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29.10.2007

Wilo EMU: Pumpenkompetenz auf erster „geofora“

Mit Werksbesichtigungen, Schulungsveranstaltungen, Vorträgen und eigenem Stand trug die Wilo EMU GmbH zum großen Erfolg der „geofora“ bei.

Ein breitgefächertes Informationsangebot rund um die Pumpentechnik in Brunnenanlagen steuerte die Wilo EMU GmbH zur ersten „geofora“ im September 2007 in Hof bei.

Der am Messestandort ansässige Pumpenspezialist trat dabei im Rahmen der als Fachmesse und Kongress für Bohrtechnik, Brunnenbau und Geothermie konzipierten Veranstaltung nicht nur als Aussteller auf. Vielmehr unterstützte Wilo die veranstaltende Bundesvereinigung der Firmen im Gas- und Wasserfach (figawa) auch als Mitglied im Messebeirat und durch Mitwirkung bei Planung und Realisierung des dreitägigen Kongressprogramms.

Die „geofora“, die mit 79 Ausstellern ausgebucht war, stieß bei allen Teilnehmern auf große Begeisterung. Rund 450 Teilnehmer besuchten den Fachkongress, bei dem unter anderem das zentrale Zukunftsthema „nachhaltige Wasserversorgung“ im Mittelpunkt stand.

In diesem Zusammenhang widmete sich ein Fachvortrag von Wilo EMU-Produktmanager Mario Hübner dem Pumpenmanagement und dem wirtschaftlichen Einsatz von Pumpen in Brunnen – auch und gerade unter energetischem Blickwinkel. Hübner hob in diesem Zusammenhang hervor, dass in Deutschland 80 Prozent des Wasserbedarfs durch Brunnen gedeckt werden, dies entspreche über 25.000 Brunnen allein für die Trinkwassergewinnung. „Hier stehen wir in der Verantwortung, einen Beitrag zur Reduzierung des Energieverbrauchs zu leisten“, betonte er. Angesichts der um ein Vielfaches höheren Brunnenanzahl weltweit formulierte er die zentralen Zukunftsziele für das Pumpenmanagement in den Wasserwerken: Leistungssteigerung, Senkung der Betriebskosten und Betriebszeitoptimierung. Es gelte dabei vor allem, den physikalischen, chemischen und bakteriellen Alterungsprozessen an den Brunnenkomponenten wie Druckrohr und Pumpe entgegenzuwirken, die für Leistungsrückgänge verantwortlich sind. Äußeren Einflüssen kann bereits durch Verarbeitung hochwertiger Materialien und Beschichtungen vorgebeugt werden. So schützt beispielsweise bei Unterwasserpumpen die von Wilo entwickelte Zwei-Komponenten-Beschichtung „Ceram“ vor korrosiven Fördermedien und erhöht die Standzeit und den Wirkungsgrad erheblich.

Zudem solle bei der Neuerstellung darauf geachtet werden, den Schaltschrank der Pumpe leicht zugänglich und in der Nähe des Brunnens anzuordnen. So können die relevanten Betriebsdaten regelmäßig abgelesen werden, die zur Beurteilung des Brunnensystems erforderlich sind. Bei nachlassender Leistung könne dann rechtzeitig über Maßnahmen der Brunnenregenerierung durch Entfernung von Ablagerungen entschieden werden.

Eine weitere zentrale Anforderung an die Brunnentechnik sei ein möglichst energiesparender Betrieb der Grundwasserförderung, so Hübner weiter. Der typische Energieverbrauch von Trinkwasserpumpen über deren gesamte Lebenszeit zeige, dass die Anschaffungskosten im Verhältnis zu den Energie- und Wartungskosten vergleichsweise gering sind, während allein die Energiekosten etwa drei Viertel ausmachen. Vor diesem Hintergrund komme es mit Blick auf die Lebenszykluskosten nicht darauf an, bei der Pumpenanschaffung zu sparen, sondern durch entsprechende Systemauswahl und -ausstattung einen möglichst geringen Energieverbrauch anzustreben.

Erhebliche Einsparpotenziale ließen sich beispielsweise durch den Einsatz von Frequenzumformern zur Drehzahlregulierung erschließen. Hierdurch lasse sich die Q/H-Linie an die Anlagenkennlinie anpassen, während es ansonsten beispielsweise durch eine Korrektur der Laufräder zu einer deutlichen Verschlechterung des Wirkungsgrades kommen würde. Unter dem Strich lasse sich der Gesamtwirkungsgrad der Pumpe auch bei wechselnden Betriebspunkten auf bis zu 70 Prozent einstellen. Demgegenüber liege der durchschnittliche Gesamtwirkungsgrad von Unterwasserpumpen in Brunnenanlagen aktuell nur zwischen 36 und 48 Prozent. Ziel der Drehzahlregulierung sei eine optimale Schaufelanströmung, um einen vibrationsfreien Betrieb zu gewährleisten. Dadurch erhöhe sich die Lebensdauer des Aggregats. Neue Motorengenerationen helfen ebenfalls dabei, eine hohe Energieeffizienz zu erreichen. Die aktive interne Umlaufkühlung „coolact“, die Wilo für seine Bohrlochpumpen entwickelt hat, bewirkt beispielsweise Leistungssteigerungen von bis zu 25 Prozent, so Hübner.

Bereits im Vorfeld der „geofora“ fand unter Mitwirkung der Wilo EMU GmbH in Hof die „Sommerschule 2007“ des Deutschen Akademischen Auslandsdienstes (DAAD) statt. 25 Experten aus der ganzen Welt – ehemalige Studenten deutscher Hochschulen – nahmen teil, um sich im Rahmen von Vorträgen, Workshops und Exkursionen über Chancen und Probleme der Wassergewinnung und -aufbereitung auszutauschen. Ihre Ergebnisse präsentierte die multinationale Teilnehmergruppe im Anschluss an die Projektwoche auf der „geofora“.

Bild: Mit Werksbesichtigungen, Schulungsveranstaltungen, Vorträgen und eigenem Stand trug die Wilo EMU GmbH zum großen Erfolg der „geofora“ bei.

Quelle: Wilo EMU

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