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31.03.2003

ISH-Schlussbericht

8% weniger Fachbesucher - der Veranstalter spricht dennoch vom "Fels in der Brandung" bei schwacher Konjunktur. Jeder vierte Besucher aus dem Ausland.

„Jetzt erst recht – für uns gibt es nur den Blick nach vorn“, so brachten Aussteller und Besucher die
ISH 2003 optimistisch auf den Punkt. Auf der internationalen Fachmesse für Gebäude- und Energietechnik und Erlebniswelt Bad (25. bis 29. März 2003) zeigten 2.361 Aussteller aus 51 Ländern ihre Innovationen auf 254.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche.

Der Anteil der ausländischen Fachbesucher stieg von 20 auf knapp 25 Prozent. Die Zahl der deutschen Besucher hingegen war rückläufig. Alle Entscheider besuchten die ISH, aber pro Betrieb kamen weniger Mitarbeiter als in der Vergangenheit. Insgesamt reisten knapp 180.000 Fachbesucher aus 93 Nationen nach Frankfurt. Das sind aufgrund der schlechten Branchenkonjunktur knapp acht Prozent weniger als zur Vorveranstaltung.

Jedoch sehen rund 78 Prozent der Aussteller und 95 Prozent der Besucher ihre Messeziele als erreicht und sind mit der ISH 2003 zufrieden.

  • Dr. Michael Peters, Geschäftsführer der Messe Frankfurt:
    „Gerade in der Krise zeigt sich die Kraft einer echten Leitmesse. Die ISH 2003 war für die Branche wie ein Fels in der Brandung. Erfreulich ist für uns die Bedeutung der Messe für die weltweite Branche, die hohe Internationalität bei Ausstellern und Besuchern ist unsere Stärke in Frankfurt. Die ISH hat das richtige Konzept.“


  • Die Rückkehr der Klimatechnik in den Verbund der ISH verlief erfolgreich, die Zufriedenheit der Aussteller in diesem Bereich ist überdurchschnittlich hoch. Weitere namhafte Unternehmen haben ihre Teilnahme für die ISH 2005 bereits zugesagt.

    Die Repräsentanten der ISH Trägerschaft bewerten das Messeergebnis ähnlich.

  • Michael von Bock und Polach, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbandes Sanitär Heizung Klima: „An den Ständen herrschte absolute Zuversicht. Jeder will bestens gerüstet sein, wenn der Markt anspringt. Der Rückgang bei den Besuchern wurde kompensiert durch die fachliche Kompetenz: Alle Fachbesucher waren sehr gut vorbereitet und befanden sich bei den technischen Innovationen auf dem neuesten Stand. Das zeigt, dass der Installateur sich weitestgehend zum Gebäude- und Energietechniker entwickelt hat. Für die Zukunft sehen wir das Thema Kühlung im Gebäudebereich mit großen Schritten auf uns zukommen.“


  • Horst Eisenbeis, Geschäftsführer der Vereinigung der deutschen Zentralheizungswirtschaft:
    „Die ISH 2003 hat sich eindrucksvoll als internationale Leitmesse für die Haus- und Gebäudetechnik positioniert. Der überragende Trend in unserer Branche ist die System-technik mit variierbaren und erweiterbaren Komponenten.“


  • Jens Wischmann, Geschäftsführer der Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft:
    „Trotz der Branchensituation war die Stimmung sehr gut. Viele Aussteller konnten bereits auf der ISH Geschäfte abschließen und erwarten wichtige Impulse für das Nachmessegeschäft. Die Besucher waren hochqualifiziert und zeigten Interesse an hochwertigen Produkten. Die exportorientierten Unternehmen der Sanitärwirtschaft waren mit der hohen Zahl ausländischer Besucher sehr zufrieden.“

Die ISH 2003 mache deutlich, sagt Peters, wo Wachstumsmärkte für die Branche liegen: Es kamen mehr Besucher aus Osteuropa wie beispielsweise aus Russland, der Slowakischen Republik, Lettland, Serbien/Montenegro, Bulgarien oder der Türkei. Aber auch aus westeuropäischen Ländern wie Spanien, Großbritannien, Österreich und Skandinavien stiegen die Besucherzahlen signifikant an. Aus Übersee reisten mehr Fachbesucher aus Südostasien und Südamerika nach Frankfurt. Die Besuche aus den USA waren entgegen des Trends der ersten beiden Messetage leicht rückläufig. Nach Deutschland sind die zehn stärksten Besuchernationen Italien, die Niederlande, Frankreich und Belgien mit Luxemburg sowie Großbritannien, Schweiz mit Liechtenstein, Österreich, die Tschechische Republik, Schweden und Polen.

