ den Kriterien des Qualified Hygienic Designs (QHD). Sowohl die einstufigen als auch die mehrstufigen Kreiselpumpen der Baureihen Euro-Hygia bzw. F&B-Hygia und Contra bieten eine schonende Produktbehandlung – und das selbst in kritischen Temperaturbereichen. Maxa- und Maxana-Pumpen werden vorzugsweise in milchverarbeitenden Betrieben, in Filtrationsanlagen der Lebensmittelverfahrenstechnik sowie zum Fördern von Kondensat sowie Heiß- und Kaltwasser eingesetzt. Hygiana- und Durietta-Pumpen sind klassische Lösungen für die Getränkeindustrie. Drehkolbenpumpen Novalobe kommen für viskose Förderaufgaben zum Einsatz, Sipla-Seitenkanal-Aggregate finden sich häufig im Rücklauf von CIP-Anlagen.

Im Programm von Grundfos findet der Anwender nicht nur Pumpen und Systeme für die Primärprozesse der Food-, Beverage- und Pharma-Industrie. Das Produktportfolio umfasst auch Pumpen zum Dosieren und Systeme zur Desinfektion. Für alle Sekundärprozesse stehen Lösungen bereit – von der Wasserfassung, der Wasseraufbereitung und Wasserverteilung bis hin zur Abwasserentsorgung.

Bild: Standort Bodenheim (Quelle: Grundfos)

Quelle: Grundfos

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