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01.12.2011

Unterwasserpumpe SP Geotherm für geringe Förderhöhen optimiert

Unterwasserpumpe SP Geotherm (Foto: Grundfos)

Regenerative Energiequellen werden immer attraktiver: Sie sind quasi unerschöpflich, ihr Carbon Footprint ist ohne Makel. ‚Wärme praktisch gratis‘ bieten beispielsweise Wärmepumpen, die ganzjährig Heizungsenergie und Warmwasser für ein Gebäude bereitstellen.

Dazu wird die im Erdreich, im Grundwasser oder der Luft gespeicherte Sonnenenergie mit technischer Hilfe auf ein höheres Temperaturniveau angehoben. Ganz gratis ist das natürlich nicht: Für 100 Prozent Heizenergie werden aber lediglich ca. 25 Prozent elektrische Antriebsenergie für den Kompressor benötigt. Das rechnet sich für den Betreiber in überschaubarer Zeit, auch wenn die durchaus komplexe Anlagentechnik zunächst einiges an Investitionen abverlangt.

Ein Spezialfall sind Wasser/Wasser-Wärmepumpen: Sie schöpfen die Heizwärme aus dem Grundwasser, das auch im Winter noch eine Temperatur von +7 bis +12°C besitzt. Für den Betrieb sind ein Förder- sowie ein Schluckbrunnen erforderlich: Eine Brunnenpumpe entnimmt dem Förderbrunnen Grundwasser, das über den Verdampfer der Wärmepumpe bzw. einen Zwischenwärmetauscherkreis geleitet wird, dabei abkühlt und über den Schluckbrunnen wieder ins Erdreich zurückkehrt. Die Förderleistung der installierten Brunnenpumpe richtet sich nach der geforderten Heizleistung der Wärmepumpe.

Damit die Rechnung für den Betreiber möglichst rasch aufgeht, sollte die installierte Brunnenpumpe robust sein und durch einen hohen Wirkungsgrad für geringe Betriebskosten sorgen. Gerade bei den hohen Betriebsstunden einer Wärmepumpenanlage bedeutet jeder Wirkungsgrad-Prozentpunkt bares Geld für den Betreiber. Durch eine energiesparende Brunnenpumpe steigt die Jahresarbeitszahl (JAZ = Verhältnis zwischen abgegebener Wärmemenge und zugeführter Energie) der Gesamtanlage, welche ein wichtiges Kriterium bei der Förderung der Anlage durch die BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle) darstellt.

Grundfos hat die Brunnenpumpen SP Geotherm für diesen Spezialfall gezielt entwickelt. Da hauptsächlich die Druckverluste des Wärmetauschers und der Rohrleitungen zu überwinden sind, wurde die SP Geotherm hydraulisch für geringe Förderhöhen konzipiert (geringe Förderhöhe = geringe Stromaufnahme = geringe Energiekosten). Das sind keine Peanuts: Während die bisher verwendete SP3A-6 eine Leistungsaufnahme von 558 W hat, liegt die Leistungsaufnahme der neuen SP3A-3 Geotherm bei 360 W (bei 2,5 m³/h). Bei einer durchschnittlichen Betriebsdauer einer Wärmepumpe von 1900 Stunden/Jahr ergibt sich so eine Einsparung von ca. 380 kWh.

Die Brunnenpumpe SP Geotherm ist mit Drehstrom- (3 x 400 V) und Wechselstrommotoren (1 x 230 V) verfügbar; aufgrund der höheren Motorwirkungsgrade empfiehlt Grundfos die Drehstromausführungen.

Ein umfangreiches Zubehörprogramm erleichtert die Installation der SP Geotherm. Kann z.B. die Wärmepumpe die Brunnenpumpe nicht direkt schalten, bieten sich die beiden Steuergeräte Control OPCL CS (mit Hand-O-Auto-Schalter, Motorschutzrelais und Warnleuchte) und Control OPCL CS-EL (zusätzlich mit einer Auswerteeinheit für Niveauelektroden, um die Pumpe im Brunnen vor Trockenlauf zu schützen) an.

Bild: Unterwasserpumpe SP Geotherm (Foto: Grundfos)

Quelle: Grundfos

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