Im Beisein der hessischen Umweltministerin Silke Lautenschläger ging das modernisierte Pumpspeicherkraftwerk Waldeck I Ende April offiziell in Betrieb.
E.on Wasserkraft investierte am Edersee insgesamt rund 52 Mio. Euro. Die Altanlage hatte seit der Inbetriebnahme 1932 jahrzehntelang zuverlässig grünen Strom produziert. Nun wurde das Kraftwerk teilweise modernisiert und durch ein neues Schachtkraftwerk ergänzt.
Mit dem fortschreitenden Ausbau anderer erneuerbarer Energien, wie Windkraft oder Solar, steigt der Bedarf nach Spitzenlaststrom zum Netzausgleich, darin waren sich die Gäste der Zeremonie einig. Auch die hessische Umweltministerin Silke Lautenschläger brachte es auf den Punkt: Für sie sei die Modernisierung bestehender und der Neubau zusätzlicher Pumpspeicherkraftwerke ein wesentlicher Bestandteil einer zukunftsorientierten Energiepolitik.
Das technische Gesamtkonzept für Waldeck I erarbeitete Voith Hydro mit dem Baupartner Bilfinger Berger in einem Konsortium. Es umfasste neben dem Bau eines neuen Pumpspeicherkraftwerks die Sanierung des Oberbeckens und die Modernisierung von zwei Turbinen der Altanlage zur Bereitstellung der so genannte Minutenreserve.
Die Auslegung von Pumpspeicherkraftwerken hat sich seit den 1930er Jahren sehr verändert und weiterentwickelt; ganz neue Anforderungen werden an ihren Betrieb gestellt. Daher konnte der neue Pumpspeichersatz mit einer Nennleistung von 74 MW nicht in die alte Anlage integriert werden, so dass ein neues Schachtkraftwerk direkt neben dem alten Bauwerk errichtet wurde.
"Waldeck steht für eine langjährige Partnerschaft von Voith Hydro und E.on", sagte Martin Andrä, Geschäftsführer der deutschen Einheit von Voith Hydro anlässlich der Einweihung. "Bereits 1932 kamen die Maschinen von Voith und waren Ausdruck von Spitzentechnologie. Wir sind stolz darauf, seit so langer Zeit Partner und somit Teil von Waldeck zu sein. Das sehen wir als Ausdruck der von uns gelebten Werte: langjährige, vertrauensvolle Beziehungen und Zusammenarbeit genauso wie gemeinsam entwickelte, hoch anspruchsvolle Lösungen."
Bild: M. Andrä (Voith), W. Gottschalk (Bürgermeister Edertal), S. Lautenschläger (Hessische Ministerin für Umwelt), C. Gattermann (E.ON Wasserkraft), O. Wilke (Landkreis Waldeck-Frankenberg). (Foto: Voith)
Quelle: Voith Hydro
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