impeller.net The Online Pump Magazine

21.09.2010

Messeneuheiten von der IFAT 2010 - Teil 1

Die IFAT hat nach ihrem Zusammenschluss mit der ENTSORGA vom 13. bis 17. September 2010 eine erfolgreiche Premiere gefeiert und sich als Weltleitmesse der Umwelttechnologiebranche etabliert. Impeller.net war dabei und stellt die neuesten Innovationen vor.

Abwasserpumpen


Allweiler AG stellte auf der IFAT ENTSORGA ein neues Statormaterial vor. Alldur wurde speziell für den Einsatz in Kläranlagen und die Förderung von abrasiven Abwässern entwickelt. Durch die neue Rezeptur des Elastomers und der Weiterverarbeitungsmethode steigt die Standzeit bis auf das Dreifache. Die Statoren sind ab sofort für alle Exzenterschneckenpumpen des Herstellers lieferbar. Allweiler produziert als einer der wenigen Hersteller alle Teile seiner Exzenterschneckenpumpen selbst in Deutschland. Besonders wichtig sind die Statoren der Pumpen, die exakt auf das jeweilige Fördermedium abgestimmt werden. Jährlich liefert das Bottroper Werk weltweit etwa 8.500 Exzenterschneckenpumpen für Klärwerke aus.

Die DWT Group (u.a. DAB, Alma) stellt die Abwasserschächte ECOPLANT 1600 und 2000 vor, die für den Einsatz mit den Pumpen ALMA RW 1500, 2000 und 2500 sowie RTL 2000 und RT 2000 konzipiert wurden. Die Aufstellung kann unter- oder überirdisch erfolgen. Die vollständig entfernbare Abdeckung erleichtert die Installation und Wartung der Pumpen. Beide Modelle sind für eine maximale Temperatur des Fördermediums von 40°C vorgesehen. Der Lieferumfang enthält das erforderliche Zubehör für die Verrohrung und den Anschluss der Pumpen.

Neue, leistungsstarke Hydrauliken sorgen für höheren Förderdruck, größeres Fördervolumen und gesteigerte Wirkungsgrade bei den neuen Abwassertauchpumpen-Reihen KX 44 bis KX 108 der HOMA Pumpenfabrik. Lieferbar bis DN500 Druckanschluss erzielen die Pumpen mit geschlossenen Mehrkanal-Laufrädern bis 200 Millimeter Durchgang Wirkungsgrade von über 80 Prozent. Alle Pumpen sind für den Tauchbetrieb sowie – mit Flüssigkeits-Kühlmantel – für die Trockenaufstellung lieferbar, wahlweise auch in explosionsgeschützter Ausführung.

ITT Water & Wastewater (Flygt) präsentiert zur IFAT/ENTSORGA 2010 neue Edelstahl- und Grauguss-Pumpen der Baureihe D 8000 und D 8200. Sie vereinen die bewährten original Robot Freistromlaufräder mit den robusten und effizienten Flygt Motoren. Die Einsatzgebiete der D 8000 Edelstahlpumpen, welche aus der Robot Baureihe RW-R hervorging, sind im Bergbau, in Kraftwerken, in der Stahl-, Papier- und chemischen Industrie sowie auf Deponien zu finden. Sie eigenen sich besonders gut im korrosiven Einsatz mit Feststoffanteil. Denn während alle mit dem Fördermedium
in Berührung kommenden Werkstoffe der Pumpe sehr widerstandsfähig sind, ermöglicht die Laufrad- und Hydraulik-Technologie einen hohen Feststofftransport.

PXFLOW Baureihe (Foto: Papantonatos)
Papantonatos präsentierte auf der IFAT die Hocheffizienzlaufräder für die PXFLOW Baureihe PX4-300. Damit sollen hydraulische Wirkungsgrade bis 84% erreicht werden. Darüber hinaus zeichnet sich die Baureihe durch eine Vielzahl technischer Details, wie das geschlossene Kühlsystem und die Cartdridge Wellendichtung aus. Die Pumpen wurden für den schnellen und einfachen Austausch von Wettbewerbsprodukten in existierenden Installationen konzipiert.


