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15.09.2010

Neue Wilo-IF-Module BACnet und Modbus

Mit den neuen IF-Modulen BACnet bietet Wilo eine besonders universelle, zukunftsorientierte Lösung für die Einbindung von elektronisch geregelten Pumpen in die Gebäudeautomation. (Foto: Wilo)

Die Integration elektronisch geregelter Pumpen – z. B. für die Wärme- oder Kälteverteilung in größeren Liegenschaften – in die Gebäudeautomation (GA) zahlt sich durch eine Erhöhung des Nutzerkomforts sowie Betriebskostensenkungen aus.

Hier bietet der Dortmunder Pumpenspezialist Wilo mit universellen Steckplätzen in den Pumpen und verschiedenen Interface-(IF-)Modulen für die Anbindung in die jeweilige GA-Infrastruktur ein besonders flexibles, zukunftssicheres und wirtschaftliches System. Als Neuheit stehen jetzt auch für die elektronisch geregelten Trockenläuferpumpen des Herstellers IF-Module für die Standards BACnet und Modbus zur Verfügung. Sie erlauben eine nahtlose Integration in die neuesten Bussysteme der Gebäude- und Industrietechnik.

Lieferbar sind die neuen IF-Module BACnet für die Trockenläuferpumpen der Baureihen „Wilo-VeroLine-IP-E“ und „Wilo-CronoLine-IL-E“ sowie die hierauf basierenden Doppelpumpen. Sie erlauben eine durchgehende Kommunikation bis auf die Feldebene, dabei ist neben einer wirtschaftlichen und bedarfsgerechten Realisierung der benötigten Übertragungswege auch eine flexible nachträgliche Erweiterung möglich. Bereits seit einiger Zeit sind schon entsprechende IF-Module auch für die hocheffizienten Nassläuferpumpen der Baureihe „Wilo-Stratos“ verfügbar.

Installation und Anbindung an die Gebäudeautomation lassen sich schnell und einfach vornehmen. Die IF-Module werden zunächst im Klemmenkasten der Pumpe montiert und verdrahtet. Die anschließende Integration der Pumpen in die Gebäudeautomation kann auf direktem Weg erfolgen, da weder separate Hardware wie Gateways noch eine 0-10 V-Schnittstelle erforderlich sind. Dadurch reduziert sich der Platzbedarf, da keine Schaltkästen für externe Geräte oder eine zusätzliche Stromversorgung erforderlich sind. Ein weiterer Vorteil ist ein entsprechend geringerer Verdrahtungsaufwand. Bei Doppelpumpen-Anwendungen ist nur ein IF-Modul für die Master-Pumpe erforderlich, welches auch die Steuerung der Slave-Pumpe übernimmt. Im Zuge von Auf- und Umrüstungen der Gebäudeautomation genügt ein Wechsel der IF-Module, der mit wenigen Handgriffen erledigt ist.

Darüber hinaus bieten die IF-Module den Vorteil der spontanen Kommunikation mit hohen Übertragungsgeschwindigkeiten zwischen IF-Modul und Pumpe. Dadurch kann das System wesentlich schneller auf geänderte Betriebszustände reagieren, da die vom IF-Modul gelieferten Daten stets aktuell sind und deshalb keine zyklische Abfrage der Pumpendaten erforderlich ist. Die Pumpen können via Protokoll elektrische, mechanische und hydraulische Daten an die Gebäudeautomation übertragen. Ebenso lassen sich auf diesem Weg Steuer- und Regelbefehle an die Pumpen leiten. So kann nach verschiedenen Prozessgrößen wie z. B. Differenzdruck oder Temperatur geregelt werden oder die gewünschte Drehzahl direkt vorgegeben werden.

Das Datenprotokoll BACnet hat sich als zukunftsorientierter Standard für die Gebäudeautomation durchgesetzt. Bei Anbindung der elektronisch geregelten Nass- und Trockenläuferpumpen von Wilo über die neuen IF-Module lassen sich verschiedene Feldgeräte per MS/TP Medium RS485 mit BACnet vernetzen, d. h. neben Pumpen beispielsweise auch Klappenantriebe, Frequenzumformer oder Raumbediengeräte. Wilo unterstützt dabei die höchste spezifizierte Datenrate von 76.800 Baud. Für den Übergang auf andere Medien wie zum Beispiel BACnet/IP oder BACnet Ethernet nach ISO8802-3 können Router eingesetzt werden. Hierzu müssen lediglich Netzwerkparameter eingestellt werden, während die Datenpunkte selbst unverändert weitergegeben werden. Ein weiterer Vorteil ist, dass mit einem Anschluss bereits alle Kommunikationsmöglichkeiten zwischen Gebäudeautomation und Pumpe zur Verfügung stehen. Selbst wenn sie zunächst nicht komplett realisiert werden sollen, ist eine spätere Erweiterung der Datenkommunikation mit den Pumpen problemlos möglich. Die Offenheit des Protokolls erlaubt auch die Integration zukünftiger Medien und Übertragungswege. Das BACnet Protokoll ist so ausgelegt, dass es jederzeit erweitert werden kann.

Daneben stehen jetzt auch IF-Module Modbus für die elektronisch geregelten Trockenläuferpumpen von Wilo zur Verfügung. Als Standard für einfache Kommunikationsszenarien ist Modbus nicht auf den Bereich der Gebäudeautomation beschränkt, sondern ist zudem ein weltweit bewährter Industriestandard. Die Protokollstruktur ist ebenso einfach wie verbreitet. Hier kommt ebenfalls die RS485-Technik mit dem RTU-Protokoll zum Einsatz. Die Datenpunkte der neuen IF-Module Modbus sind weitgehend kompatibel zu denen, die über den Wilo-Schnittstellenkonverter „DigiCon-Modbus“ zur Verfügung stehen. Somit ist auch in vorhandenen Anlagen ein einfacher Umstieg auf die modulbasierte Architektur möglich.

Bild: Mit den neuen IF-Modulen BACnet bietet Wilo eine besonders universelle, zukunftsorientierte Lösung für die Einbindung von elektronisch geregelten Pumpen in die Gebäudeautomation. (Foto: Wilo)

Quelle: Wilo

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