  • Die nächste ISH findet vom 15. bis 19. März 2005 in Frankfurt am Main statt.


  • Die ISH North America - International Trade Fair for Kitchen & Bath, Plumbing, PVF, Heating and Air-Conditioning, findet vom 1. bis 3. Oktober 2003 in Las Vegas, USA statt.


  • Die ISH China - International Trade Fair for Sanitation, Heating, Air-Conditioning, Bath & Kitchen findet vom 14. bis 17. September 2004 in Peking statt.

Weitere Informationen zur ISH 2003: www.ish.messefrankfurt.com

Weitere Stimmen aus den ISH Branchen:
  • Dr. Heinrich H. Schulte, Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Heizungsindustrie:
    „Die Zahl der ausländischen Besucher ist gestiegen, und das ist für unsere exportorientierten Mitgliedsfirmen sehr wichtig. Es hat sich gezeigt, dass die ISH 2003 international die größte Messe für regenerative Energien ist. Hier wird das gesamte Portfolio an Solarthermie, Photovoltaik, Wärmepumpen und Biomasse gezeigt. Die Bedeutung des integralen Ansatzes in der Gebäudetechnik wird auch in Zukunft ein wichtiges Thema auf der ISH sein, da die „Energy Performance of Buildings“ ab 2005 für alle Länder der Europäischen Union gilt. Das Messeevent outLOOK ist vorzüglich gelaufen und unsere Erwartungen wurden vollends erfüllt. Mit outLOOK konnten wir mehr Architekten und Planer auf die ISH aufmerksam machen.“


  • Günther Mertz, Geschäftsführer des Fachinstituts Gebäude-Klima:
    „Das Ziel unserer Aussteller, die Planer für technische Gebäudeausstattung zu erreichen, wurde vollständig erreicht. Das Projektgeschäft verlief sehr gut. Die Planer konnten für ihre Projekte Anbieter von Heiz- und Klimatechnik kontaktieren. Damit bestätigt sich, dass die Rückkehr der Aircontec in die ISH ein voller Erfolg war. Die ISH 2003 war ein wichtiger Meilenstein, um der gesamten Klimatechnik in Frankfurt die ideale Heimat zu geben. Der erste Messetag verlief etwas verhalten. Mit der Anzahl der Besucher am zweiten und dritten Messetag waren wir vollends zufrieden. Besonders die Qualität der Besucher war herausragend. Die Sonderschauen Raumklimageräte und dezentrale Klimatisierung, die zum ersten Mal auf der ISH stattfanden, waren ein Riesenerfolg. Viele der Firmen, die am „Marktplatz für Klimageräte“ teilgenommen haben, wollen in zwei Jahren ausstellen.“


  • Dr. Uwe Schwarting, Geschäftsführer Deutscher Großhandelsverband Haustechnik:
    „Die Stimmung auf der ISH war sehr gut. Wir haben insgesamt zwar weniger, dafür aber viel intensivere und qualitativ hochwertigere Gespräche geführt. Jetzt geht es darum, die Kontakte auch zu Kontrakten zu machen, das heißt das Geschäft auf die Straße zu bringen. Neben den Fachausstellungsberatern treffen wir zunehmend auch die Techniker auf der Messe. Durch die Energieeinsparverordnung gibt es einen erhöhten Beratungsbedarf, hierfür ist die ISH die optimale Weiterbildung.“


  • Wolfgang Burchard, Geschäftsführer Fachgruppe Armaturen im Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau:
    „In kämpferischer ‚Jetzt erst recht‘-Verfassung präsentierten sich die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft Sanitärarmaturenindustrie zur ISH 2003. Messeauftritt und –neuheiten zeigten, dass die Aussteller gewillt sind, der anhaltenden Nachfrageschwäche im Inland mit ‚positiver Zukunftsorientierung‘ zu begegnen. In Verbindung mit per Saldo gutem Besuch und guter Stimmung kann ich nach einer spontanen Umfrage unter den Armaturenproduzenten in einem ersten Fazit von einer ermutigenden Veranstaltung sprechen.“


  • Elisabeth Obruschnik, Referentin Fachgruppe Thermo Prozess- und Abfalltechnik im Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau:
    „Angesichts der schwierigen Wirtschaftslage im In- und Ausland sind die Aussteller mit gedämpften Erwartungen auf die ISH gekommen. Im Verlauf der Messe haben sich die Erwartungen voll erfüllt.“


  • Christoph Singrün, stellvertretender Geschäftsführer Fachgruppe Pumpen im Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau:
    „Die Pumpenhersteller sind mit dem Messeverlauf sehr zufrieden. Trotz schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen zeigen zahlreiche Besucher aus dem In- und Ausland reges Interesse an den Produktinnovationen.


