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24.04.2008

Energiesparendes Schaltgerät für ungeregelte Pumpen in Heizungs-, Klima- und Lüftungsanlagen

Ein Prototyp des „CC-HVAC“ bewährt sich schon seit zwei Jahren in der Drehzahlregelung einer zentralen Kälteversorgung im Kellergeschoss des Kulturpalastes Dresden. An diese sind auch die umliegenden Quartiere und die Frauenkirche angebunden (Foto: Wilo).

Ein besonders komfortables Regelgerät für die Steuerung von ungeregelten Nass- und Trockenläuferpumpen in Heizungs-, Klima- und Lüftungsanwendungen hat Wilo jetzt mit der Baureihe „CC-HVAC“ (HVAC = Heating, Ventilation, Air-Conditioning) vorgestellt.

Damit rundet der Dortmunder Pumpen- und Systemspezialist seine Produktlinie der „Comfort Controller“ (CC) bedarfsgerecht ab. Mit dem neu entwickelten Steuer- und Regelgerät können ein bis sechs Pumpen bei einer maximalen Leistung von 200 kW vollautomatisch geregelt werden. Auf Anfrage sind auch mehr als acht Pumpen und größere Motornennleistungen möglich. Mit den im Regelgerät standardmäßig vorhandenen Steuer- und Regelfunktionen kann der Pumpenbetrieb exakt an die jeweilige Anlage angepasst werden.

Herzstück des „Wilo-CC-HVAC“ ist ein von Wilo programmierter Systemcontroller, der die vollautomatische Steuerung und Regelung der Pumpenanlagen übernimmt. Dieser passt ungeregelte Pumpen in Ein- oder Mehrpumpenanlagen an die wechselnden Lastfälle an. Durch diese bedarfsorientierte Betriebsweise können erhebliche Energieeinsparungen erzielt werden. Bei der Auslegung von Umwälzpumpen für die Gebäudetechnik wird stets der Maximalbedarf des zu versorgenden Systems zugrundegelegt. Diese Leistung wird aber in der Praxis nur an wenigen Tagen eines Jahres benötigt. Zu allen anderen Zeiten verursachen ungeregelte Pumpen einen unnötig hohen Energieverbrauch. Wird die Pumpenleistung im Teillastbereich flexibel angepasst, reduziert sich der Strombedarf im Vergleich zu ungeregelten Anlagen erheblich.

Der „Wilo-CC-HVAC“ ist wahlweise mit oder ohne Frequenzumrichter lieferbar. Bei der Ausführung mit Frequenzumrichter ist die Drehzahl der Grundlastpumpe stufenlos regelbar. Je nach Anlage und Lastanforderung werden zusätzliche Spitzenlastpumpen automatisch zu- bzw. abgeschaltet, wobei die Feinregelung auf den eingestellten Sollwert stets durch die elektronische Drehzahlregelung der Grundlastpumpe erfolgt. Alternativ ist der „Wilo-CC-HVAC“ auch ohne Frequenzumrichter lieferbar, in diesem Fall werden die Pumpen z. B. lastabhängig in Kaskade ein- bzw. ausgeschaltet.

Der neue „Wilo-CC-HVAC“ ist durch seinen modularen Aufbau äußerst flexibel einsetzbar und kann auf verschiedenste kundenspezifische Anforderungen abgestimmt werden. Ein besonderer Pluspunkt ist die Bedienungsfreundlichkeit des Geräts. Alle relevanten Funktionen können über den multifunktionalen Touch Screen des „Wilo-CC-HVAC“ aufgerufen werden. Hier werden unter anderem Pumpen- und Systemstatus sowie der aktuelle Istwert permanent angezeigt. Eine übersichtliche Menüführung erleichtert die Bedienung und die Einstellung der Sollwerte. Die Hintergrundbeleuchtung zeigt den Betriebszustand weithin sichtbar an, hier sind die Varianten grün (normaler Betrieb), rot (Störung) oder orange (Fehlermeldung quittiert) vorgegeben.

Durch optional erhältliche Module z. B. für LON, Modbus oder Ethernet TCP/IP kann der „Wilo-CC-HVAC“ auch in die Gebäudeautomation integriert werden. Außerdem stehen Erweiterungsmodule zur Verfügung, die unter anderem die Ferndiagnose und -wartung per Internet oder Mobiltelefon ermöglichen.

Der „Wilo-CC-HVAC“ wird als komplette Funktionseinheit betriebsbereit angeliefert. Der Installationsaufwand vor Ort beschränkt sich dadurch auf ein Minimum. Es müssen nur noch die Anschlusskabel der Pumpen und eventuell vorhandener Signalgeber aufgelegt sowie der Netzanschluss hergestellt werden. Dadurch verringert sich der Zeitaufwand bis zur Inbetriebnahme der Anlage erheblich.

Ein Prototyp des „Wilo-CC-HVAC“ bewährt sich schon seit zwei Jahren in der Drehzahlregelung einer zentralen Kälteversorgung im Kellergeschoss des Kulturpalastes Dresden. An diese sind auch die umliegenden Quartiere und die Frauenkirche angebunden. Das System ist auf 4,5 MW Kälteleistung ausgelegt, der Gesamtvolumenstrom von ca. 600 m³/h wird dabei auf drei – aus Schallschutzgründen langsamlaufende – Umwälzpumpen aufgeteilt. Das „CC-HVAC“-System passt die Pumpendrehzahl exakt an den Bedarf des Kältesystems an.

Bild: Ein Prototyp des „CC-HVAC“ bewährt sich schon seit zwei Jahren in der Drehzahlregelung einer zentralen Kälteversorgung im Kellergeschoss des Kulturpalastes Dresden. An diese sind auch die umliegenden Quartiere und die Frauenkirche angebunden (Foto: Wilo).

Quelle: Wilo

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