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13.06.2008

Richter: PFA/PTFE-ausgekleidete hermetische Magnetpumpe zum Fördern großer Mengen hochkorrosiver Medien

Eine Alternative zu Metallpumpen: Die MNK 200-150-315 von Richter Chemie-Technik ist einsetzbar für Fördermengen bis 600 m³/h bei Förderhöhen bis 60 m FS (Foto: Richter Chemie Technik).

Mit der MNK 200-150-315 (Fördervolumen bis zu 600 m³/h!) hat Richter Chemie-Technik die weltweit leistungsfähigste PFA/PTFE-ausgekleidete Magnetkupplungspumpe im Programm.

Bei der Wacker Chemie AG in Burghausen, Business Unit "Acetyls", absolviert diese Pumpe seit Dezember 2007 den Praxistest und fördert eine bis zu 80°C heiße, sehr korrosive Mischung aus Essigsäure, Ameisensäure und Acetaldehyd. Sie ist dort in einem Bereich der Anlage installiert, der als besonders schwierig gilt.

Der über mehrere Monate laufende Probebetrieb soll den Nachweis erbringen, dass im Vergleich zu den bislang erprobten und eingesetzten metallischen Magnetkupplungs- und Gleitringdichtungspumpen eine deutlich längere Standzeit möglich ist. Hintergrund: Metallische Pumpen haben beim Fördern von Essigsäure bei höheren Temperaturen Probleme mit Spaltkorrosion, die Pumpen mussten in Intervallen von 6 bis 12 Monaten gewartet und instandgesetzt werden.

Die Voraussetzungen für eine lange Standzeit sind gut: Die MNK 200-150-315 ist als einstufige dichtungslose Chemiekreiselpumpe in Heavy duty-Horizontalbauweise nach EN 22858/ISO 2858/ISO 5199 konzipiert und damit qualifiziert u.a. für die Chlorelektrolyse und die Schwefelsäureherstellung und -aufbereitung.

Alle mit dem Fördermedium in Berührung kommenden Bauteile der MNK-Pumpe sind entweder dick mit PFA-Fluorkunststoff ummantelt (Gehäuse, Gleitlagerträger, Laufrad, Welle und innerer Magnetrotor), sind massiv aus PTFE-Fluorkunststoff gefertigt (Spalttopfeinsatz) oder bestehen aus gesintertem Siliciumcarbid SSiC (Gleitlagerung). Die SAFEGLIDE PLUS Gleitlagerung verhindert Schäden bei kurzzeitigem Trockenlauf. Leckagefreiheit ist durch das doppelte Spalttopfsystem zwischen innerem und äußerem Magnetrotor gewährleistet: Der Spalttopfeinsatz aus Fluorkunststoff ist hoch korrosionsbeständig, der äußere Spalttopf aus Kohlefaserverbundwerkstoff trägt die Druckbelastung.

Hochleistungs-Permanentmagnete erbringen Drehmomente bis 800 Nm und übertragen 120 kW bei 1450 min-1 bzw. 165 kW bei 2000 min-1.

Seit der Installation im Dezember 2007 arbeitet die Pumpe ohne Probleme. Bewährt sie sich, rechnet der Betreiber mit sehr deutlichen LCC-Kosteneinsparungen bis zu 70 %.

Die Wacker Chemie betreibt alleine im Werk Burghausen rund 16.000 Strömungsmaschinen, darunter ca. 750 ausgekleidete Richter-Pumpen. Die Magnetkupplungspumpe MNK ist dort eine anerkannte Alternative zu Magnetkupplungspumpen aus speziellen Metallen wie Hastelloy, Alloy20, Tantal, Nickel usw. Die Gründe liegen auf der Hand: Sie ist preiswerter in der Anschaffung, verursacht keine teuren Wirbelstromverluste und die Lieferzeit für Pumpe und Ersatzteile ist mit nur 4 bis 8 statt mit 10 bis über 20 Wochen zu veranschlagen.

Zehn weitere MNK 200-150-315 wurden bereits bzw. werden noch in diesem Jahr bei verschiedenen internationalen Chemieunternehmen in Betrieb genommen - mit Leistungen bis 400 m³/h zur Förderung von u.a. HCl und H2SO4 bei Temperaturen bis über 150°C.

Bild: Eine Alternative zu Metallpumpen: Die MNK 200-150-315 von Richter Chemie-Technik ist einsetzbar für Fördermengen bis 600 m³/h bei Förderhöhen bis 60 m FS (Foto: Richter Chemie Technik).

Quelle: Richter Chemie Technik

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