  • Dr. Herbert Rudolf, Hauptgeschäftsführer Bundesindustrieverband Heizungs-, Klima-, Sanitärtechnik/Technische Gebäudesysteme:
    „Auf keiner anderen Messe in Deutschland können Produkte der Heizungs-, Klima-, und Sanitärtechnik so effektiv ins Licht der Öffentlichkeit gerückt werden wie auf der ISH. Diese Messe ist gleichzeitig auch der Mittelpunkt der deutschen Gebäudetechnik.“


  • Christiane Wodtke, Sachverständige im Werbeausschuss der Arbeitsgemeinschaft der deutschen Kachelofenwirtschaft:
    „Die ISH ist der Vorzeigeplatz für Innovationen und Design. Die Vielzahl der hier ausgestellten innovativen und designorientierten Produkte geben neue Zielrichtungen vor und setzen Trends. Von dieser Messe werden positive Signale vor allem für das Nachmessegeschäft erwartet. Die ISH wird ihrem Anspruch als Weltleitmesse somit voll gerecht. Mit den Sonderschauen wie beispielsweise ‚CO2 neutrale Heizkonzepte‘ oder ‚outLOOK‘ erreicht die Kachelofenwirtschaft neue Besucherwelten - Planer und Architekten. Daraus ergibt sich die Chance, Kachelöfen weiter in den modernen Bau zu integrieren.“


  • Dieter Rangol, Geschäftsführer des Bundesverbandes Schwimmbad und Wellness:
    „Die Stimmungslage der Besucher ist gut, es wurden viele Aufträge geschrieben. Das spiegelt auch die allgemeine Stimmungslage wider – nach dem schwachen vergangenen Jahr, verspricht dieses Jahr ein besseres Geschäftsjahr zu werden . Aber unsere Mitglieder haben den Rückgang der Besucher deutlich gespürt, für uns fehlten vor allem Besucher aus den USA und Asien, was wir auf den Irak-Krieg zurückführen.“


  • Karlheinz Reitze, Vorsitzender des Fachverbandes Elektro- Hauswärmetechnik im Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie:
    „Wir sind mit dem Messeverlauf sehr zufrieden. Unsere hochgesteckten Erwartungen haben sich erfüllt, was bei der heutigen wirtschaftlichen Situation und unter den Einwirkungen des Krieges im Irak nicht unbedingt zu erwarten war. Unsere Zufriedenheit spiegelt sich insbesondere in der Qualität und der Vielzahl der Gespräche wider. Wir konnten einem internationalen Publikum zahlreiche Neuheiten für Warmwasser, Heizung, Klimatisierung und Lüftung präsentieren. Insbesondere waren Systeme zur Erfüllung der Energieeinsparverordnung (EnEV) gefragt – wie beispielsweise Wärmepumpen und Systeme zur Wohnungslüftung mit Wärmerückgewinnung. Positiv sehen wir auch die gestiegene Bereitschaft von Architekten und Planern, sich mit diesen Themen verstärkt inhaltlich auseinander zu setzen. Vor diesem Hintergrund freuen wir uns auf die nächste ISH im Jahre 2005.“


  • Werner Scholz, Geschäftsführer Hausgeräte- Fachverbände im Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie:
    „Die ISH hat wieder einmal gezeigt, dass sie für die Branche eine Muss-Veranstaltung ist. Unsere Aussteller aus dem Bereich Elektro- Hauswärmetechnik sind mit dem Messeverlauf sehr zufrieden. Besonders hervorzuheben ist der erneut hohe ausländische Besucheranteil.“


  • Professor Armin Rogall, Fachhochschule Bochum:
    „Mit dem Messeevent outLOOK wollten wir auf der ISH 2003 für Architekten und Planer ein Forum zur Diskussion des integralen Ansatzes in der Gebäudetechnik schaffen. Das ist uns gelungen. Das Programm wurde sehr gut aufgenommen. Die Gestaltung und Konzeption von outLOOK erhielt von allen Seiten großen Zuspruch: Das gekippte Haus in der Galleria hat die Besucher angezogen und die Neugier geweckt. Die Kommunikationsbereiche wurden zu Meeting-points für Fach- und Geschäftsgespräche zwischen Ausstellern und Besuchern.“

ISH Frankfurt

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