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23.09.2011

140 Jahre KSB: Vom Pfälzer Unternehmen zur Weltfirma

Historische Ansicht des KSB-Werks in Frankenthal um 1917 (Foto: KSB)

Am 18. September wurde der Pumpen- und Armaturenhersteller KSB 140 Jahre alt. Die Mitarbeiter des Unternehmens haben dieses Jubiläum bereits in den vorangegangenen Wochen an fünf Standorten feierlich begangen.

Zum Feiern gibt es einigen Grund: Was 1871 mit Firmengründer Johannes Klein und 12 Beschäftigten auf einem Frankenthaler Ackergelände begann, hat längst die Dimensionen eines mittelständischen Betriebes gesprengt. Mit mehr als 15.000 Mitarbeitern, Produktionsstandorten auf allen Kontinenten und einem Umsatz von rund 2 Milliarden Euro gehört KSB heute zu den weltweit führenden Herstellern von Kreiselpumpen und Armaturen. Die Pumpen des Unternehmens transportieren neben Rein- und Schmutzwasser alle Arten materialtechnisch anspruchsvoller Flüssigkeiten, darunter auch Säuren und Laugen. Selbst Feststoff-Wasser-Gemische mit Sand, Steinen oder Erzen können die KSB-Aggregate hydraulisch fördern.

Den Anfang innovativer Technikentwicklung bildete 1871 ein Kesselspeiseapparat des jungen Ingenieurs Johannes Klein. Um diesen industriell zu fertigen, nahm er die Hilfe zweier Partner – Friedrich Schanzlin und August Becker – in Anspruch. Dem ersten Erzeugnis folgten Armaturen für Dampfkessel und die chemische Industrie. Zum Aufblühen der jungen Fabrik trugen in den Folgejahren wesentlich der 1883 patentierte Kleinsche Kondensationstopf und ab 1894 die dampfgetriebene Kolbenpumpe UNA bei.

Heute zählen vor allem kraftwerkstechnische Hochdruckpumpen und -armaturen zu den technologischen Spitzenprodukten des Unternehmens. Daneben sorgen Standardpumpen und -armaturen dafür, dass KSB-Produkte weltweit in Industriebetrieben, in Wasser- und Klärwerken sowie in Wohn- und Bürogebäuden zum Einsatz kommen. Das vielseitige KSB-Programm fertigen derzeit Mitarbeiter in 19 Ländern. In Deutschland sind die wichtigsten Produktionsstätten in Frankenthal, Pegnitz und Halle.

Dass KSB auf eine 140-jährige Erfolgsgeschichte zurückblickt, ist allerdings nicht allein das Verdienst von Ingenieurleistungen und überlegter Expansionspolitik. Mindestens ebenso wichtig waren die stabilen Eigentumsverhältnisse: Da Firmengründer Johannes Klein wie auch sein Bruder Jakob kinderlos blieben, ging das Klein’sche KSB-Vermögen auf den von Jakob Klein adoptierten KSB-Prokuristen Dr. Otto Klein-Kühborth über. Dieser übereignete seine Mehrheitsanteile an der 1887 gebildeten Aktiengesellschaft im Jahr 1964 der gemeinnützigen KSB-Stiftung. Mit diesem Schenkungsakt (wofür sein Sohn Dr. Wolfgang Kühborth einen Erbverzicht leistete) schuf Klein-Kühborth ein stabiles Fundament für die KSB-Gruppe.

Zu deren Wachstum trug zwischen den Weltkriegen der Erwerb mehrerer deutscher Firmen gleicher Fachrichtung bei. Daneben begann die Fertigung außerhalb der Landesgrenzen; sie fasste bereits in den 50er und 60er Jahren auch in Asien, Südamerika und Afrika Fuß. Auf die spätere Globalisierung der Wirtschaft war KSB daher mit einem weltweiten Netz von Vertriebs- und Fertigungsstätten gut vorbereitet.

Im Rahmen der KSB-Strategie will KSB nun seinen Umsatz binnen acht Jahren verdoppeln und dazu die Chancen der Globalisierung noch besser nutzen. Aktuell sind rund 200 strategische Projekte geplant oder schon in der Umsetzung, um KSB auf diesem neuen Expansionsschritt voranzubringen. Dabei setzt das Management auf ein nachhaltig profitables Wachstum, das KSB nicht zuletzt die dauerhafte finanzielle Unabhängigkeit sichert.

Der Vorstand der KSB AG arbeitet weiterhin in Frankenthal, an genau dem Ort, an dem vor 140 Jahren Johannes Klein, Friedrich Schanzlin und August Becker die erste Produktionshalle errichteten.

Bild: Historische Ansicht des KSB-Werks in Frankenthal um 1917 (Foto: KSB)

Quelle: KSB

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