Sondex PX Pumper nutzte die IFAT um die Übernahme von PX Pumper durch Sondex am Markt zu kommunizieren. Der dänische Pumpenhersteller hat darüber hinaus seine Produktereihe erweitert und bietet jetzt Abwasserpumpen bis zu 95 kW an. Die Kühlmantelmotorpumpen sind sowohl für Trocken- als auch Nassaufstellung sowie für den transportablen Einsatz geeignet.

Die Abwassertauchpumpen ECO 81 bis 140 von Spechtenhauser bieten mit dem patentierten Turbinen-Kanalrad extreme Verstopfungssicherheit bei der Förderung von Abwasser mit Fest- und Faserstoffen sowie Fäkalien. Die robuste Graugusskonstruktion ist verschleißfest und überflutungssicher. Hohe Energieeffizienz, Wartungsarmut und Betriebssicherheit sind weitere Vorteile. Die Pumpen der ECO-Baureihe können sowohl trocken aufgestellt werden (z.B. an eine Pumpenkammer angeflanscht) oder als Tauchpumpe im Pumpenschacht betrieben werden.

Schneidradpumpen der Serie C-CR (Foto: Tsurumi)
Der japanische Hersteller Tsurumi stellt erstmals seine neuen Schneidradpumpen der Serie C-CR vor, die sich an kommunale und gewerbliche Anwender richten. Die neuen Pumpen sind mit einem 2- statt 4-poligen Motor ausgestattet, was die Geschwindigkeit des Laufrades von 1450 auf 2850 U/min gesteigert hat. Das spürt der Anwender durch einen bedeutend größeren Förderdruck. Auch die maximale Förderhöhe ist auf 47 Meter beim leistungsstärksten der sieben neuen Modelle gestiegen. Das verbaute Kanallaufrad mit Schneidwerk arbeitet höchst effektiv: Verstopfungen dürften selbst bei hohem Feststoffanteil nicht zu erwarten sein. Die Klinge aus ultra hartem Wolframkarbid ist dafür die beste Versicherung. Auch bei der neuen Serie greift Tsurumi auf die bewährte Technik der (weiterhin gebauten) C-Serie zurück. Der patentierte Ölverteiler trägt seit Jahren dazu bei, dass die japanischen Pumpen extrem lange Standzeiten erreichen und zusammen mit der wartungsarmen Bauweise als Allrounder für Schmutz- und Abwasser gelten.

SOLID = Safe Operation Logic Impeller Design (Foto: Wilo)
Eine Abwasserpumpe mit einer neu entwickelten Laufradform, die bei hohem Wirkungsgrad unempfindlich gegen Verstopfungen ist, präsentierte WILO zur IFAT ENTSORGA. Die Bauform SOLID (Safe Operation Logic Impeller Design) ist insbesondere für den Einsatz in Rohabwasser konzipiert, das einen besonders hohen Feststoffanteil aufweist. Hier kann es Anwendungsnachteile anderer marktgängiger Laufradformen im Rohabwassereinsatz kompensieren und den Pumpenbetrieb optimieren. Die Neuentwicklung trägt der Tatsache Rechnung, dass der Anteil der Feststoffe im Abwasser zunimmt und zugleich die Aggressivität des Abwassers steigt. Denn ein ressourcenschonenderes Verhalten der Verbraucher und der Einsatz wassersparender Techniken haben in den vergangenen Jahren zu einer kontinuierlichen Reduzierung des durchschnittlichen Wasserverbrauchs pro Kopf geführt.



Vorschaubild: Logo IFAT ENTSORGA (Foto: IFAT ENTSORGA)

Quelle: IFAT ENTSORGA

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